News vom 02.03.2021

Wohnen und arbeiten am ehemaligen Bahnhofsgelände

Bachelorstudierende Architektur – Green Building planen ein dynamisches Stadtquartier auf der Bahntrasse des Wiener Westbahnhofs

zwei männliche Studierende vor Flipcharts, präsentieren dem Juror Pläne, auf einem Tisch stehen Architekturmodelle


Wo früher Züge verkehrten, soll Lebensraum für Wiener*innen geschaffen werden – dieser Herausforderung stellten sich in Gruppen die Studierenden im 3. Semester des Bachelorstudiums Architektur – Green Building. Vortragende Hildegard Sint und Michael Wildmann gaben den Studierenden zu erfüllende Eckpunkte für das neue Stadtviertel WienWest vor: Möglichkeiten zum Wohnen, Arbeiten, für Freizeit, Kultur und Bildung sollten zwischen der Felberstraße und den weiterhin bestehenden Bahngeleisen für eine bunte Nutzungsdurchmischung sorgen und damit zu einem dynamischen Stadtteil beitragen.

Handicap langgezogener Streifen

Das Baugrundstück zeichnet sich durch seine besondere Form aus – rund einen Kilometer lang und 70 Meter breit. Darauf soll eine lineare Stadt mit gleichzeitigen vertikalen Überlagerungen von Lebens- und Arbeitsweisen entstehen. Den Fokus sollten die Studierenden dabei auf leistbares Wohnen legen, das unterschiedliche Benutzer*innengruppen miteinander verknüpft und auch zu einer guten Vernetzung von Wohnen, Freizeit und Arbeiten beiträgt. Die genau definierten Wohnnutzer*innengruppen unterschieden sich in der Größe und ihren Anforderungen – so galt es ideale Wohneinheiten zu schaffen beispielsweise für Patchwork-, Flüchtlingsfamilien oder für Studierenden- oder Senior*innen-Wohngemeinschaften. Kleinere Einheiten brauchen etwa Pärchen, Alleinerziehende mit mehreren Kindern oder auch Alleinstehende, die wiederum Wohnen und Arbeiten direkt nebeneinander leben wollen und etwa eine angeschlossene Werkstatt, Büro oder Atelier bevorzugen.   

Alleine und doch eine Einheit

Jeweils vier oder fünf Studierende entwickelten Konzepte für einen Sektor, der sich in mehrere einzelne Plots unterteilte. Die Anschlüsse zu den benachbarten Sektoren waren fix vorgegeben, ebenso sollte ein 20 Meter breiter, unbebauter Grünstreifen als durchgehend grüne Ader und Begegnungszone für nichtmotorisierte Mobilität alle Sektoren miteinander verbinden.

Entwürfe und Modelle für Holz- oder Holz-Mischbauten präsentierten die Studierenden am Ende des Semesters den Vortragenden und den Gastkritiker*innen Irene Prieler, Veronika Felber und Bence Horvath.