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14.05.2019

Neues Kooperationsabkommen für den Hochschulstandort Wien

Am 14. Mai unterzeichneten Bürgermeister Michael Ludwig und Rektor*innen sowie Geschäftsführer*innen von 23 Wiener Universitäten und Fachhochschulen ein Kooperationsabkommen im Wiener Rathaus. Wilhelm Behensky, Vorsitzender der Geschäftsleitung der FH Campus Wien, sprach stellvertretend für die Wiener Fachhochschulen bei der anschließenden Pressekonferenz.

Gruppenfoto mit Vertreter*innen von 23 Wiener Hochschulen und dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages

Bürgermeister Michael Ludwig mit Rektor*innen und Geschäftsführer*innen der 23 Wiener Hochschulen. © Stadt Wien - C.Jobst/PID

Acht Eckpunkte für die Zukunft Wiens

Das „Kooperationsabkommen zum Hochschulstandort Wien“ enthält acht Eckpunkte: zum einen die "Smart City-Rahmenstrategie". Sie bildet den Rahmen dafür, gemeinsam mit der Stadt die Lebensqualität nachhaltig zu sichern und damit verbundene Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Die Fachhochschulen leisten hier in vielen Bereichen einen Beitrag, so in der Aus- und Weiterbildung, Forschung und Entwicklung und Third Mission. Weitere Punkte im Abkommen sind eine auf Forschung und Hochschulen ausgerichtete Standortpolitik, neue Plattformen zur Unterstützung des Dialogs zwischen Stadt Wien und Hochschulen, das Bekenntnis zur Finanzierung der hiesigen Hochschulen, Unterstützung dabei, die besten Köpfe zu halten und neue für Wien zu gewinnen, das Lukrieren nationaler und internationaler Fördertöpfe für den Start neuer Forschungsprojekte, den Ausbau von Angeboten um Unternehmensgründungen zu forcieren sowie Studien und Forschungsergebnisse der Unis und Hochschulen stärker miteinzubeziehen – dazu zählen auch Abschlussarbeiten von Studierenden insbesondere zu Themen der Nachhaltigkeit oder Stadtentwicklung.

Europaweites Vorbild

Langfristiges Ziel des Abkommens ist es, die Position Wiens als führende europäische Forschungs- und Innovationsmetropole auszubauen. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschulen widmet sich der sozialen Frage ebenso wie der Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ein intensiver Austausch soll zu Lösungen und beiderseitigem Fortschritt führen.

Stolz auf Wissensstandort Wien

„Wir sind stolz auf unseren Wissensstandort mit den neun Universitäten, fünf Privatuniversitäten und fünf Fachhochschulen“, sagte Bürgermeister Michael Ludwig. Mit mehr als 200.000 Studierenden und 45.000 ForscherInnen ist Wien die größte Universitätsstadt in Mitteleuropa. „Von dem Abkommen profitieren beide: Die Stadt vom Wissen der Hochschulen, und die Universitäten von der Unterstützung und den Rahmenbedingungen, die ihnen die Stadt bietet.“ Besonders freut es den Bürgermeister, dass mit der Central European University (CEU) eine weitere Hochschule nach Wien kommen wird. „Das zeigt, dass Wien eine weltoffene Stadt ist, die ein Interesse an Diskurs und Ideen-Austausch hat“, sagte Ludwig.

Wissenschafts-Stadträtin Veronica Kaup-Hasler ergänzte: „Das Abkommen macht sichtbar, was Wien laufend als Wissenschafts-Stadt leistet und worauf es ihr ankommt: Gemeinsam mit den Hochschulen Projekte zu erarbeiten, die sofort in Umsetzung gehen können.“

Erfolgsmodell Fachhochschulen

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung der FH Campus Wien, Wilhelm Behensky, betonte den Erfolg der relativ jungen Fachhochschulen: Diese seien durch das Angebot von berufsbegleitenden Studiengängen auch für den zweiten Bildungsweg attraktiv. Das Angebot der FHs und gut ausgebildete Fachkräfte als deren AbsolventInnen seien ein Asset für die Stadt bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen wie der Digitalisierung.

v.l.n.r.: Heinz W. Engl, Veronica Kaup-Hasler, Michael Ludwig, Wilhelm Behensky, Karl Wöber. © Stadt Wien - C.Jobst/PID 

Fachhochschulen als Treiber der Digitalisierung

Die Wiener Fachhochschulen sind in vielen Themenfeldern aktiv:
•    Wirtschaftsstudien und Unternehmensführung, unterschiedliche Managementausbildungen, Marketing, Kommunikation und Medien, Transport und Logistik
•    MINT-Bereich: ein äußerst breites Feld an unterschiedlichen Technik-Studienrichtungen, Digitalisierungsthemen bzw. IT sowie Applied Life Sciences
•    Gesundheitswissenschaften: die ehemals Medizinisch-Technischen Dienste (MTD), Hebammenausbildung sowie Gesundheits- und Krankenpflege
•    Soziales: Ausbildung für Sozialarbeiter*innen, Sozialmanagement, Sozialwirtschaft, Pflege- und Gemeinwesenarbeit
•    Infrastruktur, Architektur und Hochbau
•    Governance und E-Government
In all diesen Bereichen sind die Fachhochschulen mit ihrer berufsfeldzentrierten Ausrichtung auch ein wesentlicher Treiber der Digitalisierung.