Studierendenkonferenz Soziale Arbeit 2023

Veranstaltung des Bachelorstudiums Soziale Arbeit der FH Campus Wien

Mittwoch, 21. Juni 2023, Räume E.E.17 und E.E.15, FH Campus Wien, Favoritenstraße 222, 1100 Wien

Was erwartet mich?

Die Studierendenkonferenz ist eine Veranstaltung für Studierende, Lehrende, Absolvent*innen und Sozialarbeitende aus der Praxis. Studierende des Bachelors Soziale Arbeit geben einen Einblick in ihre Forschungstätigkeit, stellen ihre Ergebnisse vor und diskutieren darüber mit dem interessierten Fachpublikum und den Teilnehmer*innen der Konferenz.

Kontext der Studierendenkonferenz

Im 3. und 4. Semester ihres Studiums forschen Studierende des Bachelor Soziale Arbeit in Kleingruppen zu Themen ihrer Wahl. Dabei greifen sie aktuelle Themen der Sozialer Arbeit auf und beleuchten sie aus der Perspektive von Theorie, Praxis und Forschung.

Die Studierenden haben sich im letzten Jahr eine Forschungsfrage überlegt und ihr Forschungsdesign entwickelt, dabei konnten sie quantitative wie qualitative Methoden wählen. Sie führten Untersuchungen und Befragungen online oder persönlich durch und werteten sie aus. Dabei wurden sie pro Panel von je einem*r forschungserfahrenen Lehrenden und Coach aus der Praxis begleitet, die jeweils thematisch in das Panel einführen werden.

Rückblick Studierendenkonferenz Soziale Arbeit 2022

9.00-9.15 Eröffnung

Raum S.E.12

Eröffnung durch Studiengangsleiter Josef Bakic und die Koordinatorin für studentische Forschung, Irene Messinger

Begrüssungworte und ein Überblick über die Präsentationen von Ergebnissen studentischer empirischen Forschung am neuen Standort Kelsenstraße vor.

Geforscht wurde zu Schlaflosigkeit, Jugend, Drogenpolitik, Inklusion, Schulsozialarbeit, Trans_Inter*Nichtbinär, Wohnungslosigkeit, Sprache, soziale Ungleichheit und Gemeinwesenarbeit.

9.15-11.15 Uhr

Die Programmpunkte finden parallel statt, bitte wählen Sie einen der beiden aus.

Raum S.E.12

Richard Krisch, Paula Gludovatz

Pandemiebedingte Veränderungen der Aneignungs- und Bewältigungsstrategien Jugendlicher im Inneren Stadtteil Simmerings
Sarah Rossmann, Johannes Fleischmann, Jan Luszczak, Georg Pucher

In dieser Forschungswerkstatt beleuchten wir verschiedene Aneignungsprozesse und Bewältigungsstrategien Jugendlicher im inneren Stadtteil Simmerings. Hierbei legen wir den Fokus insbesondere auf bereits genannte Prozesse im öffentlichen und digitalen Raum, unter den Bedingungen der aktuellen Covid-19 Pandemie.

Im Zuge unserer Forschung führten wir Einzel- sowie Gruppeninterviews durch, um für uns relevante Daten zu erheben. Weiters wurde eine abgewandelte Nadelmethode verwendet, welche sich auf individuelle Präferenzen Jugendlicher im digitalen Raum konzentriert.

Die Ergebnisse lassen erahnen, dass der Stellenwert von Treffen im öffentlichen Raum für von uns beforschte Jugendliche nicht an Relevanz verloren hat.

 

Wie Jugendliche Verdrängungsprozesse durch die Covid 19 Pandemie bewältigen
Leon Fenninger, Teresa Gsellmann, Carolina Hauptmann, Paul Kratochvil

Die Auswirkungen der Pandemie und die damit in Verbindung stehenden Kontaktbeschränkungen haben das soziale Zusammenleben weltweit verändert. Jugendliche entwickeln aufgrund von Verdrängungsprozessen diverse Strategien zur Bewältigung, welche in verschiedenen Situationen und auf den unterschiedlichsten Ebenen zur Anwendung kommen. Diese Entwicklungen werden in der folgenden Arbeit mithilfe von Befragungen im öffentlichen Raum auf Basis eines strukturierten Interviewleitfadens qualitativ ausgewertet und die Ergebnisse festgehalten. Es bildet sich ab, dass sich die Kommunikation zwischen den Jugendlichen vermehrt in den digitalen Raum verlagert, sportliche Aktivitäten an der freien Luft einen neuen Stellenwert erhalten und sich die Peergruppe als wichtige Ressource abzeichnet.

 

Veränderung der Aneignungsformen von Mädchen* im öffentlichen und digitalen Raum durch die Covid Pandemie
Lubna Morad, Lea Wallmann, Celina Seiler, Julia Schneeberger

Im Zuge dieser Forschungswerkstatt soll herausgefunden werden, wie sich die Aneignung von öffentlichen Räumen in Simmering durch Mädchen* im Jugendalter aufgrund der Pandemiebedingungen verändert (hat) und welche Bedeutung die digitalen Räume dabei haben.

