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05.02.2019

Circular Packaging Design Guideline: den Verpackungs-Kreislauf in Schwung bringen

Verpackung, so nachhaltig wie möglich – das seit 2018 geltende Kreislaufwirtschaftspaket der EU definiert klare, erhöhte Zielvorgaben. Die FH Campus Wien erarbeitete eine neue Circular Packaging Design Guideline und gibt damit Verpackungsentwickler*innen einen Leitfaden für recyclinggerechte Verpackung in die Hand.

Circular Packaging Design Guideline von der FH Campus Wien

Präsentation der Circular Packaging Design Guideline von der FH Campus Wien © FH Campus Wien/ Schedl

Recyclingquote bis 2030 auf 70% erhöhen 

„Ziel der Guideline ist es, Empfehlungen für die recyclinggerechte Verpackungsgestaltung zu geben, an der sich sämtliche Akteur*innen der Supply-Chain, von den Verpackungsproduzent*innen über die Markenartikler*innen bis zum Handel orientieren können,“ so Manfred Tacker, Leiter des Fachbereichs Verpackungs- und Ressourcenmanagement an der FH Campus Wien. Hohe Recyclingfähigkeit, möglichst ressourceneffiziente und umweltfreundliche Gestaltung sind die hohen Anforderungen an eine nachhaltige Verpackung. Die EU zielt mit dem 2018 in Kraft getretenen Circular Economy Package auf die Förderung von europaweiter Kreislaufführung von Rohstoffen und auf die Erhöhung der Sammel- und Recyclingquoten ab. Fast drei Viertel aller Verpackungsmaterialien sollen bis 2030 recycelt werden, im Kunststoffbereich sind die Vorgaben besonders ambitioniert. Hier liegt die Quote in Österreich derzeit bei Kunststoff- und Verbundverpackungen etwa bei einem Drittel. Sie soll sich in den nächsten sechs Jahren auf 50 Prozent erhöhen und bis 2030 müssen alle Kunststoffverpackungen europaweit recyclingfähig gestaltet sein. 
„Recyclinggerechtes Verpackungsdesign als Teil einer zirkulären Produktgestaltung legt den Grundstein für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Im Rahmen der WPO beabsichtigen wir, die Circular Packaging Design Guideline global auszurollen,“ sieht Johannes Bergmair, General Secretary World Packaging Organisation (WPO), den Weg der Guideline vorgezeichnet.

Circular Packaging Design erfordert ganzheitliche Betrachtung

„Voraussetzung für ein optimiertes Verpackungsmanagement sind ganzheitliche ökologische Bewertungsmethoden, die sowohl recyclinggerechtes Design als auch die Anforderungen der Nachhaltigkeit miteinbeziehen“, erklärt Ernst Krottendorfer, Geschäftsführer Packforce Austria – das österreichische Verpackungsforum und Lehrender an der FH Campus Wien. Die Circular Packaging Design Guideline bietet Grundlagen, beispielsweise welche Kriterien bei nachhaltiger Verpackungsgestaltung berücksichtigt werden müssen oder welche Aspekte der Abfallhierarchie Einfluss nehmen. Genauso gibt sie aufgeschlüsselt nach den unterschiedlichen Verpackungsmaterialien genaue Empfehlungen, beispielsweise wie eine Flasche aus Polyethylen optimal recyclingfähig gestaltet ist.

Neu gegründetes Stakeholder*innenforum „Circular Packaging Design“

Bei der Guideline-Präsentation am 31. Jänner stellte sich das neu gegründete Stakeholder*innenforum „Circular Packaging Design“ vor. Dabei stehen Industrievertreter*innen, Ministerien und Forschung im ständigen Dialog und arbeiten eng am gemeinsamen Ziel, Stoffkreisläufe zu schließen, zusammen.
Das Forum sorgt so auch für eine ständige Aktualisierung der Guideline und berücksichtigt Änderungen in der Sammel-, Sortier- und Recyclingtechnologie oder neue auf den Markt kommende Packstoffe.

Weitere Informationen:

Die Circular Packaging Design Guideline im Detail

Bildgalerie Präsentation Circular Packaging Design Guideline am 31. Jänner