Operationssaal-Innovation Center

Zu Forschungs- und Ausbildungszwecken richtet die FH Campus Wien gemeinsam mit PartnerInnen aus dem Gesundheitswesen einen auf dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten High-Tech-Operationssaal am FH-Standort in Wien-Favoriten ein. Nach erfolgter Inbetriebnahme wird der OP-Bereich in einer zweiten Bauphase um eine Intensivstation erweitert. Danach ist es möglich, den klinischen PatientInnenpfad von der Diagnostik über die Operation bis hin zur intensivmedizinischen Nachsorge gesamtheitlich zu betrachten und zu analysieren. So können beispielsweise beteiligte Unternehmen Prototypen medizintechnischer Geräte noch vor Markteintritt im OP testen. Auf der akademischen Seite unterstützt die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden (OTH-AW) das Projekt, aus der Praxis bringt der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) seine Erfahrung als OP-Betreiber ein. Das interdisziplinäre Forschungsteam leistet unter diesen praxisnahen und innovativen Forschungsbedingungen einen entscheidenden Beitrag, um Wien zu einem führenden Standort für OP-Innovationen zu machen.

Das macht den OPIC aus:

  • Health Care mit Fokus auf patientInnenzentrierte Behandlung
  • Forschung
  • Ausbildung
  • Wirtschaft und Industrie mit Schwerpunkt auf Technologien, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit

Chronologie

  • Frühjahr 2013: Idee eines Forschungs-Operationssaales an der FH Campus Wien
  • Herbst 2013: erste Unternehmenskontakte auf der Futur OP Konferenz
  • April 2014: Besuch von TRILUX Medical
  • Mitte 2014: Einstieg von Mann + Hummel Vokes Air in das Projekt
  • Dezember 2014: Übermittelung der Informationen Ausschreibung an die Wirtschaftsagentur Wien
  • Januar bzw. Juli 2015: Einreichung der ersten und zweiten Phase mit anschließendem Hearing im Dezember, Einholung diverser ExpertInnenmeinungen sowie eine umfängliche Projektvorstellung
  • 4. Dezember 2015: Zusendung des unterschriebenen Fördervertrages der Wirtschaftsagentur Wien
  • April 2016: Start des Projektes
  • November 2017: Abschluss der Bauphase mit feierlicher Eröffnung

Forschungsschwerpunkte

Die Praxisnähe des OPIC schafft beste Voraussetzungen für Forschung in den Bereichen Health Care Research und Smart & Green Technologies.

  • Mithilfe der außergewöhnlichen Infrastruktur lassen sich etablierte und neue Medizin-, Lüftungs-/Kühlungs- und Informationstechniksysteme in der speziellen OP-Umgebung testen, evaluieren und weiterentwickeln.
  • Neben der Medizintechnik gilt ein Forschungsschwerpunkt Simulationsmodellen, die den Workflow abbilden.
  • Computerunterstützte OP-Planung und -Durchführung sind ebenso forschungsrelevant wie die Dokumentation und Optimierung des hohen Energiebedarfs im OP.
  • Der Einsatz neuer Lüftungstechnik soll vor allem im Rahmen von Studien analysiert und weiterentwickelt werden, um Infektionsrisiken zu minimieren.
  • Optimierungen in den Bereichen Energieverbrauch, Beleuchtungstechnik sowie der Videokonferenzsysteme stellen weitere Forschungsfelder dar.

Die FH Campus Wien forscht in den Departments Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Geundheitswissenschaften, Pflegewissenschaft, Public Sector, Soziales sowie Technik.

Third Mission "Forschen für und mit der Gesellschaft"

Das OPIC verbessert die Lehr- und Lernumgebung und trägt dazu bei, innovative Produkte und Ideen voranzutreiben. Darüber hinaus möchten wir im Bereich Gesundheit einen gesellschaftlichen Mehrwert  und dafür einen Open Space schaffen.

Grundriss OPIC

Team

Als Lead agiert die Forschungs- und EntwicklungsGmbh der FH Campus Wien. Die FH Campus Wien integriert die gewonnenen Erkenntnisse in die Lehre und übernimmt das Projektmanagement des OPIC.