Die Entwicklungen werden mithilfe leitfadengestützter Interviews empirisch herausgearbeitet und im Anschluss daran qualitativ anhand verschiedener Kategorien ausgewertet. Die Interviews deuten darauf hin, dass die Präsenz und Aneignung von Mädchen* im öffentlichen Raum deutlich zurückgegangen ist. Der private Raum, insbesondere der digitale Raum, der Anonymität und eine Alternative für Privatsphäre und soziale Interaktionen bietet, ist von Bedeutung, um den Herausforderungen des öffentlichen Raums zu entkommen.

 

Der institutionelle Blick auf Aneignungsformen Jugendlicher
Julius Bichl, Luna Rosboud, Pia Rödl, Anna-Lena Schuh, Luca Schweizer

In dieser Forschungswerkstatt befassen wir uns mit Veränderungen von analogen und digitalen Aneignungs- und Verdrängungsformen Jugendlicher in Simmering aus der Sicht von sozialen Einrichtungen während der andauernden Covid-19-Pandemie.

Methodisch wird eine Variante der Institutionenbefragung gewählt, wobei die geführten Interviews qualitativ analysiert werden.

Eine der zentralen Erkenntnisse ist, dass zugunsten von neugebauten Wohnplätzen Jugendliche den Zugang zum urbanen Raum verlieren. Dabei werden sie gezwungen, neue Aneignungsformen zu entwickeln. Durch den eingeschränkten Zugang zum öffentlichen Raum haben digitale Räume für Jugendliche stark an Bedeutung gewonnen. Dadurch konnten vorwiegend problematische Veränderungen für Jugendliche beobachtet werden.

Raum S.E.02

Persson Perry Baumgartinger mit Expert*innen

Wir laden Sie herzlich zu unserer Info-Markthalle ein. Die Forschungsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse an folgenden fünf "Marktständen":


Marktstand 1: Geschlechtersensible Konzepte der Wiener Wohnungslosenhilfe - Eine Bestandsaufnahme
Toby Aigner, Cara Bebek, Alina Gehr, Emil Rossa

Auf unserem Marktstand bieten wir eine queerfeministische Analyse bestehender Konzepte für trans, inter* und nichtbinäre (TIN*) Personen in Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe (WWH) an. In unserer Bestandsaufnahme zeigen wir auf, welche geschlechtersensiblen Konzepte es in der WWH bereits gibt bzw. ob bereits ein gewisser Grundkonsens in den unterschiedlichen Einrichtungen dazu herrscht, wie Bedürfnissen von TIN* Personen Raum gegeben werden kann. Wir bedienen uns bei der Präsentation einer beliebten Form (oft) queerer Kunst: den Zines. Wir freuen uns, unsere Forschungsergebnisse in einen diskursiven Austausch mit den Teilnehmer*innen zu bringen.


Marktstand 2: Schutzräume für trans, inter* und nichtbinäre Personen
Magdalena Achleitner, Yule Diebäcker, Florentina Fehringer, Zoe Piffrader, Angie Walker

Die Soziale Arbeit interagiert täglich mit marginalisierten und vulnerablen Gruppen und setzt sich für diese ein. Deshalb sollte sie es sich zum Ziel setzen, Schutzräume zu etablieren. Doch was bedeutet "Schutzraum" überhaupt? Wie können Schutzräume für TIN Personen wirksam gestaltet werden? Können sie dem Anspruch von Diskriminierungsfreiheit gerecht werden? Um diese Fragen zu beantworten, wurden Interviews mit TIN Personen und Professionist*innen der Sozialen Arbeit geführt. Dabei entstanden spannende Gespräche über die Bedeutung von Unterschieden, Gemeinsamkeiten und Intersektionalität, die wir in unserem Forschungsbericht und bei der Studierendenkonferenz präsentieren werden.

 

Marktstand 3: Human rights beyond the binary: Medizinische Versorgung(slücken) von sex- und gendernonconforming Personen im stationären Setting
Lil Langmann, Katharina Lenzeder

Geschlechterinklusive Gesundheitsversorgung kommt in Österreich zu kurz. Dabei machen Diskriminierung und soziale Ungleichheit krank. Zudem wird Personen außerhalb binärer Geschlechternormen die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen strukturell erschwert. Anhand von Expertiseinterviews wurden Hürden und Einschränkungen im stationären Setting erfragt sowie das Unterstützungspotenzial der Sozialen Arbeit erkundet. Es zeigt sich: Diskriminierung und Pathologisierung hindern Betroffene oft daran, überhaupt medizinische Hilfe aufzusuchen. Binäre Strukturen, Wissensmangel und fehlende Unterstützung sind insbesondere bei stationären Behandlungen für TIN-Personen mit Schwierigkeiten und psychischer Belastung verbunden. Doch es bestehen Perspektiven und Ideen, diesen menschenrechtlich problematischen Zustand zu verbessern.

 

Marktstand 4: Trans*sensible Schulsozialarbeit
Lina Haider, Iris Kronberger, Jakob Perschl, Samuel Redelsteiner

Höret! Höret! Auf unserem Marktstand möchten wir auf die Bedürfnisse von trans* Schüler*innen im österreichischen Schulsystem eingehen und darauf, wie Schulsozialarbeiter*innen trans* Kinder und Jugendliche in der Schule unterstützen können! Mit interaktiven Quizzes und viel Musik möchten wir auf einen Besuch zu unserem Marktstand einladen! In einem diskursiven Austausch mit den Teilnehmer*innen soll in Erfahrung gebracht werden, was es in diesem Feld bereits gibt und was es noch zu tun gibt.


