News vom 12.05.2022

Spring School 2022: Sozialwirtschaft und nachhaltige Entwicklung

Bei der Spring School des Masterstudiums Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit, die jährlich aktuelle Themen der Wissenschaft und Praxis aufgreift, standen dieses Jahr organisationale Konzepte, Strategien und Maßnahmen der Sozialwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung auf der Tagesordnung.

Redner und Publikum der Springschool 2022

Online-Konferenz mit internationalen Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis

Im Zentrum der Konferenz stand das Zusammenspiel von ökologischen und sozialen Themen und die Frage, welche Beiträge die Soziale Arbeit und sozialwirtschaftliche Organisationen global und lokal zur ökologischen und sozialen Transformation liefern können. Diskutiert wurden Strategien und Maßnahmen sozialwirtschaftlicher Organisationen für die eigene ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie zum Klimaschutz und wie Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen die Soziale Arbeit betrifft.

Keynote-Speaker*innen

  1. Helene Eller, Zürcher Kammerorchester (CH): Nachhaltigkeit in Nonprofit-Organisationen
  2. Steffen Lembke, Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. (D): Nachhaltigkeitsmanagement in der freien Wohlfahrtspflege
  3. Diane Holt, Leeds University Business School (UK): How social enterprises can contribute to the Sustainable Development Goals – a conceptual framework
  4. Lena Dominelli, University of Stirling (UK): Greening Social Work in Theory and Practice

Nicht nur seitens der Keynote-Speaker*innen war die Online-Konferenz international besetzt, auch die Teilnehmer*innen stammten aus unterschiedlichen Ländern wie Usbekistan, den Philippinen, Kolumbien, Deutschland und Österreich. Neben Studierenden beteiligten sich auch Praktiker*innen, Wissenschafter*innen und Alumni des Studiengangs. 

Planspiel Nachhaltigkeit – Testlauf für das Projekt eco3

Am zweiten Konferenztag stand ein Nachhaltigkeits-Planspiel auf dem Programm, das im Rahmen des Erasmus+ geförderten Projektes eco3 – Sustainability Management and Green Controlling in the Social Economy entwickelt wurde. Studierende beschäftigten sich mit der Frage, ob in einer fiktiven Organisation der Sozialwirtschaft Maßnahmen für ökologische und soziale Nachhaltigkeit umgesetzt werden sollen sowie mit strategischen Planungsprozessen. In einer praxisnahen Spielumgebung konnten die Studierenden die Perspektive des Managements, des Vereinsvorstands, des Betriebsrats, der Klient*innen, der Spender*innen sowie einer Projektgruppe einnehmen und Strategien, Ziele und Maßnahmen diskutieren und aushandeln. Das Eintauchen in eine Rolle, das Aushandeln von Forderungen und Anliegen und das Diskutieren bei der fiktiven Generalversammlung hat viele Erkenntnisse zur nachhaltigen Entwicklung in der Sozialwirtschaft gebracht. Während anfangs noch die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit im Vordergrund standen, wurde im Laufe der Auseinandersetzung auch die Notwendigkeit der Berücksichtigung sozialer und ökonomischer Belange erkannt und vertieft. Das Planspiel war eine gelungene Weiterführung der persönlichen Auseinandersetzung der Studierenden, die schon vor der Spring School anhand von Fachliteratur und einer lebhaften Diskussion in Online-Foren begann und durch die Online-Konferenz ergänzt wurde.        

Am dritten Tag der Spring School wurden in verschiedenen Settings die Effekte des Planspiels evaluiert, die Rückbettung ins Projekt eco3 angesprochen und der Transfer der Ergebnisse für die berufliche Praxis der Teilnehmer*innen reflektiert. Nicht zuletzt diskutierten die Lehrenden, wie die Learnings des Planspiels auch in andere Lehrveranstaltungen einfließen könnten.

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