ProjektpartnerInnen aus der medizintechnischen Wirtschaft liefern Material und Ausstattung, sowie Unterstützung in der medizintechnischen Planung.


PartnerInnen

gsm – Gesellschaft für Sicherheit in der Medizintechnik

gsm-Gesellschaft für Sicherheit in der Medizintechnik hat ein ExpertInnenteam aufgebaut, das bei der Hausforderung von Neu- oder Umbauprojekten im Gesundheitssektor planend und beratend unterstützt. Tailormade Lösungen für die Besonderheiten jedes einzelnen Betriebes, zeichnen das Unternehmen aus.

Weitere Informationen:
www.gsm.at

gsm-Gesellschaft für Sicherheit in der Medizintechnik Logo

Erwartungen an das Projekt

Der OP-Saal ist zentraler Ort der Leistungserbringung des Klinikums und aufgrund hochkomplexer Prozesse und erforderlicher hochtechnischer Ausstattung ebenso Mittelpunkt der Kostenentstehung.

  • Erprobung vielseitiger Planungskonzepte
  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit Partnern aus der Industrie
  • Erforschung technischer sowie betriebsorganisatorischer Möglichkeiten

Forschungsspektrum Medizintechnik Planung

  • Überprüfung, Verbesserung sowie Ableitung neuer Standards hinsichtlich Raumerfordernisse sowie der technischen Ausstattung des OPs
  • Analyse unterschiedlicher Aussattungsvarianten
  • Optimierung sämtlicher Prozessabläufe im OP
  • Praktische Überprüfung sowie Adaptation verschiedener Simulationsmodelle

MANN + HUMMEL

Als Spezialist für TAV-Deckensysteme beschäftigt sich MANN+HUMMEL Vokes Air seit mehr als 40 Jahren mit der Reduktion von postoperativen Infektionen und Luftverunreinigungen in OPs. Die Produkte erhöhen tagtäglich die Sicherheit der PatientInnen, während schwieriger Operationen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der TAV-Decken, die Wissensweitergabe in nationalen und internationalen Normen-gremien sowie mehr als 5000 Referenzen weltweit ergeben eine hohe Produktqualität und Ausführungssicherheit für unsere KundInnen.

Weitere Informationen:
www.vokesair.com oder www.mann-hummel.com

MANN und HUMMEL Logo

Erwartungen an das Projekt

  • Test und Verbesserung neuer Produkte
  • Versuche in Punkto Messtechnik durch die praxisnahe Funktionalität
  • Erwerbung qualifizierter junger MitarbeiterInnen
  • Entwicklung neuer innovativer Produkte
  • Verbesserung der Flexibilität in Bezug auf Normen
  • Schließung nationaler und internationaler Partnerschaften
  • Gemeinsame Projekte, welche wiederum in die Produktentwicklung zurückfließen

TRILUX Medical

Der Medizintechnikspezialist TRILUX Medical mit Sitz in Arnsberg ist in der Leuchtenindustrie entstanden. Das Unternehmen hat es geschafft, das innovative und effiziente Know-how aus dem Lichtbereich direkt auf das gesamte Medizintechnikportfolio zu übertragen und somit eine einzigartige Synergie zu schaffen. Das Zusammenkommen von gebündelter Erfahrung aus der Lichttechnik mit Medizintechnikprofis garantiert die Entwicklung effizienter und zuverlässiger Medizinprodukte.

Weitere Informationen:
www.trilux-medical.com

TRILUX Logo

Erwartungen an das Projekt

  • Produktverbesserung
  • Entwicklung neuer Produkte
  • Problembehebung durch praktische Nutzung der Produkte mit dem Ziel einer möglichen Weiterentwicklung
  • Realistische Tests von Prototypen
  • Erweiterung des eigenen Netzwerks
  • Schließung neuer Partnerschaften
  • Erwerb qualifizierter junger MitarbeiterInnen