Marktstand 5: Sicher Wohnen - Trans, inter* und nicht-binäre Personen in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Christa Jammernegg, Katharina Mayr, Lea Ruckgaber

Wie sicher sind TIN Personen in der Wiener Wohnungslosenhilfe? Diese Frage konnten wir weder mit dem Wissen, das wir im Rahmen unseres Studiums erlangt hatten, noch durch bereits vorhandene Literatur vollständig beantworten. Aus diesem Grund haben wir Kontakt zu unterschiedlichen hoch- und niederschwelligen Einrichtungen der WWH aufgenommen und Expert*innen zur Situation von TIN Personen interviewt. Um uns einen besseren Überblick über bereits vorhandene Angebote zu verschaffen, wurde unsere Forschung auf eine Einrichtung einer deutschen Großstadt ausgeweitet. Dadurch bekamen wir einen realistischen Einblick, wie Sozialarbeiter*innen die Sicherheit in ihren Einrichtungen einschätzen und wie viel getan bzw. nicht getan wird, um einen diskriminierungsfreieren Umgang mit den angeführten Personengruppen zu ermöglichen. Wir freuen uns darauf, euch unsere Ergebnisse zu präsentieren.

11.30-13.30 Uhr

Die Programmpunkte finden parallel statt, bitte wählen Sie einen der beiden aus.

Raum S.E.12

Meropi Tzanetakis, Yann Arhant

#Buydrugs – Der Kauf von illegalisierten Substanzen über Soziale Medien
Barbara Zengerer, Fanny Härtl, Mara Prislan, Mario Depauli

Instagram, Snapchat und Co. werden mittlerweile neben den klassischen Drogenmärkten für den Kauf von illegalisierten Substanzen verwendet. Während in anderen Ländern bereits dazu geforscht wurde, gibt es in Österreich noch nichts Vergleichbares. Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, was Jugendliche und junge Erwachsen zum Kauf animiert. Die Forschung stützt sich dabei auf den Normalisierungsansatz. Mit Bezug auf diese Aspekte wurden semistrukturierte Interviews, sowohl online als auch offline, mit der Zielgruppe durchgeführt. Diese wurden mit der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass für die Befragten der Kauf über die Sozialen Medien mittlerweile zur Normalität geworden ist. Diese Arbeit soll sowohl einen aktuellen Einblick in die Lebenswelt von konsumierenden jungen Menschen liefern, wie auch aus sozialarbeiterischer Sicht eine Hilfestellung im Umgang und in der Beratung der Zielgruppe bieten.

 

Cannabiskonsum von jungen Menschen während der Covid-19-Pandemie
Elisa Berry, Birgit Schaffner, Antonia Tschol und Maria Vicentini

Die Covid-19-Pandemie beeinflusst uns in vielen Lebensbereichen. Im Zusammenhang damit befasst sich diese Arbeit mit der Forschungsfrage: ,"Welchen Einfluss hat die Covid-19-Pandemie auf den Cannabiskonsum bei in Wien wohnenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 16 – 25 Jahren?‘". Mittels semistrukturierter Interviews wurden Daten erhoben. Dabei wurden Cannabiskonsumierende, Sozialarbeiter*innen und Jurist*innen interviewt. Ausgewertet wurden diese Daten mit der qualitativen Inhaltsanalyse. Zu erwartende Ergebnisse zeigen, dass die Pandemie in vielen Fällen Einfluss auf den Konsum der jungen Menschen genommen hat. Im Vergleich zu vor der Pandemie wird sowohl mehr als auch weniger Cannabis konsumiert; dies hat unterschiedliche Gründe. Mittels dieser Erkenntnisse kann die Sozialen Arbeit ihr Angebot für cannabiskonsumierende junge Menschen anpassen.

 

Stigmatisierende Gesellschaft. Diskriminierung bei geflüchteten Jugendlichen
Buket Celik, Sandra Mandl, Julia Moser, Sarina Sardari-Iravani

Abgestempelt, abgelehnt und ausgeschlossen. Das ist die Lebensrealität vieler geflüchteter Jugendlichen in Österreich. Wie sich diese Erfahrungen auf ihr Leben auswirken und wie Jugendliche damit umgehen, ist die zentrale Frage dieser Arbeit.
Die Leitfadeninterviews mit Sozialpädagog*innen und geflüchteten Jugendlichen wurden mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die geflüchteten Jugendlichen in Österreich sowohl positive als auch negative Erfahrungen gemacht haben, wobei letztere auf individueller, struktureller und institutioneller Ebene stattfinden. Der unmittelbare Umgang damit ist sehr unterschiedlich, jedoch nehmen langfristig fast alle Jugendlichen Ausgrenzung als Lebensrealität hin. Die Soziale Arbeit muss sich demnach politisch mehr engagieren, um institutionelle und strukturelle Diskriminierung zu minimieren.


Verdrängung von marginalisierten Gruppen am Wiener Praterstern
Max Ferlitsch, Sebastian Navratil, Paul Praschak, Hannah Svoboda

Alkoholverbot, Polizeipräsenz, Umgestaltung: Maßnahmen wie diese haben in der Vergangenheit zu Verdrängungsprozessen im öffentlichen Raum geführt und sind nun auch am Praterstern zu beobachten. Wir widmen uns daher folgender Fragestellung: Welche Auswirkungen haben Maßnahmen der Sicherheits- und Ordnungspolitik auf die Beziehungsarbeit mit Klient*innen der Sozialen Arbeit am Beispiel des Wiener Pratersterns? Wir haben semistrukturierte Interviews mit Sozialarbeiter*innen, Betreuer*innen und Klient*innen, sowie nicht teilnehmende Beobachtungen vor Ort durchgeführt. Die Daten wurden anhand der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass marginalisierte Gruppen vom Praterstern verdrängt werden und die Beziehungsarbeit dadurch massiv erschwert wurde.

