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11.09.2019

Patent der FH Campus Wien erleichtert Unterarm-Röntgen

Unter der Leitung des Radiologietechnologen Christian Schneckenleitner entwickelte ein interdisziplinäres Team aus den Departments Gesundheitswissenschaften und Technik der FH Campus Wien eine Apparatur, die das exakte Positionieren des Unterarms beim Röntgen unterstützt.


Insbesondere bei Kindern kann das notwendige Stillhalten in einer definierten Position während der Aufnahmen zur beinah unlösbaren Aufgabe werden. Das beeinflusst sowohl die Arbeit der durchführenden Radiologietechnolog*innen als auch die Aufnahmequalität. Auch Patient*innen mit primären Erkrankungen wie Tremor, dem Zittern der Hände, erschweren die Erstellung von exakten Röntgenaufnahmen. Die Positionierungshilfe wird die Arbeit in Zukunft erleichtern.

Mit 3D-Druck und Strahlenlabor zum Prototyp

Expert*innen des Departments Technik der FH Campus Wien realisierten einen ersten Prototyp der Positionierungshilfe. Die Teile dafür wurden am High Tech Campus Vienna, dem jüngsten Standort der Fachhochschule, mittels 3D-Druck hergestellt. Anschließend fertigten die Radiologietechnolog*innen mit diesem Prototyp erste standardisierte Röntgenaufnahmen eines Unterarmmodells an.

Interdisziplinär + innovativ = Patent

Die Apparatur wurde zum Patent angemeldet und dieses auch bereits erteilt. „Die Positionierungshilfe in der bildgebenden Diagnostik ist ein weiteres Beispiel für die bewährte Zusammenarbeit unserer Departments Gesundheitswissenschaften und Technik. Das vorliegende Patent ist auch das Ergebnis der konsequenten Umsetzung unserer Strategie, Forschung und Entwicklung anwendungsorientiert und interdisziplinär zu gestalten“, zieht Heimo Sandtner, Vizerektor für Forschung und Entwicklung an der FH Campus Wien, ein positives Resümee.

Verlaufskontrollen gut vergleichbar machen

Für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung ist eine bestmögliche laufende Kontrolle des Heilungsprozesses mittels Röntgen unumgänglich. Dazu kommt, dass Verlaufskontrollen im Röntgen besser vergleichbar sind, wenn die Aufnahmen immer in der exakt gleichen Position hergestellt werden. Mit der Positionierungshilfe ist dies erstmals gewährleistet. „Das steigert mitunter die Qualität der Untersuchungsergebnisse, reduziert Wiederholungen, spart also Ressourcen im Gesundheitssystem und verringert die Belastung für die Patient*innen – und das bei einer nur minimalen Änderung im Arbeitsprozess des Routinebetriebs“, umreißt Christian Schneckenleitner die Vorteile der FH-Entwicklung.