Mögliche Forschungsthemen

  • Bedienungslose Steuerung von OP Leuchten, Versorgungseinheiten, OP-Tischen und OP-Integrationssystemen
  • Vernetzung im OP-Saal und die Datenbe- und -verarbeitung zur Unterstützung bei der Behandlung und zur späteren Auswertung nach der Behandlung
  • Software zur Effizienzsteigerung im OP

 

 


Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden

Die Ostbayerische Technische Hochschule Weiden, kurz: OTH Weiden, ist in der Oberpfalz beheimatet. Ihre geographische Lage in der Mitte Europas versteht sich als Basis für interkulturelles Denken und motiviert für ein fundiertes Studium. Weltoffenheit, vielfältige Studien- und Freizeitmöglichkeiten sowie ein exzellenter Arbeitsmarkt zeichnen Weiden aus. Die OTH Amberg-Weiden pflegt einzigartige Kooperations- und Partnerschaftsmodelle mit Unternehmen, die einen direkten Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen Lehre und Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft garantieren.

Weitere Informationen:
www.oth-aw.de

Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden Logo

Erwartungen an das Projekt

  • Test und Verbesserung neuer Produkte
  • Entwicklung neuer Produkte
  • Intensiver Austausch in der praxisorientierten Lehre
  • Test, Schulung, Weiterentwicklung, Demonstration von neuen und bestehenden OP-Technologien, Medizin-, Haus- und Gebäudetechnik
  • Zugang zu neuen Technologien
  • Berufliche Qualifikation
  • Strategische Partnerschaften
  • Umsetzung und Kommerzialisierung innovativer Ideen

Fördergeberin

Wirtschaftsagentur Wien

Der Hybrid-OP hat System

Allein in Deutschland gibt es bereits mehr als 200 hochspezialisierte Operationsräume, berichtet Clemens Bulitta von der Ostbayerischen Hochschule Amberg-Weiden bei den Campus Lectures. Er berät beim Aufbau des Operationssaal- Innovation Centers der FH Campus Wien.

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Campus Lecture zum Hybrid-OP

FH Campus Wien feiert Start des Operationssaal–Innovation Centers

Die FH Campus Wien beginnt gemeinsam mit PartnerInnen aus dem Gesundheitswesen am FH-Hauptstandort in Favoriten mit der Errichtung eines auf dem neuesten Stand der Technik ausgestatteten High-Tech-OP und schafft damit eine in Österreich einzigartige Forschungsinfrastruktur.

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Start des Operationssaal–Innovation Centers

Join Us

Das OPIC ist offen für Interessierte und verschiedene Formen der Kooperation - Events, Weiterbildungen, Trainings oder Forschungstätigkeit sind nur einige Möglichkeiten im OPIC. Wenn Sie Interesse an einer Beteiligung haben oder den OP nutzen wollen, dann schicken Sie eine Mail an opic@fh-campuswien.ac.at.

Wir melden uns so bald wie möglich, um Termine und Verfügbarkeiten zu klären.

Firmenbeteiligung (Sponsoring)

Die Einrichtung eines möglichst detailgetreuen und praxisnahen Operationssaals verlangt nach PartnerInnen mit innovativen Produkten, die  zur Realisierung unserer Vision beitragen können.
Nur mit High-End Produkten können wir den hohen medizinischen Ansprüchen genügen und ein möglichst detailgetreues OP-Erlebnis kreieren. Wenn Sie uns unterstützen möchten, kontaktieren Sie uns, vielleicht passen Sie mit Ihrem Unternehmen und Ihren Produkten zum OPIC.

Projektpartnerschaft (mit Industrie und Hochschulen)

Die FH Campus Wien, die größte Fachhochschulen in Österreich, arbeitet bereits mit verschiedenen PartnerInnen projektbezogen zusammen. Wir sind immer offen für neue Kooperationsmöglichkeiten, kontaktieren Sie uns! Aktuell befinden wir uns im Bau eines Operations- Innovation Centers am Standort Wien-Favoriten.

Internships

Das OPIC soll nicht nur zu Forschungs- und Schulungszwecken, sondern auch  für Bachelor- bzw. Masterarbeiten genutzt werden. Mögliche Themenschwerpunkte werden noch bekannt gegeben.