Raum S.E.02

Alfons Bauernfeind, Vera Rosner

Inklusion von Menschen mit Behinderung durch Kunst- und Sportinterventionen
Benjamin Hadolt, Emilia Haller, Josefa Hille, Fiona Fast und Max Plunger

Im Jahr 2008 erfolgte die Ratifikation der UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich. Seitdem wird zwar an der Verbesserung der Lebenssituation für Menschen mit Behinderung in Österreich gearbeitet, aber zehn Jahre später ist diese Gruppe der Bevölkerung nach wie vor stark benachteiligt. Das Ziel dieser Forschungsarbeit ist es herauszufinden, welchen Beitrag Kunst- und Sportinterventionen mit der Zielgruppe Kinder und Jugendliche zur Inklusion von Menschen mit Behinderung beitragen können. Um dies zu beantworten haben wir zuerst im Theorieteil einen Rahmen für die anschließende Analyse geschaffen. Mittels qualitativer Interviews von Betreiber*innen der Projekte "MellowYellow", "Ich bin OK", "Pestalozzi Cup", "Sommerspiele der Special Olympics" wurden vier vergleichende Falldarstellungen erstellt.

 

MellowYellow: Ein Tanzprojekt für Schüler*innen zur Förderung der Bewusstseinsbildung gegenüber Menschen mit Behinderungen
Anna Bauer, Laura Litschauer, Christina Schreiner, Mariella Schröfl, Benita Wolf

Im theoretischen Teil dieser Arbeit geht es darum, wie Tanzkunst die Einstellung und das Bewusstsein von Schüler*innen gegenüber Menschen mit Behinderung/en positiv verändern kann. Quinten (2015) zeigt, dass dies durch aktive Teilnahme an fähigkeitsgemischten Tanzprojekten möglich ist. Deshalb haben wir uns dafür entschieden MellowYellow genauer zu untersuchen, um herauszufinden, ob MellowYellow die genannte Wirkung erzielt. Weiters gehen wir darauf ein, inwieweit die Bedingungen der Kontakthypothese von Allport (1954) durch das Tanzprojekt MellowYellow erfüllt werden. Die empirische Datengrundlage besteht aus, sechs qualitativen Interviews mit den Künstler*innen und Producys von MellowYellow sowie aus fünf durchgeführten teilnehmenden Beobachtungen.

 

Inklusion behinderter Menschen durch Kunst in der Schule – Perspektive von Lehrenden
Zoe Kehrer, Elena Lang, Iris Macher, Sarah Mangelberger, Lara Waltner

In unserer Arbeit "Inklusion behinderter Menschen durch Kunst in der Schule" beschäftigen wir uns mit dem inklusiven Schulprojekt MellowYellow des Vereins MAD. Der Theorieteil beleuchtet die aktuelle Situation behinderter Menschen in Österreich, zeigt strukturelle und politischen Verfehlungen beim Thema Inklusion auf und geht auf die Zusammenhänge zwischen Bildung, Inklusion und (Tanz-)Kunst ein. Der empirische Teil fokussiert die Perspektive von Lehrenden zu diesen Themen. Mittels der Durchführung teilnehmender Beobachtungen und Interviews mit Lehrenden, die an einem Aktionstag von MellowYellow teilgenommen haben, erforschen wir, wie diese die Wirksamkeit des Projekts MellowYellow im Hinblick auf die Inklusion behinderter Menschen bewerten.

14.00-16.00 Uhr

Die Programmpunkte finden parallel statt, bitte wählen Sie einen der beiden aus.

Raum S.E.12

Martin Schenk, Coach

Schlaf hinter Gittern. Strukturelle und institutionelle Faktoren
Patricia Thier, Rebecca Pfeiffer, Lilly Brandstetter, Verena Kogler

In unserer Forschungsarbeit beschäftigen wir uns damit, die strukturellen und institutionellen Faktoren aufzuzeigen, die die Schlafqualität von männlichen Inhaftierten im Strafvollzug beeinflussen können. Mithilfe der Befragung von Inhaftierten sowie Sozialarbeiter*innen der Justizanstalt Korneuburg, konnten wir dieser Thematik nachgehen.

 

Endlich schlafen?! Faktoren, die den Schlaf von jungen geflüchteten Menschen in Österreich beeinflussen.
Viktoria Serth, Lisa Paur, Nora Kilany, Lea Bienzle

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Schlaf von jungen geflüchteten Menschen und untersucht, welche Faktoren einen Einfluss darauf haben. Dafür wurden junge Afghanen im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Asylantrag in Österreich interviewt. Nicht nur die Schlafqualität seit der Ankunft in Österreich, sondern auch in der Phase der Flucht und davor im Heimatland werden dabei beleuchtet.

