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24.10.2016

FH Campus Wien entwickelt „Drink Smart“ für Ältere

Menschen regelmäßig daran zu erinnern zu trinken oder einen Alarm beim mobilen Pflegedienst auslösen – beides ist möglich. Mit „Drink Smart“ entwickeln Studiengänge der Pflegewissenschaft und der Technik ein intelligentes Trinksystem für ältere Menschen.

Wesentlich für den Forschungserfolg ist das Zusammenwirken von verschiedenen FH-Disziplinen aus Pflegewissenschaft und Technik sowie den kooperierenden Unternehmen: MIK-OG Mobile Individuelle Krankenpflege, Schorm GmbH, ein etablierter Hersteller von Kunststofftrinkgefäßen und der Softwarespezialist akquinet ristec GmbH aus Deutschland. Gemeinsam soll der intelligente Trinkbecher programmiert, vernetzt und samt begleitender Evaluierung auf Anwendbarkeit getestet werden. Primär geht es darum, Daten zu messen, aufzuzeichnen und als Teil der digitalen Pflegedokumentation zu verarbeiten. Mindestens so wichtig wie die technischen Komponenten ist die Usability des Trinkbechers. Gefördert wird das Projekt von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG (benefit), das Gesamtprojektvolumen beträgt 460.000 Euro - es läuft von Oktober 2016 bis September 2018.

Von Alarm bis App

Der tägliche Flüssigkeitsbedarf von älteren Menschen ist nicht wesentlich geringer als bei jüngeren. Dennoch verspüren viele Ältere nur noch sehr selten ein Durstgefühl und trinken zu wenig. Das kann schwere gesundheitliche Folgen haben. „Drink Smart“ eignet sich für den Einsatz bei mobilen Pflegediensten, um der Dehydrierung im Alter vorzubeugen und chronische Krankheiten zu managen, aber auch als Stand-Alone-Lösung für jüngere Menschen – etwa als App am Smartphone.

Gelebte Multidisziplinarität

Im Forschungsfeld Ambient Assisted Living nutzt die FH Campus Wien ihr Potenzial als multidisziplinäre Fachhochschule. „‘Drink Smart‘ ist ein weiterer Schritt in Richtung gelebte Interdisziplinarität. Nur so kann es gelingen, dass eine technische Lösung den Menschen tatsächlich gerecht wird und sie diese auch annehmen,“ so Projektleiterin Elisabeth-Haslinger-Baumann, die im Department Pflegewissenschaft forscht. Health Assisting Engineering, einer der beteiligten Studiengänge, ist selbst ein gelungenes Beispiel für interdisziplinären Austausch – in diesem studieren TechnikerInnen und ExpertInnen aus Gesundheits- und Pflegeberufen von Anfang an gemeinsam und profitieren so voneinander. Die technischen Studiengänge High Tech Manufacturing fertigen den Portotypen mittels Rapid Prototyping, entwickeln die Elektronik und begleiten die Usability Study aus technischer Sicht.

Fördergeberin

KooperationspartnerInnen