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16.10.2015

Department Soziales auf internationaler Konferenz in Dublin vertreten

Marc Diebäcker und sein Team präsentieren auf der „Tenth European Research Conference on Homelessness” eine Studie zum Thema Vaterschaft in der Wohnungslosigkeit.

Obdachlosigkeit kann jeden treffen. Ursachen gibt es viele, Arbeitsplatzverlust, familiäre Krisen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen sind nur einige davon. International wird davon ausgegangen, dass mindestens ein Drittel der obdachlosen Männer leibliche Kinder haben. Wenig erforscht ist jedoch, wie Väter, die nicht gemeinsam mit ihren Kindern untergebracht sind, diese Situation erleben, inwieweit sich ihre familiären Beziehungen verändern und welche Bewältigungsstrategien sie entwickeln. Diesen Fragestellungen ging das Department Soziales an der FH Campus Wien unter der Leitung von Marc Diebäcker nach.

Diskussion im internationalen Plenum

Marc Diebäcker, Roswitha Harner und Yann Arhant präsentierten ihre Studie mit dem Titel „Wohnungslosigkeit, Elternsein und Soziale Arbeit in der Wohnungslosenhilfe: Eine Studie zu Männern, die nicht mit ihren Kindern untergebracht sind“ nun auf der "Tenth European Research Conference on Homelessness” der FEANTSA in Dublin. Auf dieser international bedeutenden Wissenschaftstagung zum Thema Wohnungslosigkeit diskutierten ExpertInnen aus Nordamerika, Australien und Europa die Wiener Untersuchung in einer vergleichenden Perspektive. Es zeigte sich, dass insbesondere die Ergebnisse zu Vater-Kind-Beziehungen, zu Besuchskontakten in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe sowie zur sozialarbeiterischen Praxis „Neuland“ darstellen. Die Forschungsergebnisse halten beispielsweise fest, dass Männer als Eltern psychosozialer Unterstützung bedürfen, dieser Bedarf aber nur selten in der Beratungssituation thematisiert wird. Übernachtungsmöglichkeiten für Kinder, kindgerechte Begegnungsräume sowie eine „offene Kultur“ in Häusern der Wohnungslosenhilfe tragen maßgeblich dazu bei, Eltern-Kind-Beziehungen in der schwierigen Lebensphase zu stabilisieren.