 

"Wenns ganz oarsch ist, dann leg ich mich irgendwo auf die Bank" Eine Analyse zu Obdachlosigkeit und Schlaf in Wien
Peter Funk, Nina Mössler, Nelly Platzer, Marie Katschthaler, Anna Meschnig

Obdachlose Personen in Wien stehen - wenn es ums Schlafen geht - vor verschiedenen Herausforderungen, denn es gibt viele Faktoren, die auf ihre Schlafqualität einwirken. So beeinflussen bauliche Hindernisse, Anrainer*innen, Passant*innen und Vertreibungspolitik an welchem Ort und zu welcher Zeit sie schlafen können.

 

Schlafqualität von Sozialarbeiter*innen - Krisenzentren im Blick
Katharina Berger, Lisa Weisse, Lukas Tanzer, Hannah Baumgartner

"Schlaf ist so etwas Kostbares." Sozialarbeitende in Krisenzentren arbeiten Nachtschicht und sind von Klient*innen bis hin zum System der Sozialverwaltung vielen Faktoren ausgesetzt, die den Schlaf beeinflussen.

Raum S.E.02

Barbara Schörner, Christine Würfl

Status Quo, Implementierungsformen und Auftrag der Schulsozialarbeit in Österreich
Kolarsky Katharina, Haselberger Victoria, Muhsil Stefan, Zeilinger Karoline

Trotz zunehmender Bedeutung der Schulsozialarbeit und des Ausbaus des Arbeitsfeldes, ist das Berufsbild in Österreich nach wie vor nicht einheitlich beschrieben. Dies gab den Anstoß zur quantitativen Forschung, die in dieser Arbeit dargelegt wird. Die leitenden Forschungsfragen beziehen sich auf die aktuelle Beschäftigungssituation, die unterschiedlichen Implementierungsformen und den Auftrag der Schulsozialarbeit. Mittels online Befragung der Schulsozialarbeiter*innen wurde erhoben, dass der Auftrag der Träger in Bezug auf die Schulsozialarbeit voneinander abweicht, die Implementierungsformen die Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit beeinflussen und der Status Quo zeigt unter anderem auf, dass es aktuell zu wenig Schulsozialarbeiter*innen im Verhältnis zu Schüler*innen in Österreich gibt. Umso dringlicher ist es, eine fundierte fachliche Positionierung des Rollenverständnisses zu etablieren.

 

Aufgaben, Methoden und Adressat*innen der Schulsozialarbeit in Österreich
Shabani Alemshahe, Maxfield Alessandra, Malaj Altina, Clausen Vanessa

In dieser Forschungsarbeit wird auf die Schulsozialarbeit in Österreich eingegangen, insbesondere auf das Berufsbild aus Sicht der Schulsozialarbeiter*innen. Über die Bandbreite des Aufgaben- und Methodenprofils von Schulsozialarbeit lassen sich aus der Literatur unterschiedliche Sichtweisen ableiten. Die vorliegende Arbeit nimmt sich dieser Thematik an und arbeitet aus, welche Aufgaben und Methoden den beruflichen Alltag der österreichischen Schulsozialarbeit dominieren und, wen sie damit erreichen. In der Arbeit wird sowohl ein theoretischer Teil wie auch eine quantitative Studie als online-Erhebung konzipiert.

Als zentrales Ergebnis lässt sich festhalten, dass Einzelfallhilfe und individuelle Beratung von Schüler*innen im Fokus stehen. Diese Arbeit soll das Professionsverständnis von Schulsozialarbeiter*innen klar definieren, da dies bis heute noch ausständig ist.

 

Tätigkeitsfelder, Kooperation und Kompetenzen der Schulsozialarbeit in Österreich
Verena Reznicek, Lara Deixler, Anna Schellhorn, Claudia Scharwitzl, Sophie Lackner

Ausgehend vom Steckbrief des Bundesministeriums über das Berufsprofil der Schulsozialarbeit, lassen sich konkrete Tätigkeitsbereiche für die Praxis der Schulsozialarbeit definieren. Die vorliegende Forschungsarbeit holt das Selbstverständnis der Schulsozialarbeiter*innen bezüglich ihres Berufsprofils ein und stellt dieses der bereits existierenden Theorie gegenüber. Als Forschungsinstrument diente ein Online-Fragebogen, der an alle Schulsozialarbeiter*innen in Österreich versendet wurde. Der Fokus dieser Arbeit soll auf der Auswertung der Themenfelder "Tätigkeitsfelder", "Kooperationen" sowie "Kompetenzen" liegen.

Im Hinblick auf das Professionsverständnis der Schulsozialarbeiter*innen lässt sich aus den Forschungsauswertungen ableiten, dass kommunikative und intervenierende Kompetenzen vom Großteil der Befragten als essentiell für den Berufsalltag in der Schulsozialarbeit benannt wurden.

 

Qualifikationen, Qualitätssicherung und Perspektiven im Berufsfeld der Schulsozialarbeit
Florian Ecker, Cora Hajszan, Jim Weber, Sophia Widman

Durch die Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit in Österreich entstand die Nachfrage nach einem wissenschaftlich fundierten Berufsbild von Schulsozialarbeiter*innen. Daher befasst sich die vorliegende Forschungsarbeit mit Qualifikationen, Qualitätssicherung und Perspektiven von Schulsozialarbeit. Hierzu wurde eine quantitative online Befragung als Vollerhebung, unter österreichischen Schulsozialarbeiter*innen, durchgeführt. Als zentrale Ergebnisse lassen sich festhalten, dass der Bereich der Qualifikation einheitlich und weiterbildungsintensiv ist, die schriftliche Dokumentation ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung darstellt und zu den wichtigsten fachlichen Perspektiven die Präventionsarbeit zählt. Diese Arbeit kann zur Standardisierung der österreichischen Schulsozialarbeit beitragen.

