Projektdetail

Holzbau 4.0 Entwicklung von kollaborativen Bau- und Planungssystemen im mehrgeschossigen Holzbau

Laufzeit: 1.1.2021 bis 1.7.2021

Der Holzbau, als eine der wichtigsten Strategien zum Erreichen der Klimaziele im Bausektor in Österreich, beschränkt sich hauptsächlich auf den Einfamilienhaus-Sektor und ist auch firmenmäßig sehr kleinteilig und regional strukturiert. Im großvolumigen Wohnungsbau und im urbanen Raum ist der Holzbau-Anteil sehr gering und wird nach wie vor von größeren Playern dominiert.

Überregionale Entwicklungen wie die Digitalisierung und der Fachkräftemangel bewirken strukturelle Veränderungen der derzeitig sehr handwerklich organisierten Baustelle und erfordern neuartige Denkweisen und Arbeitsprozesse, die vor allem für kleine und mittelgroße Unternehmen große Herausforderungen darstellen aber auch eine Chance sind.

Um einerseits die kleinteilige Struktur der Holzbauunternehmen zu nutzen und anderseits dem großvolumigen Wohnbau zu ökologisieren, zielt das Qualifizierungsseminar darauf ab durch kooperative Arbeitsweisen der Holzbauunternehmen die Chancen der digitalen, regionalen und kleinteiligen Produktionsstruktur zu nutzen und durch Vernetzung und Systematisierung - Synergieeffekte und Effizienzsteigerung zu generieren und den Schritt zum großvolumigen Maßstab mit einer klimatisch verträglichen Bauweise zu schaffen.

Diese kooperative Arbeitsweise erfordert neuartige Denk- und Handlungsmuster. KMU müssen deren innovative Chance erkennen und den Willen zur Zusammenarbeit entwickeln, um dann als Vorreiter aus dem Qualifizierungsseminar zu gehen.

Forschungsziele

  • Steigerung der Qualifikation der Unternehmen über die Vorteile, Herausforderungen und technischen Lösungen für kooperative Arbeitsweisen, damit die KMUs durch Synergieeffekte und Systematisierung, und mittels digitaler, regionaler und kleinteiliger Produktionsstruktur den mehrgeschossigen Holzbau leistbar in Zukunft anbieten können.
  • Etablierung von neuartigen Denkweisen und Arbeitsprozesse aufgrund der überregionalen Entwicklungen wie die Digitalisierung und der Fachkräftemangel.
  • Etablierung eines kollaborativen zwischenbetrieblichen Arbeits-und Produktionsverhältnisses von mehreren KMU’s.
  • Nachhaltige Vernetzung zwischen den Unternehmen und den vortragenden Expert*innen, Aufbau von Kooperationen.
  • Anhand eines fiktiven Übungsprojektes werden Schnittstellen definiert, Hemmnisse abgebaut und Wissen gebündelt mit dem Ziel, innovative Lösungsansätze zu entwickeln.

Kooperationspartner*innen

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft mbH

Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich
ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH

Dietrich Untertrifaller Architekten

Forschungsbereiche

Sustainability and Design

Sustainable Development Goals

9 Industry, Innovation and Infrastructure
10 Reduced Inequalities
12 Responsible Consumption and Production

Projektleitung

Projektteam