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18.11.2016

Verpackungswirtschaft schafft laut FH-Studie 43.600 Arbeitsplätze in Österreich

Die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Verpackungswirtschaft für Österreich ist Thema einer Studie, die die FH Campus Wien und das Industriewissenschaftliche Institut (IWI) anlässlich des Verpackungstags gemeinsam verfasst haben.

Österreich ist ein Verpackungsland mit internationalen Marktführern

Die Verpackungsunternehmen erwirtschafteten 2015 einen Produktionswert von 4,6 Mrd Euro. Das entspricht 8 Prozent der gesamten Sachgüterproduktion. Den größten Anteil haben mit rund 1,5 Mrd Euro Umsatz die Hersteller von Verpackungen aus Kunststoff, gefolgt von den Maschinen- und Anlagenproduzenten mit rund 1,4 Mrd Euro Umsatz und den Herstellern von Verpackungen aus Papier/Karton mit rund 1,1 Mrd Euro Umsatz. Einige dieser Unternehmen sind – zum Teil als Marktführer – weltweit tätig. 2015 erzielten die Verpackungshersteller mit Firmensitz in Österreich einen weltweiten Umsatz von 16 Mrd Euro. Bezieht man auch die Hersteller von Verpackungsrohstoffen und von Maschinen und Anlagen ein, liegt der Gesamtumsatz bei rund 31 Mrd Euro.

Umsatz: Aus eins mach zwei

Umgelegt auf die österreichische Volkswirtschaft beläuft sich der gesamtwirtschaftliche Umsatz auf rund 9,2 Mrd Euro, mit einem zugehörigen Produktionswert von 8,4 Mrd Euro; das sind 1,4 Prozent des Produktionswerts der österreichischen Gesamtwirtschaft. „Das bedeutet, dass jeder Euro Umsatz der Verpackungsunternehmen in der gesamten Volkswirtschaft einen weiteren Euro Umsatz schafft und jeder Beschäftigte in der Verpackungsindustrie zwei weitere Jobs sichert“, so Herwig W. Schneider, Geschäftsführer des Industriewissenschaftlichen Instituts. Insgesamt sichern die Aktivitäten der Verpackungsbranche rund 43.600 Arbeitsplätze in Österreich.

Innovationshemmnis: fehlendes Fachpersonal

Laut der aktuellen Studie haben 93 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten drei Jahren ihre Produkte bzw. Produktionsprozesse verbessert. Als wichtigste Antriebsfaktoren stellten sich KundInnenwünsche sowie motivierte und qualifizierte MitarbeiterInnen heraus; dahinter rangiert der steigende Wettbewerbsdruck auf Platz drei. „Die Verpackungsindustrie überzeugt am Markt mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten, wie man anhand der diesjährigen Einreichungen zum ‚Austrian Smart Packaging Award‘ eindrucksvoll erkennen konnte“, so Rainer Carqueville, Präsident des Österreichischen Instituts für Verpackungswesen. Als Innovationshemmnisse stuften die Unternehmen jedoch den hohen bürokratischen Aufwand, die Überregulierung und den Mangel an gut qualifiziertem Fachpersonal ein.

Nachhaltigkeit ausschlaggebend für Studienwahl

Heimische Verpackungsunternehmen haben daher den Anstoß zum Studium Verpackungstechnologie gegeben und es mitentwickelt. Eine Befragung unter den BewerberInnen zeigt, dass für 95 Prozent der Nachhaltigkeitsschwerpunkt ausschlaggebend für die Studienwahl war. 40 Prozent davon arbeiten bereits in der Branche. „Wer den Kampf um die besten Köpfe gewinnen will, muss bei Verpackungslösungen schon deshalb auf Nachhaltigkeit setzen“, so Studiengangsleiter und Studienautor Manfred Tacker.