Projektdetail

Public Value of Participation in Urban Development - Gemeinwohleffekte von Partizipation in der Stadtentwicklung (PuPa)

Projektlaufzeit: 1.9.2021 bis 31.8.2024

Bürger*innenbeteiligung ist eine wesentliche strategische Zielsetzung aktueller städtischer Politik und gleichzeitig ein zunehmend spannungsgeladenes Feld. Bürger*innenwünsche einerseits, ökologische und technische Notwendigkeiten andererseits, die Diversität von Bewohner*innen und Nutzer*innen, unterschiedliche Barrieren im Zugang zu Beteiligungsprozessen und die Herausforderungen der Digitalisierung sind nur einige der relevanten Schlagworte. Und obwohl Partizipation in Forschung und Praxis weitgehend positiv bewertet wird, sind die Erkenntnisse zu konkreten Effekten spärlich. 

Das Projekt untersucht daher den Mehrwert von Partizipation im Rahmen von urbanen Transformationsprozessen in Bezug auf die Schaffung von Gemeinwohleffekten. Dabei geht es sowohl um das “Produkt“, d.h. die Qualität von Entscheidungen, als auch um den Prozess selbst, d.h. mögliche Effekte in Bezug auf die Qualität von Demokratie und Inklusion. Beide Ebenen lassen sich durch das in den letzten Jahren verstärkt diskutierte Konzept des Public Value bzw. Gemeinwohl in einem gemeinsamen theoretischen Rahmen verorten. Die Durchführung des Forschungsprojekts erfolgt als interdisziplinäre Kooperation zwischen dem Studiengang Public Management/Kompetenzzentrum für Verwaltungswissenschaften und Expert*innen aus den Kompetenzzentren für Bauen und Gestalten und für Soziale Arbeit sowie dem Fachbereich Angewandte Politikwissenschaft (Department Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik) an der FH Campus Wien. 

Konkret werden Partizipationsprozesse in Wien über drei Jahre begleitend und unter Einbindung relevanter Stakeholder*innen beforscht. Jede Teilstudie umfasst mehrere Perspektiven, die der interdisziplinären Verortung der beteiligten Forscher*innen entsprechen.

Forschungsziele

  • Konzeptuelles Modell des Zusammenhangs von Partizipation und Public Value/Gemeinwohl als Basis für eine stärkere Berücksichtigung von Effekten partizipativer Prozesse in Public Value-Modellen und Messungen. 
  • Empfehlungen für die Gestaltung digitaler und hybrider Partizipationsprozesse, insbesondere in Bezug auf die drei Problematiken: Zugänglichkeit/Inklusion und Exklusion; Nachhaltigkeit von Entscheidungen und Prozessstrukturen; Transparenz im gesamten Prozess von der Fragenformulierung bis zur Umsetzung.
  • An- und Einbindung in die Lehre an den Studiengängen im Rahmen ausgewählter Lehrveranstaltungen sowie durch Vergabe von thematisch passenden Abschlussarbeiten. Gemeinsame Konzeption und Durchführung einer interdisziplinären offenen Lehrveranstaltung. 

Fördergeber*innen bzw. Auftraggeber*innen

 

MA23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik

Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO

Weniger Ungleichheiten

Nachhaltige Städte und Gemeinden

Maßnahmen zum Klimaschutz

Projektleitung

Projektteam