News und Events

18.09.2019

Campus Lectures: Gesundheitsrisiko Gewalt

18.09.2019, 17.30-20.00 Uhr, B.E.01, FH Campus Wien

Ausgangssituation

Gewalt in der Gesellschaft verstößt gegen die Grundrechte, da sie ein Leben in Würde, Freiheit, Gesundheit und Sicherheit verunmöglicht. Die vielfältigen Auswirkungen betreffen die Opfer von Gewalt, ihre Familien und Freund*innen, den Arbeitsbereich und die Gesellschaft insgesamt.

Häusliche und sexualisierte Gewalt kennt keine kulturellen und religiösen Grenzen und zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und Altersgruppen.

Die Schlüsselrolle des Gesundheitswesens

Zusätzlich zu den sozialen und rechtlichen Auswirkungen nehmen Opfer von Gewalt das Gesundheitswesen wegen körperlicher Verletzungen und aufgrund weiterer gesundheitlicher Akut- und Langzeitfolgen in Anspruch.

Die ersten Kontaktpersonen sind zumeist Ärzt*innen, Mitarbeiter*innen der Gesundheits- und Krankenpflege, Hebammen, Assisten*innen in ärztlichen Praxen, Sanitäter*innen, psychologische/psychotherapeutische und soziale Dienste. Über die Erstanlaufstellen hinausgehend berührt die Thematik auch Expert*innen aus den Gesundheitsberufen. 

Ohne entsprechende Qualifikation kann es zu Fehlbehandlungen und zur Über- bzw. Unterversorgung von Patient*innen/Klient*innen kommen. Bleibt die Rolle von Gewalt bei der Entstehung gesundheitlicher Störungen und Erkrankungen unerkannt, sind hohe individuelle und gesellschaftliche Kosten die Folge. 

Da Angehörige von Gesundheitsberufen Menschen in ihrem ganzen Lebenszyklus begleiten, ist es wichtig, Aggression und Gewalt und deren gesundheitliche Akut- und Langzeitfolgen zum Thema zu machen.

Der professionelle Umgang mit gewaltbetroffenen Personen in den Gesundheitsberufen ist der Stadt Wien ein wichtiges Anliegen. Deshalb wird dieser Vortrag durch das Wiener Programm für Frauengesundheit unterstützt.

Zur Person

Anneliese Erdemgil-Brandstätter, DPGKP

  • Grundausbildung: Gesundheits- und Krankenpflegerin für Psychiatrie und Neurologie
  • Von 1994 - 2015 Mitarbeiterin der Frauen- und Familienberatungsstelle „Kassandra“, 2340 Mödling. Arbeitsschwerpunkt „Gewalt gegen Frauen und Kinder“
  • Seit 1995 inhaltliche Arbeit zu den gesundheitlichen Folgen von „Gewalt und der Schlüsselrolle des Gesundheitswesens“
  • Seit 2000 im Fortbildungsbereich der NÖ-Landeskliniken-Holding u.a.: „Ich habe einen Verdacht – Was kann ich tun? Opferschutz und Gewaltprävention im NÖ-Gesundheitswesen“
  • Autorin u.a. der Broschüre "Häusliche und sexualisierte Gewalt als Thema im Gesundheitswesen - Schwerpunkt Frauen und Kinder. Informationsbroschüre zur Implementierung international anerkannter Standards in die Ausbildungscurricula aller Gesundheitsberufe". Finanzierung: BMGF 2016
  • Mitarbeit in (staatlichen) Fachgremien und Begleitung von Implementierungsprozessen an Fachhochschulen/Universitäten und anderen Ausbildungsstätten für Gesundheitsberufe.

Programm

> 17.30 Uhr: Begrüßung durch Mag.a Alexandra Grasl, Wiener Programm für Frauengesundheit und Silvia Mériaux-Kratochvila, MEd, Departmentleiterin Gesundheitswissenschaften, Studiengangsleiterin Physiotherapie

> 17.45 Uhr: „Gesundheitsrisiko Gewalt“ Anneliese Erdemgil-Brandstätter, DPGKP

> Im Anschluss: Austausch und Vernetzung

zur Anmeldung 

Die Teilnahme ist kostenlos.

Falls eine Anmeldung mit dem Internet Explorer/mit Edge nicht möglich sein sollte, verwenden Sie bitte zur Anmeldung einen der folgenden Browser: Firefox, Safari oder Chrome. Wenn Sie sich nicht über Xing Events anmelden können oder möchten, melden Sie sich bitte über diese E-Mail Adresse an: eva.joechtl@fh-campuswien.ac.at

Sollten Sie für Ihre Teilnahme eine Gebärdendolmetscherin, einen Gebärdendolmetscher oder bei Höreinschränkung technische Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie uns bitte: eva.joechtl@fh-campuswien.ac.at oder telefonisch: 01 606 68 77-1722.

Campus Lectures

Die Campus Lectures sind eine Vortragsreihe des Campusnetzwerks der FH Campus Wien. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit dem Wiener Programm für Frauengesundheit im Rahmen des Schulungssprojekts "Häusliche und sexualisierte Gewalt - Die Bedeutung des Gesundheitswesens" und dem Bachelorstudiengang Physiotherapie statt.