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12.10.2015

FH Campus Wien liefert Sicherheitskonzept für „Tram on Demand“

Die Mobilitätskooperative Region Mödling setzt sich dafür ein, die Bahnstrecke der ehemaligen Kaltenleutgebner Bahn mit einer "Tram on Demand" zu aktivieren. Die FH Campus Wien steuert ihre Safety-Expertise bei.

Beispielfoto "Tram on Demand",

Die Mobilitätskooperative Region Mödling setzt sich dafür ein, die Bahnstrecke der ehemaligen Kaltenleutgebner Bahn zu aktivieren. Ziel ist es, die steigende Verkehrsbelastung im Süden Wiens einzudämmen und mit einem elektrisch betriebenen Bahnkonzept, einer „Tram on Demand“, eine bedarfsorientierte und bedienfreundliche Alternative zu bieten. Wesentlicher Aspekt ist der Faktor Sicherheit, weshalb die FH Campus Wien ihre Safety-Expertise ins Projekt einbringt. Weitere ProjektpartnerInnen sind TÜV Austria, Austrian Institute of Technology (AIT), Fritsch, Chiari & Partner ZT (FCP) sowie die Marktgemeinde Perchtoldsdorf.

Untersuchungen haben gezeigt, dass fahrerlose Transportsysteme bei den potenziellen NutzerInnen Unbehagen hervorrufen und häufig ein Gefühl der Unsicherheit und Angst erzeugen. Hinzu kommen querende Straßen und unbeschrankte Bahnübergänge, die ebenfalls ein Sicherheitsrisiko sein können. Die Trasse der Kaltenleutgebner Bahn eignet sich ideal als Teststrecke, um eingehende Analysen und Sicherungen in Hinblick auf inhärente Systemsicherheit durchzuführen und damit einen realen und praxisnahen Zugang zu schaffen.

Sicher in die mobile Zukunft

Hier kommen Safety-ExpertInnen des Masterlehrgangs Safety and Systems Engineering an der FH Campus Wien ins Spiel: Sie sind in der Lage, die entsprechenden Normen zu interpretieren,  geeignete Analysemethoden anzuwenden und einen Sicherheitsnachweis über den gesamten System-Lebenszyklus zu erstellen. „Ein Kernanliegen von Safety ist es, Gefährdungen systematisch zu identifizieren und Risiken auf ein Minimum zu beschränken. Insbesondere bei Mobilitätskonzepten, die autonomes Fahren inkludieren, wie etwa der ‚Tram on Demand’, kommt Safety eine besondere Bedeutung zu.“, so DI (FH) Hans Tschürtz, MSc MSc, Lehrgangsleiter. Safety-Prozesse rücken den Faktor der inhärenten Systemsicherheit ins Zentrum der Planung. Anhand wissenschaftlich fundierter Methoden wie der empirischen Risikoanalyse lassen sich Gefährdungspotenziale festmachen.

Safety-Konzept von Studierenden für „Tram on Demand“

Im September startete im Masterlehrgang Safety and Systems Engineering das interdisziplinäre Projekt „Tram on Demand“. Studierende erarbeiten organisatorische und technische Aspekte im Safety-Kontext. Diese können in die Realisierung einer möglichen Teststrecke auf der Trasse der ehemaligen Kaltenleutgebner Bahn miteinfließen. Die Studierenden präsentieren am 29. Jänner 2016 die Ergebnisse ihrer Analysen vor Publikum.

Masterlehrgang Safety and Systems Engineering

Im Herbst 2014 startete erstmalig an der FH Campus Wien der zweijährige Masterlehrgang Safety and Systems Engineering. Mit der Ausbildung bietet die FH Campus Wien als erste Hochschule im mittel- und südeuropäischen Raum ein Studium an, bei dem die inhärente Systemsicherheit im Vordergrund steht. Es wurde in enger Kooperation von ExpertInnen des Vienna Institute for Safety & Systems Engineering (VISSE) der FH Campus Wien mit den SpezialistInnen der TÜV AUSTRIA Akademie entwickelt.