Projektdetail

Verwaltung 4.0: Digitalisierung im Asset-Management von Verkehrsinfrastruktur der Stadt Wien

Laufzeit: 1.10.2019 bis 30.9.2022

Mit der digitalen Agenda Wien 2020 wurde im Jahr 2015 eine Strategie entwickelt, die sich mit dem Umgang mit Veränderungen durch Digitalisierung befasst. Planunterlagen von Verkehrsinfrastrukturbauwerken gehören durch ihren optischen Charakter und dem hohen Informationsgehalt zu den anspruchsvollsten Dokumentensorten, was Digitalisierung betrifft. In der Stadt Wien setzt sich die Planung auf Basis des BIM (Building Information Modeling) bei neuen Projekten zunehmend durch. Der Restbestand des Anlagevermögens der Gesamtverkehrsinfrastruktur liegt derzeit nur in analoger Form oder in eingescannten Papierplänen vor. Inwieweit ist eine Überführung von Bestandinfrastrukturbauwerken in ein zentrales digitales Modell sinnhaft, um es für die Instandhaltung, die Lebenszyklusbetrachtung bzw. für das Asset-Management zielführend verwenden zu können?

Ein digitales Tool ist dann erfolgreich, wenn es in die Organisationskultur und Arbeitsprozesse aktiv integriert wird, es die betreffenden Stakeholder akzeptieren und tatsächlich anwenden. Deshalb bedarf es neben einer technischen Machbarkeitsstudie durch das Kompetenzzentrum Bauen und Gestalten der Miteinbeziehung eines sozialwissenschaftlichen Fokus durch das Kompetenzzentrum für Verwaltungswissenschaften, um die Wechselwirkung zwischen Artefakten und Handelnden zu analysieren und sorgfältig darauf abzustimmen.

Im Zuge des Projekts werden konkrete technische Möglichkeiten für das Erhaltungsmanagement untersucht und mithilfe eines Pilotprojekts getestet. So kann eine Beurteilung der Vor- und Nachteile der Digitalisierung und eine Generalisierungs- und Übertragbarkeitsanalyse vorgenommen werden. Auf dieser Basis können Empfehlungen für ein digitales Modell zwischen den Polen der technischen Machbarkeit und sozialer Akzeptanz formuliert werden, die in der Stadtverwaltung im Rahmen des Asset-Managements bei Infrastrukturbetreibern integriert werden können.

Forschungsziele

  • Erstellung eines Leifadens zur Digitalisierung für Entscheidungsträger*innen im öffentlichen Sektor (Hauptziel)
  • Erfassung der Beziehungen zwischen der Technologie der Schrift und Visualisierung auf einer Seite und Wissen und Organisationskultur in der Verwaltung (Fallbeispiel Asset-Management) auf der anderen Seite
  • Entwicklung digitaler Bauwerksmodelle auf Basis von Bilddaten in Verbindung mit maschinellem Lernen und Pilot-Testen von ihrem Einsatz im Asset-Management von Verkehrsinfrastruktur der MA29 der Stadt Wien
  • Erhöhung von Chancengleichheit und Barrierefreiheit (im Sinne der Gender- und Diversitätsverhältnisse) bei der Implementierung digitaler Tools in öffentlicher Verwaltung

Fördergeber*in bzw. Auftraggeber*in


MA23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik Kontakt

MA 23 Ausschreibung: Call-Nr. 27 – "Digitalisierung aus inter- und transdisziplinärer Sicht"

Wissenschaftlicher Beirat

Ziele für nachhaltige Entwicklung der UNO

Industrie, Innovation und Infrastruktur

Nachhaltige Städte und Gemeinden

Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Projektleitung

> FH-Prof. DI Dr.techn. Markus Vill

Lehrgangsleiter Technische Gebäudeausstattung, Bau- und Sanierungstechnik für die Immobilienwirtschaft, Leiter Kompetenzzentrum für Bauen und Gestalten, Lehre und Forschung

Projektteam