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04.02.2020

Wenn die Erde bebt - sollen Häuser keinen Schaden nehmen

Damit Gebäude Schwingungen der Erde standhalten, muss entsprechend erdbebensicher geplant und gebaut werden. Worauf es dabei ankommt, lernen Schüler*innen in den Schulworkshops des Departments Bauen und Gestalten.

Vier Schüler beim Bauen eiens Turms und messen mit dem Laptop


Oft haben die Schüler*innen, die im Department Bauen und Gestalten am Schulworkshop „Wenn Bauwerke schwingen – Erdbebensicheres Bauen“ teilnehmen, vorrangig Bilder von Erdbeben und deren Auswirkungen aus anderen Ländern oder Kontinenten im Kopf. Tatsächlich werden aber auch in Österreich einige Regionen regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Der Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat 2019 rund 950 Erdbeben gemessen, etwa 30 davon waren auch für die Bevölkerung spürbar.

Wie Bauingenieur*innen agieren

Schüler*innen, wie im letzten Semester von der AHS Oberpullendorf und der AHS Wien Albertgasse, erfahren beim Workshop zunächst Facts über Entstehung, Häufigkeit und Auswirkungen seismischer Ereignisse. Hauptaugenmerk liegt aber auf der Vermittlung, welche möglichen Einwirkungen schon beim Planen und Bauen von Häusern, Brücken und anderen Gebäuden berücksichtigt werden müssen. Dazu bauen die Besucher*innen im Selbstversuch eigene Türme und beobachten deren Schwingungsverhalten. Mit unterschiedlichen Maßnahmen stabilisieren sie die Baukörper, beobachten und messen deren Wirkung. Überraschend für die Schüler*innen ist oft die Tatsache, wie stark Erdbeben wirken und damit weit höheren Einfluss als Windkräfte auf die statischen Anforderungen eines Gebäudes haben. Beispielsweise entspricht ein Erdbeben im Raum Wien, an dem sich die Berechnung zur Statik orientieren muss, einem Windangriff auf ein durchschnittliches Gebäude von näherungsweise 300 km/h.

Der Workshop liefert Schüler*innen über das Fachthema hinaus viel Information zum Alltag an der FH und zum breiten Lehrplan im Bachelorstudium Bauingenieurwesen – Baumanagement.