Virtuelle Operationsplanung und ihre Übertragung in Rapid Prototyping-Biomodelle

Mittels Rapid Prototyping können auf der Basis von computertomographischen Datensätzen (Abb.1) Kunststoffmodelle von PatientInnen hergestellt werden. Solche Modelle ermöglichen eine genauere Operationsplanung in der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und erleichtern eine individualisierte Operationsvorbereitung. Die ChirurgInnen simulieren die bevorstehende Operation am Kunststoffmodell, indem sie beispielsweise das Modell zersägen und die daraus entstandenen Knochensegmente in die richtige Lage positionieren (Abb. 2).

Abb. 1: Computertomographische Schnittbilder
Abb. 2.: Verschiebung von Knochensegmenten
Abb. 3: Passgenaue Implantate im Unterkiefer
Abb. 4: Simulation von Weichteilgewebe- Veränderungen nach Chirurgie

Gesichts- oder Kieferabschnitte, die von einer Fehlstellung oder einem Unfall betroffen sind, werden mit einer Computertomographie untersucht. Daraus erheben wir einen dreidimensionalen Datensatz, mit dem ein Kunststoffmodell des betroffenen Körperteils ausgedruckt wird. Weitere Einsatzgebiete dieser neuen Technologie sind die Vorfertigung individueller und passgenauer Implantate und Metallplatten, mit denen Knochensegmente fixiert werden (Abb. 3).

Diese Technologie verkürzt die Operationszeit und hilft, die Belastung für die PatientInnen zu verringern. Weiters können Implantate und Fixationsteile wesentlich präziser hergestellt werden.

Das Kooperationsprojekt verbindet das klinische Wissen des Studiengangs Radiologietechnologie mit dem technischen Know-how vom Studiengang High Tech Manufacturing und liefert damit verbesserte, anwendungsorientierte Ergebnisse. Das Projektziel besteht in der Simulation von chirurgischen Operationen in einer virtuellen Umgebung (Abb. 4) und die direkte Übertragung der Ergebnisse in Rapid Prototyping Biomodelle.

Projektteam

Studiengänge

High Tech Manufacturing

Bachelorstudium, Vollzeit

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Radiologietechnologie

Bachelorstudium, Vollzeit

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