Evaluation Community Dance als Lehrprojekt

Die Evaluation von Maßnahmen - insbesondere mit Blick auf die Wirkung von Projekten - ist eine komplexe und voraussetzungsvolle Aufgabe, die im Rahmen studentischer Forschungsprojekte wie z.B. einer einzelnen Masterarbeit nur sehr eingeschränkt bewältigt werden kann. Gleichzeitig ist dieses aus der Praxis stark nachgefragte Thema ein lohnenswerter Gegenstand für Abschlussarbeiten des Studiengangs Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit. Der Fachbereich Soziale Arbeit hat Einrichtungen im sozialen Sektor eingeladen Themeninteressen für Forschungswerkstätten oder Masterarbeiten einzureichen. Dem ist u.a. Tanz die Toleranz nachgekommen, woraus sich dieses Kooperationsprojekt entwickelt hat.

Laufzeit Phase 1: 

Mai 2014 – April 2015

Ein Film über Tanz die Toleranz, der Einblicke in die Arbeit des Projektes gibt.

© Caritas

Tanz die Toleranz ist im Bereich Gemeinwesenarbeit der Caritas der Erzdiözese Wien angesiedelt und versteht sich als Kunst- und Sozialprojekt. Es bietet zeitgenössischen Tanz als Begegnungsform für Menschen unterschiedlicher Herkunft, mit verschiedenen Begabungen oder körperlichem Bewegungsrepertoire. Tanz die Toleranz ist seit 2007 in unterschiedlichen Formaten in Wien, in den Bundesländern aber auch international aktiv und ist breit mit KooperationspartnerInnen aus dem wirtschaftlichen und sozialen Bereich vernetzt.

Das Anliegen der Einrichtung ist es, eine umfassende Evaluation in Hinblick auf die effektive Zielerreichung, sowie mittel- und langfristige Wirkungen des gesamten Projektes zu erhalten und auch den gesellschaftlichen Impact des Projekts, also welche Effekte dauerhaft auch auf gesellschaftlicher Ebene erzielt werden, zu erheben. Da dieser Anspruch sehr komplex ist, wird ein mehrstufiges Projektdesign entwickelt, dessen erste Phase durch FH-interne Förderung unterstützt wird.

In Phase 1 wird ein innovatives, langfristiges Lehrkonzept entwickelt, bei dem im Verbund mehrerer Seminar- und Masterarbeiten die vielschichtigen Angebote von Tanz die Toleranz punktuell erkundet werden. Ziel dieser Feldexploration ist es, ein dem Gegenstand gerecht werdendes Evaluationsdesign auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse aus den Studierendenarbeiten zu entwickeln. Parallel dazu sollen Publikationen zu diesem Lehrkonzept und zu den gewonnenen Erkenntnissen hinsichtlich des Evaluationsdesigns entstehen.

In den nachfolgenden Phasen werden offen gebliebene Fragestellungen und inhaltliche Vertiefungen einerseits in weiteren Masterarbeiten, aber auch in einem Anbot zur Auftragsforschung umgesetzt. Die Realisierung eines solchen Auftrags würde die Verbindung von Lehre und Praxis auf hohem Niveau fortsetzen.

Damit konnte ein Kooperationsprojekt auf den Weg gebracht werden, das auf Lernerfahrungen beider Seiten abzielt: Für die Praxiseinrichtung ist z.B. zu fragen, welche Daten systematisch gesammelt und welche Prozesse implementiert werden müssen, um eine umfassende (Wirkungs-) Evaluation zu implementieren? Für die Ausbildung an der Fachhochschule ergibt sich die Möglichkeit zur Forschung mit hohem Praxis- und Anwendungsbezug. Diese ermöglicht Lernerfahrungen, welche Herausforderungen prozessorientierter und methodischer Natur zu bewältigen sind, um nützliche Evaluationsergebnisse zu erzielen.

FördergeberInnen und PartnerInnen

Fördergeber

Interne Anschubfinanzierung

Kooperationspartner

Projektleiterin

Projektteam

Studiengänge

Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit

Masterstudium, berufsbegleitend

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Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit

Europäisches Masterstudium, berufsbegleitend

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