16.15-18.15 Uhr

Die Programmpunkte finden parallel statt, bitte wählen Sie einen der beiden aus.

Raum S.E.12

Anna Fischlmayr, Lina Daniel

Alltag im institutionellen Kontext
Sarah Denise Dicke, Nicole Horejs, Laura Marie Hödl

Der Alltag in einer Institution, hier für wohnungslose Mütter und ihre Kinder, gestaltet sich oftmals anders als zu Hause. Vieles wird vorgegeben, Klient*innen müssen sich neu positionieren. Wie der Alltag gelingend gestaltet werden kann und welche Strukturen es dafür benötigt, sind die Aspekte mit denen wir uns beschäftigen möchten.

Im Zuge der Forschungsarbeit haben wir uns dafür entschieden die Klient*innen in leitfadengestützten Interviews zu befragen, um aus den Ergebnissen Rückschlüsse für die Praxis ziehen zu können.
Dabei konnten wir in ersten Ergebnissen feststellen, dass unter anderem der Kontakt mit der Sozialen Arbeit für die Klient*innen eine wesentliche Rolle spielt aber auch die festgelegten Regeln und das Freizeitangebot der beforschten Einrichtungen.

 

Umgang mit Gewalt im Kontext weiblicher* Wohnungslosigkeit in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Fabian Edelmüller, Denise Katan, Edith Hautzinger

Ziel unserer Arbeit ist, Gewalt bei wohnungslosen Frauen* in den Fokus zu rücken, und den Umgang der Einrichtungen mit Gewalt die Frauen* erleben, hervorzuheben.

Es handelt sich um eine empirische Forschungsarbeit mit qualitativem Zugang. Zur Datengewinnung werden leitfadengestützte Interviews genutzt, angelehnt an die Methode des Expert*inneninterviews. Im Zuge dieser Interviews wurden Sozialarbeiter*innen in der Wiener Wohnungslosenhilfe befragt.

Anhand der bisherigen Datenerhebung ist ersichtlich, dass das Thema Gewalt an Frauen* in den Einrichtungen präsent ist. Im professionellen Kontext der Sozialen Arbeit scheint Bedarf an aufsuchenden Angeboten im Bereich des Gewaltschutzes zu bestehen, um die Schwelle für Frauen* zu senken, die auf Grund von Stigmatisierungen vorherrschen.

 

Zugangsvoraussetzungen und Schwellen für Frauen* im Erstkontakt zu Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe
Cornelia Bufi, Christoph Maurer, Stephan Schweiger

Ziel unserer Arbeit ist es Aufmerksamkeit für verdeckte Wohnungslosigkeit zu schaffen und Faktoren seitens Einrichtungen und der individuellen Biografien von Frauen*, die Einfluss auf den Erstkontakt und die Inanspruchnahme von Unterstützungseinrichtungen haben, zu beleuchten. Den methodischen Rahmen unserer Arbeit stellen leitfadengestützte Interviews mit (ehemals) wohnungslosen Frauen* dar. Die Interviewleitfäden sind so gestaltet, dass narrative Erzählungen seitens der Betroffenen angeregt werden. Erste Ergebnisse unserer Befragungen geben Hinweise darauf, welche Veränderungen Frauen* den Schritt zu institutionellen Unterstützungsleistungen erleichtern würden.

Raum S.E.02

Persson Perry Baumgartinger, Vlatka Frketić

Wir laden Sie herzlich zu unserer Info-Markthalle ein. Die Forschungsgruppen präsentieren ihre Ergebnisse an folgenden drei "Marktständen":

Marktstand 1: Rassismus im Sprachgebrauch ausgewählter Student*innen der Sozialen Arbeit
Sophie Barousch, Büşra Doğru, Noushin Yousefi

Sprache und Rassismus sind Gegenstand unseres Alltages. Durch sprachliche Handlungen werden rassistische Denkmuster ausgedrückt. Auch in der Sozialen Arbeit spielt Rassismus eine wesentliche Rolle in der Arbeit mit BIPoC Klient*innen. Die Empfindlichkeit und das Schweigen von weißen Personen über Rassismus sind dabei wichtige Elemente. Welche rassistischen Begriffe und rhetorische Mittel benutzen weiße Student*innen der Sozialen Arbeit unwissend und wie können diese aufgedeckt werden? Um diese Forschungsfrage beantworten zu können wurden zuerst anhand unterschiedlicher Literatur der Begriff Rassismus näher definiert und die Theorien dazu erläutert. Mit der Forschungsmethode der transkriptbasierten Reflexion wurden Diskussionsrunden mit den Teilnehmenden aufgenommen. Durch die Kritischen Diskursanalyse nach Reisigl/Wodak (2001) kann dargestellt werden, inwiefern Sozialarbeiter*innen den Begriff Rassismus sowie Diskriminierungsstrukturen mit anderen Worten relativieren und subjektiv bewerten.

