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Sebastian Prohaska zum Thema Suchmaschinenoptimierung

Sebastian Prohaska lehrt im Masterstudium Technisches Management an der FH Campus Wien. Er ist Gründer der Online-Marketing- und SEO-Agentur ithelps.at.

Sebastian Prohaska im Interview


Als Unternehmer und Gründer der Online-Marketing- und SEO-Agentur ithelps.at unterrichten Sie auch als Gastvortragender im Masterstudiengang „Technisches Management – Vertiefung IT“. Wie passt das Thema Suchmaschinenoptimierung zu diesem Studiengang?

Im berufsbegleitenden Masterstudiengang Technisches Management bilden wir künftige Führungskräfte in IT-Berufen wie IT-ProjektmanagerInnen, Systemverantwortliche und IT-LeiterInnen aus. Bei vielen Onlineprojekten ist die Sichtbarkeit in Google besonders wichtig. Es ist mir ein Anliegen, den Studierenden die Maßnahmen, die zu optimierten Websites und besserer Auffindbarkeit führen, zu vermitteln. Anhand von Beispielen und Problemstellungen, die direkt von den Studierenden bzw. aus deren Industriezweigen kommen, diskutieren wir in der Lehrveranstaltung geeignete Lösungswege.

Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung von Search Engine Optimization ein? Wohin gehen momentane Trends und Entwicklungen?

Bei den meisten Webseiten ist Google die vorrangige Quelle für WebseitenbesucherInnen. Das wird auch noch länger so sein. Die Google-Suche wird sich nur den vielen verschiedenen Geräten anpassen müssen: 

  • Kühlschränke werden bald standardmäßig Displays verbaut haben, um mit diesen direkt den Nachschub einkaufen zu können. 
  • Alexa, Google Home, Siri und Co. werden immer intelligenter und können uns dadurch in Zukunft vieles im Alltag erleichtern. Allerdings wirft dieser Umstand auch Fragen auf, beispielsweise: Welches Restaurant soll genannt werden, wenn man mit diesen Geräten nach "der besten Pizzeria in der Nähe" sucht?
  • Wie wird Google sein Business-Modell verändern oder in der Voice Search einbauen können? Google-Werbung ist noch immer die Haupteinnahmequelle von Google. Bei der Voice Search gibt es derzeit keinen Platz für sieben Werbeanzeigen, wie es nach heutigem Stand bei der SERP (Suchergebnisseite) von Google der Fall ist. 

Als Webseitenbetreiber ist man noch immer gut beraten, gute und vollständige Informationen auf seiner Website bereitzustellen und auf eine gute technische Optimierung der Website zu achten. 

Als Gründer eines Beratungsunternehmens in der IT-Branche standen Sie sicher schon vor zahlreichen unternehmerischen Herausforderungen. Haben Sie spezielle Ratschläge für Studierende, die ein Unternehmen gründen wollen, nachdem Sie ihr berufsbegleitendes Technikstudium an der FH Campus Wien beendet haben?

Diese Frage wird mir oft gestellt. UnternehmerInnen verdienen in den ersten fünf Jahren durchschnittlich um 30 % weniger als KollegInnen in derselben Branche, die in einem Angestelltenverhältnis stehen. Schnell und viel Geld zu verdienen, sollte daher nicht der Grund dafür sein, UnternehmerIn werden zu wollen.

Als UnternehmerIn darf man nicht vergessen, dass man sich meist mit sehr vielen Nebenthemen beschäftigen muss: Vertrieb, Controlling, Recht, Steuern, MitarbeiterInnenführung etc. All diese Bereiche gehören zu einer erfolgreichen Unternehmensführung. Was die Vernachlässigung auch nur eines dieser Bereiche bedeuten kann, habe ich selbst erfahren müssen. Ich habe den Bereich Controlling sehr lange schleifen lassen, was uns fast den Kragen gekostet hätte.

Meine Top-Tipps für UnternehmensgründerInnen sind:

  • Umgib dich mit anderen Unternehmen und werde Teil eines Unternehmernetzwerkes (BNI, Rotary etc.).
  • Errechne dir dein minimales und maximales Umsatzziel. Ohne zu wissen, wie viele KundInnen oder wie viel Umsatz du genau benötigst, fischst du im Trüben.
  • Habe Geduld und lege einen hohen Fokus auf Arbeitseinsatz. 
  • Bilde dich ständig weiter. Wenn du eine Schwäche in einem Bereich oder Thema hast, lies ein Buch, schau Dir YouTube-Videos an oder besuche Seminare. 

Studiengang

Technisches Management

Masterstudium, berufsbegleitend

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