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16.11.2016

Essen für Menschen, nicht für den Müll

Geht es in den Industrieländern um die Verschwendung von Lebensmitteln, verlieren die Entwicklungsländer 40 Prozent der Lebensmittel wegen Verderbs. Der Österreichische Verpackungstag brachte das globale Thema auf den Tisch.

Joschka Fischer beim Österreichischen Verpackungstag

 

Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer und zahlreiche Branchen-VertreterInnen tauschten sich beim Österreichischen Verpackungstag - eine Veranstaltung des Studiengangs Verpackungstechnologie der FH Campus Wien -  über globale und nationale Dimensionen von Verpackungslösungen aus. Mit dabei waren Big Player wie Mondi, die Greiner Group, REWE und Kelly‘s. Eigens angereiste VertreterInnen der World Packaging Organisation aus Indien, Brasilien, Australien, Südafrika und den USA, wiesen auf die länderspezifischen Problemlagen hin: In Afrika verderben laut WHO weltweit nach wie vor 40 Prozent aller Lebensmittel auf den Feldern, was auf unzureichende Verpackungslösungen und fehlende Infrastruktur zurückzuführen ist.

Erstarkende Mittelschicht in Indien

In Indien, der zweitgrößten Volkswirtschaft, erstarkt die Mittelschicht und mit dieser das Konsumverhalten. Ein wachsender Anteil an Frauen in der Arbeitswelt und der Trend zur Kleinfamilie wirkt sich auf Ernährungsformen und Verpackungsaufkommen aus: Es wird seltener frisch gekocht; Konsumgewohnheiten tendieren in Richtung Fastfood. Dem gegenüber ist die überwiegend vegetarische Ernährung ein großes Plus in der indischen Gesellschaft, das auch den durch die Nahrungsmittelproduktion verursachten CO2-Ausstoß minimiert.

Der Klimawandel und das damit verbundene Klimaziel der CO2-Reduktion zählen zu den wichtigsten globalen Zukunftsfragen. „Mit vermehrter und optimierter Verpackung ließe sich die Nahrungsmittelproduktion effizienter gestalten und der CO2-Ausstoß erheblich reduzieren“, so der Studiengangsleiter der Verpackungstechnologie Manfred Tacker.