 

Marktstand 2: Sprachanpassung in Bezug auf geschlechtergerechte Formulierungen bei Studierenden der Sozialen Arbeit
Šejla Abazović, Tobias Born, Iris Fichtner, Lena Wannamacher

Unsere Forschung verfolgt das Ziel, die Anpassung der Sprache in Bezug auf geschlechtergerechte Formulierungen in informellen Gesprächssituationen bei Studierenden der Sozialen Arbeit an der FH Campus Wien kritisch zu ergründen. Die Forschung wurde im Rahmen einer transkriptbasierten Reflexion unter vier exemplarisch ausgewählten Studierenden des Studiengangs durchgeführt und gesprächsanalytisch untersucht sowie mit bestehenden Forschungserkenntnissen in Bezug gesetzt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass zumindest unter den Studierenden der Versuchsgruppe nur eine geringe sprachliche Anpassung in Bezug auf geschlechtergerechte Formulierungen stattfindet, da der Gebrauch geschlechtergerechter Formulierungen fest im Sprachduktus der Studierenden verankert ist. Gleichzeitig zeigt die Arbeit, dass weiterer Forschungsbedarf in Bezug auf diverse individuelle und situationsabhängige Einflussfaktoren in Gesprächssituationen besteht.

 

Marktstand 3: Weiße Privilegien in der Sozialen Arbeit
Petra Bernhard, Kristina Dareb, Alina Luger

Im ersten Teil der Forschungswerkstatt haben wir uns intensiv mit der Theorie von kritischem Weißsein beschäftigt, der Fokus lag dabei auf der Geschichte des kritischen Weißseins im englischsprachigen und im deutschsprachigen Raum sowie weiteren Theorien, die sich mit den Thematiken Rassismus undPrivilegien auseinandersetzen. Außerdem haben wir uns mit dem Ansatz des kritischen Weißseins und deren Funktion in der Sozialen Arbeit beschäftigt. Mit unterschiedlichen Inputs haben wir in der Kleingruppe Diskussionen zum Thema geführt und diese anhand der Methode der transkriptbasierten Reflexion erarbeitet. Im Zentrum unserer Analyse der Transkripte, die wir mithilfe der Kritischen Diskusanalyse durchführen, liegt das Interesse auf unseren eigenen Rassismen und unseren weißen Privilegien und wie wir diese für die sozialarbeiterische Praxis einsetzen und reflektieren können.

18.30-20.30 Uhr

Raum S.E.12

Stefanie Mayer, Andreas Schadauer

Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe aus der Perspektive Betroffener – eine qualitative Analyse
Arnold Kubovec, Hannah Reiter, David Zaiser

Bei Auseinandersetzungen mit dem Thema Obdachlosigkeit wird der Perspektive Betroffener selten Beachtung geschenkt. Daher zielt diese Arbeit auf die Sichtbarmachung der Perspektive von obdachlosen Menschen ab. Mittels Durchführung problemzentrierter Interviews mit narrativen Anteil werden die Gründe ermittelt, weshalb Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe nicht genutzt werden. Die Forschung stützt sich dabei auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Kategorisierungen von Obdachlosigkeit, sowie einer Analyse von Obdachlosigkeit in Österreich. Die durchgeführten Interviews wurden mithilfe qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Ausgehend von der Datenlage soll schlusszufolgern sein, in welchen Bereichen - beispielsweise Personal – Verbesserungswünsche vorhanden sind.

 

Menschen mit einer intellektuellen Behinderung und deren Zugang zur Sexualassistenz
Maral Sayyah, Sarah Passweg, Laura Apsner

Um Transparenz in die Frage "Inwieweit kann die Soziale Arbeit die Akzeptanz und Gewährleistung von Sexualassistenz für Menschen mit einer Behinderung in Österreich fördern?" zu bringen, werden Perspektiven für die Soziale Arbeit erforscht. Um auf vermeintliche Tabuisierungen hinzuweisen und die Gewährleistung von Sexualassistenz zu fördern, wurden problemzentrierte Interviews mit diversen Expert*innen aus der Sozialen Arbeit geführt. Ausgewertet wurde durch die qualitative Inhaltsanalyse mit Fokus auf den Themen Fremdbestimmung, Spannungsfeld Sexualität und dem Zugang zur Sexualassistenz. Die Erfahrungsberichte zeigten, dass die Problemstellungen auf struktureller, institutioneller und persönlicher Ebenen basieren. Schlussfolgernd kann gesagt werden, dass alle befragten Expert*innen der Meinung sind, dass die Sichtbarmachung der Sexualassistenz essentiell ist.

 

Jugendarbeitslosigkeit im Kontext arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen
Lisa Herrsch, Anika Weber

Die Thematik der Jugendarbeitslosigkeit könnte kaum brisanter sein, gerade in Zeiten der Pandemie. In diesem Kontext gewinnen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen immer mehr an Bedeutung. Doch wie erleben und erfahren die Jugendlichen die Teilnahme an der arbeitsmarktpolitischen Maßnahme und lassen sich in ihren Aussagen Formen von Diskriminierung finden? Durch mehrere problemzentrierte Interviews, mit Personen im Alter von 15-17 Jahren, welche sich zum Zeitpunkt der Gespräche in einer solchen Maßnahme befunden haben, sollen etwaige soziale Ungleichheiten und/oder Benachteiligungen aufgezeigt werden. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse werden Kategorien gebildet, um Mechanismen von Diskriminierung festhalten zu können.

