6. Oktober 2021

50 Jahre Ergotherapie-Ausbildung in Österreich

 

Die FH Campus Wien feiert das 50-jährige Ausbildungsjubiläum mit! Unter dem Motto „Alltag – Innovation – Vision“ veranstaltete der Bachelorstudiengang Ergotherapie eine zweitägige (Online-)Fachtagung sowie ein Symposium mit Festakt.

Studiengangsleiterin Monika Zettel-Tomenendal steht im Festsaal vor dem Publikum auf der Bühne


Von den ersten Absolvent*innen zu unverzichtbaren Gesundheitsexpert*innen

Die Ausbildung zur*zum Ergotherapeut*in startete 1971 in Österreich als Diplomlehrgang an der Schule für den arbeits- und beschäftigungstherapeutischen Dienst am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Seither hat sich viel getan. Heute ist die Ergotherapie ein gesetzlich geregelter Gesundheitsberuf, dessen Ausübung an eine Berufsqualifikation geknüpft ist. Die Ausbildung erfolgt an einer Hochschule mit akademischem Abschluss – seit 2007 bietet die FH Campus Wien das Bachelorstudium Ergotherapie an. Das praxisorientierte Studium kombiniert therapeutische, sozialwissenschaftliche und medizinische Fächer und bildet die Studierenden zu Expert*innen für die menschliche Betätigung aus. „Die Ergotherapie-Ausbildung ist ein fester Pfeiler im Bildungs- und Gesundheitswesen“, so Monika Zettel-Tomenendal, Studiengangsleiterin Ergotherapie. „Mit der Festveranstaltung zum 50-jährigen Ausbildungsjubiläum möchten wir die innovative und visionäre Kraft der Menschen würdigen, die dazu beigetragen haben.“

Gefeiert wird gemeinsam

Ergotherapie im Kindergarten, in der Schule oder Wohnungslosenhilfe, mithilfe von 3D-gedruckten Hilfsmittel oder via Videokonferenz: Die Themen der zweitägigen (Online-)Fachtagung am 28. und 29. September spiegelten die Vielfalt und Veränderungen im Berufsfeld. Expert*innen bearbeiteten in rund 20 Workshops gemeinsam mit den Teilnehmenden aktuelle Konzepte und Innovationen der Ergotherapie und suchten Lösungen für künftige Herausforderungen. Anforderungen und neue Ansprüche standen auch beim Symposium am 30. September im Fokus. Zahlreiche Ehrengäste aus Gesundheit und Politik, Kooperationspartner*innen, Studierende, Absolvent*innen sowie Lehrende und Forschende feierten das Jubiläum beim anschließenden Festakt. „Die Ergotherapie hat in den letzten 50 Jahren aus einer vielfach verstandenen Selbstverständlichkeit die strukturierte Förderung und Entwicklung von Handlungskompetenzen in den Fokus therapeutischer Aktivitäten gerückt“, betont Silvia Mériaux-Kratochvila, Departmentleiterin Gesundheitswissenschaften an der FH Campus Wien. „Wir möchten uns bei allen Kolleg*innen in der Ausbildung und im Berufsfeld bedanken, die sich täglich dafür einsetzen.“

Diskussionsteilnehmende sitzen auf der Bühne

Im Mittelpunkt: Klient*innen und ihre Handlungsfähigkeit

Ergotherapeut*innen unterstützen Menschen mit körperlichen, kognitiven, psychischen und sozialen Einschränkungen. Ob zu Hause, im Beruf, in der Schule oder in der Freizeit: Ihr Ziel ist, dass die Betroffenen ihren Alltag wieder möglichst selbständig bewältigen können. Dazu ist es notwendig, die individuelle Handlungsfähigkeit zu entwickeln, zu erhalten, zu verbessern oder wiederherzustellen. Ergotherapeut*innen finden dazu maßgeschneiderte Lösungen, indem sie mit ihren Klient*innen die beeinträchtigten Funktionen und Aktivitäten trainieren, individuell angepasste Hilfsmittel einsetzen oder die räumliche Umwelt adaptieren.

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