News vom 17.12.2020

Das liegt (ihr) im Blut: Studierende unterstützt Grazer Covid-19-Studie

Eine Studie der Medizinischen Universität Graz bestätigt, dass Menschen mit der Blutgruppe O seltener an Covid-19 erkranken. Mit dabei im Forscher*innen-Team ist Maria Bemelmans, Studierende im Masterlehrgang Biomedizinische Analytik der FH Campus Wien.

Objektträger mit Blutproben

Masterarbeit als Wegbereiterin

Der Einstieg von Maria Bemelmans in das Grazer Forscher*innen-Team erfolgte über ihre Masterarbeit. Schon im Juli 2017 begann sie ihre Tätigkeit an der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin am LKH Graz im Fachbereich Immunhämatologie in der Routinediagnostik. Seit September 2019 studiert sie im berufsbegleitenden Masterlehrgang Biomedizinische Analytik an der FH Campus Wien. „Ich plante gerade mein Masterarbeitsprojekt und erkundigte mich bei der Forschungsgruppe klinisch-serologische Immunhämatologie und Blutgruppengenetik der Medizinischen Universität Graz nach aktuellen laufenden Forschungsprojekten, als ich das Angebot bekam, mich bei der Covid-19-Studie zum Einfluss von Blutgruppen auf das Erkrankungsrisiko zu beteiligen.“, erzählt Maria Bemelmans, „ich sagte sofort zu. Denn das war nicht nur eine großartige Möglichkeit meine Masterarbeit in einem aktuellen Wissenschaftsthema durchzuführen, sondern auch mit meiner Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Covid-19-Forschung beizusteuern.“

Die Studierende Maria Bemelmans beim Abholen der ersten Studienproben.

Die Methode auf dem Prüfstand

Jede Methode, mit der Forscher*innen Daten erheben, messen oder analysieren muss validiert werden. Das bedeutet, dass wissenschaftlich nachzuweisen ist, ob die für die Studie gewählte Methode für den Einsatzzweck geeignet ist und die nötigen Anforderungen erfüllt. Nur so wird sichergestellt, dass bei einer Studie verlässliche und reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden. Bei dieser Methodenvalidierung unterstützte Maria Bemelmans mit ihrer Expertise das Studienteam. „Ich habe die DNA-Isolierungen aus den SARS-CoV-2 positiven Rachenabstrichen, PCRs und Sequenzierungen durchgeführt, um so Analysen in humaner DNA zu ermöglichen, und beteiligte mich bei der Auswertung der Sequenzen und dem Datenmanagement.“, beschreibt die Studierende ihre Tätigkeiten. Mit Erfolg – denn zusätzlich zu einer hervorragenden Masterarbeit erhielt sie vorab – und somit vorübergehend auch eine Anstellung in der Forschung. Neben ihrer Routinetätigkeit in der Diagnose arbeitet Maria Bemelmans ab Jänner 2021 in der Forschungsgruppe der Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin mit.

Sprungbrett in die Forschung

Der Masterlehrgang Biomedizinische Analytik verschafft Absolvent*innen ideale Voraussetzungen, um sich in der Forschung an der Schnittstelle von medizinischer Grundlagen- und angewandter klinischer Forschung zu positionieren. „Es ist uns ein großes Anliegen, dass unsere Studierenden am aktuellen wissenschaftlichen Diskurs teilhaben und aktiv Forschungsprozesse an Kliniken, Universitäten oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen mitgestalten“, so Martina Fondi, Lehrgangsleiterin Biomedizinische Analytik.

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