Externe Veranstaltung bei wohnpartner 15.30 bis 17.30 Uhr

Einladung (PDF 604 KB)

wohnpartner-Zentrale, Guglgasse 7-9, 1.OG, 1030 Wien

"Das ist wirklich ein kreatives Miteinander!" Kunst und Kultur- in der Gemeinwesenarbeit am Beispiel des Wiener Gemeindebaus
Walther Hohenbalken, Madlen Neugebauer


Autonomie und Selbstorganisation im Kontext von institutioneller Förderung durch wohnpartner Wien
Lena Marie Pruckner, Jakob Braun, Tabea Strobl, Jakob Stickler, Olga Thelen

Die vorliegende Arbeit beschäftigt damit, wie institutionelle Gemeinwesenarbeit zur Förderung von Selbstorganisation und selbsttragenden Strukturen im nicht-institutionellen Kontext beitragen kann. Ausgangspunkt sind die Wohnhausanlage Ruthnergasse, dessen BewohnerInnenzentrum (BWZ), sowie der Treffpunkt RUGA. Der Theorieteil beinhaltet Definitionen der Begriffe Kultur, Partizipation und Gemeinwesenarbeit und Kapitel über den Wiener Gemeindebau, die Institution wohnpartner und das BWZ Ruthnergasse. Im empirischen Teil werden 6 Interviews mit Bewohner*innen der Ruthnergasse sowie Mitarbeiter*innen des BWZ und der RUGA ausgewertet und interpretiert. Neben Erkenntnissen zu förderlichen und hinderlichen Faktoren von Selbstorganisation und Partizipation, der Rolle wohnpartners und den emotionalen Bezügen, werden die unterschiedlichen Bedürfnisse nach Autonomie und Begleitung von aktiven Bewohner*innen deutlich.

 

Wie können Theateraufführungen und Theaterworkshops im Gemeindebau aus Sicht Professionist*innen zu Empowerment führen?
Lucia Bodenhofer, Catharina Cudly, Janine Leeb

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Theater im Gemeindebau zu Empowerment führt. Im Zuge dieser qualitativen Studie zu Kunst und Kultur im Gemeindebau, wurden drei Experten zum Thema Theater befragt. Die theoretische Basis stellt die Definition von Empowerment, die Geschichte des Theaters und des Gemeindebaus, sowie Augusto Boal´s Theater der Unterdrückten, dar. Im empirischen Teil werden die Interviews anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring dargestellt. Ziel dieser Forschungsarbeit ist es aufzuzeigen, wie und auf welcher Ebene Theater zu Empowerment führen kann.

Dabei liegt der Fokus speziell auf marginalisierte Gruppen des Gemeindebaus, die wenig Zugang und Bezug zu Theater in Wien haben. Die persönliche interaktive Erfahrung mit Theater regt einen Bewusstmachungsprozess an, der dazu beiträgt, dass Betroffene ihre Stärken, Wünsche, Ressourcen und Möglichkeiten erkennen. Tools die ein selbstbestimmtes Leben fördern.

 

Der 1. Wiener Gemeindebauchor. Ein Beispiel der Gemeinwesenarbeit bei wohnpartner in Wien
Anna Altendorfer, Simon Ouguehi, Kerstin Swaton, Christina Tschech

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, was die verschiedenen Beweggründe für die Teilnahme am ersten Wiener Gemeindebauchor sind. Welche Kriterien sind aus Sicht der aktiven Teilnehmer*innen für die Partizipation des Gemeindebauchors relevant?

Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde der Ansatz einer qualitativen Forschung gewählt und ein Interviewleitfaden erstellt, welcher auf die Dimensionen, Niederschwelligkeit, soziale Kontakte, Musik sowie Ausgleich und Bereicherung, abzielt. Bei den Befragungen wurden vier Teilnehmer*innen sowie zwei Professionist*innen interviewt.

Durch die Niederschwelligkeit ist die Teilnahme am Chor kostenlos. Zudem wird der Chor aktiv genutzt, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Weiters spiegelt sich die Liebe zur Musik in allen Interviews wider. Außerdem wird auch das Gemeinschaftsgefühl der Chorgruppe durch das regelmäßige Proben sehr gestärkt.

 

Hip Hop im Gemeindebau
Brandstätter Anna, Cristian Iulia, Escobar Castillo David, Huber Caroline, Stromenger Michael

Der vorliegende Forschungsbericht soll darstellen, wie Hip-Hop die Identitätsbildung der Jugendlichen aus Perspektive der Mitarbeiter*innen des Musikprojekts „Hip-Hop im Gemeindebau“ beeinflusst. Das Projekt entstand aus der Zusammenarbeit von der Jugend- und Gemeinwesenarbeit im 21. Wiener Gemeindebezirk. Zum aktuellen Zeitpunkt (Mai 2022) befindet sich das Projekt in der Anfangsphase, im Sommer sollen erste Workshops für Jugendliche stattfinden.

Im theoretischen Teil wird zuerst erläutert, wie und warum Musik als Medium in der Sozialen Arbeit Verwendung findet. Weiters werden Aspekte der Gemeinwesenarbeit und der Jugendarbeit diskutiert. Für den empirischen Teil wurden Interviews mit Mitarbeiter*innen von wohnpartner, Jugendzentren und Science Communications geführt und ausgewertet. Die Ergebnisse verweisen auf die Komplexität des Konzeptes Empowerment in der Arbeit mit Jugendlichen und auch auf das Problem der Differenz in der Wahrnehmung und Interpretation der Lebenswelt Jugendlicher.

Studiengänge