Lebensräume in der Geriatrie

„Lebensraumgestaltung“ sagt Andjela auf die Frage, wo sie sich zukünftig beruflich sieht. Lebensraumgestaltung für Menschen, die in ihrem letzten Lebensdrittel noch einmal alles umkrempeln müssen und in ein Pflegeheim ziehen. An diesem Punkt will sie mitgestalten, um individuell auf die Bedürfnisse älterer Menschen eingehen zu können. Um ihrem Ziel noch ein bisschen näher zu kommen, schließt sie nach dem Studium der Gesundheits- und Krankenpflege gleich den Masterlehrgang Advanced Nursing Practice an.

Selfie Andjela Radic
Selfie aus dem Nachtdienst, Station: Neurologische Überwachungsstation, SMZ-Süd

Individualität in der Pflege

Die in Wien geborene Kroatin sieht in Österreich viel Potenzial, um in der Gesundheits- und Krankenpflege noch individueller auf die Menschen eingehen zu können. Es gäbe ja die finanziellen Mittel und gut ausgebildetes Personal. Es braucht junge empathische Menschen, die bereit sind, den Umbruch in der Pflege aktiv mitzugestalten. In Bosnien meint sie, würde der Mensch nicht im Vordergrund stehen. Sondern vielmehr seine zu behandelnde Krankheit. Und das müsse sich ändern.

Ausbildung, Nebenjob und das Leben an sich

Das Studium Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Campus Wien schließt sie bald ab. In ihrer ersten Bachelorarbeit behandelte sie das brisante Thema „Gewalt in speziellen Pflegesituationen in Pflegeheimen“. Ganz klar lassen sich nach dieser Analyse der eklatante Personalmangel und fehlende Schulungen erkennen. Dabei gäbe es schon so viele neue Erkenntnisse, die unbedingt im Pflegealltag Anwendung finden müssten. Ob sie das Studium als anstrengend empfunden hat? „Ich studiere, mache Praktika, habe einen Nebenjob und ich tanze zweimal die Woche in einem kroatischen Kultursportverein. Es geht sich alles aus.“ 


Studiengänge

Advanced Nursing Practice

Masterlehrgang, berufsbegleitend

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Gesundheits- und Krankenpflege

Bachelorstudium, Vollzeit

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