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14.11.2016

Sich im Krankenhaus zurechtfinden

Finden sich PatientInnen in Gesundheitsreinrichtungen räumlich zurecht und verstehen sie die in Krankenhäusern gängigen Orientierungs-, Informations- und Leitsysteme? Forschende aus dem Department Pflegewissenschaft sind dieser Frage nachgegangen.

Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben Studierende der Masterlehrgänge Advanced Nursing Education und Advanced Nursing Counseling die Effektivität von Orientierungs-, Informations- und Leitsystemen in Gesundheitseinrichtungen erhoben. Um Erkenntnisse zur Gesundheitsförderung bzw. -kompetenz zu gewinnen, besuchten sie verschiedene Krankenhäuser in Ostösterreich und untersuchten, ob und inwieweit verhältnisbezogene Kriterien auf verhaltensbezogener Ebene gesundheitskompetenzförderlich gestaltet sind. Die Ergebnisse ihrer Feldforschung präsentieren sie bei der 2. Österreichischen Konferenz für Gesundheitskompetenz des Fonds Gesundes Österreich und auf dem wissenschaftlichen Kongress „Forschungswelten“ in Deutschland.

Uneinheitlichkeit als Orientierungshindernis

„Die Ergebnisse zeigen oftmals eine Uneinheitlichkeit der Leitsysteme in Gesundheitseinrichtungen, vor allem was den schriftlichen Teil der Orientierungssysteme betrifft,“ so Elisabeth Haslinger-Baumann, Forscherin am Department Pflegewissenschaft und Projektleiterin. Die mündliche Informationsweitergabe zeichnet sich durch hohe Interaktion und angepasste Verständlichkeit aus. „Das heißt, beim persönlichen Nachfragen, bemüht man sich, auf den Einzelnen oder die Einzelne einzugehen“, so Haslinger-Baumann weiter. Das Projekt zeigt, dass gerade bei den schriftlichen Leitsystemen noch Potenzial vorhanden ist, um diese zu vereinheitlichen und verständlicher zu gestalten.