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07.01.2020

Lösen technische Innovationen unser Pflegeproblem?

Elisabeth Haslinger-Baumann diskutierte dazu bei einer vom Wiener Wirtschaftskreis initiierten Podiumsdiskussion und stellte AAL-Forschungsprojekte vor.

 


Die Zahl der zu pflegenden Personen wird laut demografischer Prognosen in den nächsten Jahren stetig ansteigen. Dieser Tatsache und der daraus resultierenden Suche nach Lösungsansätzen für unsere Gesellschaft widmete sich die vom Wiener Wirtschaftskreis initiierte Veranstaltung „Robotik und assistive Technologien in der Pflege - Gesellschaftliche Herausforderungen und wirtschaftliche Chancen” Ende November. Einschätzungen über Herausforderungen und Möglichkeiten in diesem Bereich brachte die Podiumsdiskussion mit Elisabeth Haslinger-Baumann von der FH Campus Wien, Monika Riedel vom IHS, Rainer Hasenauer von der WU Wien, Irmtraud Ehrenmüller von der FH Oberösterreich, Rainer Planinc, CEO cogvis und Alexander Biach, Standortanwalt aus der Wirtschaftskammer Wien.

Assistive Technologien fixer Bestandteil der Pflegezukunft

Das Thema assistive Technologien und Pflege hat aktuell auch dank der Tatsache, dass es im Regierungsprogramm verankert ist, den Weg in viele Lebensbereiche gefunden. Die Diskussionsteilnehmer*innen sehen für die technologischen Möglichkeiten großes Potenzial. Zunehmend rückt aber auch die kommunal organisierte Gesundheitsversorgung in den Mittelpunkt. Dabei geht es um die Definition, wo großflächig digitale Anwendungen eingesetzt werden sollen, um Abläufe und Dienstleistungen zu unterstützen und bestenfalls zu optimieren.
Elisabeth Haslinger-Baumann, Leiterin des Kompetenzzentrums Angewandte Pflegeforschung im Forschungsfeld Active and Assisted Living, an vielen Forschungsprojekten beteiligt und auch als Lehrende im Department Angewandte Pflegewissenschaft tätig, ist überzeugt: „Wir bereiten die künftigen Gesundheits- und Krankheitspfleger*innen durch Lehrveranstaltungen wie Informatik oder Studienangebote wie dem interdisziplinären Masterstudiengang Health Assisting Engineering vor. Das und unsere Forschungsprojekte sind wichtig, denn wie gut assistive Technologien von den Nutzer*innen angenommen werden, hängt auch davon ab, inwieweit diese auf Augenhöhe in den gesamten Prozess integriert werden.“

Gut betreut und gut unterstützt für ein selbstständiges Leben daheim

Im Rahmen der Veranstaltung stellte Elisabeth Haslinger-Baumann Forschungsprojekte vor, wie den Drink Smart, ein Dehydratation vorbeugendes, intelligentes Trinksystem, oder die Client-Server-Software-Lösung 24h QuAALity, die mit ihren Tools die Betreuungsqualität der 24h-Betreuung anheben soll. Auch die App DEA – Lebensfreude, die betreuende Angehörige von Demenzerkrankten unterstützt, sowie Informationen zu dem im Einsatz in Pflegeheimen befindlichen Roboter James aus dem europäischen Projekt ReMIND, fanden bei der Veranstaltung interessierte Beachtung.