Wie zurande kommen mit Demenz?

Betroffene von dementiellen Erkrankungen sind mit einer voranschreitenden Beeinträchtigung ihres Erinnerungsvermögens, ihrer Wahrnehmung und dem Verlust ihrer Fähigkeit, Aufgaben des Alltags eigenständig zu bewältigen, konfrontiert. Der überwiegende Teil der Erkrankten befindet sich in der Obhut von Angehörigen. Nicht selten fühlen sich diese von der Verantwortung der Pflege überfordert.

Zahlreiche Projektvorhaben auf der eHealth 2018

Für von Demenz betroffene Personen sind IKT-basierte (Informations- und Kommunikationstechnologien) Systeme vielfältig einsetzbar. Nicht nur hinsichtlich Aktivierung und Training; sie unterstützen auch bei Aktivitäten und bei der Bewältigung von Wegen im Alltag. Darüber hinaus profitieren pflegende Angehörige oder professionelle Pflegekräfte von den Informations- oder Trainingsangeboten zur Kommunikation und Interaktion mit Menschen mit Demenz. Wie erste Ergebnisse aus Evaluierungen zeigen, federn IKT-basierte Systeme die emotionale Last der Betreuungsverantwortung ab. Diese modernen Technologien wurden in den letzten Jahren verstärkt in Projektvorhaben im Gesundheitsbereich eingebunden. Auf der eHealth-Konferenz 2018 trafen nun erstmals VertreterInnen von Projekten zusammen, die sich mit der Betreuungssituation von Demenz-Erkrankten auseinandersetzen.

Vielversprechende Lösungsansätze

Im Rahmen des Workshops „What do information and communication technologies offer for people with dementia and their caregivers?“ wurden einige erfolgversprechende Lösungsansätze präsentiert und Herausforderungen hinsichtlich deren Umsetzung und Markteinführung diskutiert. Als zentrale Erfolgsfaktoren identifizierte man neben der einfachen Handhabbarkeit vor allem auch die Wahl eines geeigneten Geschäftsmodells. Eine besondere Rolle kommt dabei MultiplikatorInnen wie professionellen Pflegekräften oder Ärzten zu, die von Demenz betroffene Personen und deren Betreuungspersonen auf die Möglichkeiten neuer Assistenzsysteme aufmerksam machen sollen. Trotzdem stellen die Anschaffungskosten bzw. fehlenden Förderungen seitens der öffentlichen Hand einen Hemmschuh für den Markterfolg der entwickelten Lösungen dar.

Weiterführender Workshop AAL-Forum im September

Um gemeinsam an Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu arbeiten, soll die Diskussion zu Möglichkeiten IKT-basierter Assistenzsysteme für Menschen mit Demenz und deren Betreuungspersonen unter dem Dach der AAL-Austria (Active & Assisted Living) weitergeführt werden. Bereits geplant ist ein weiterer Workshop im Rahmen des AAL-Forums 2018 (24. bis 26.9., Bilbao/Spanien).

 

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