Forschungsfeld Laboratory Diagnostics, Medical Imaging and Radiation Therapy

Laboratory Diagnostics, Medical Imaging and Radiation Therapy bündelt Forschungsaktivitäten der diagnostischen Gesundheitsberufe am Department Gesundheitswissenschaften. Projekte und Vorhaben erstrecken sich dabei von der Generierung und dem Management medizinischer Bilddaten über die antimikrobielle Wirkung von Holz im Krankenhausbereich bis hin zur Erforschung von Regulatorgenen in der Entstehung von Adipositas und der Diagnostik gynäkologischer Infektionen.

Forschungsschwerpunkte

Dieser Schwerpunkt beschäftigt sich mit der Generierung und dem Management medizinischer Bilddaten in diagnostischen und therapeutischen Anwendungen wie der virtuell unterstützten Chirurgie. Es werden die Möglichkeiten der Ver- und Bearbeitung von medizinischen Bilddaten unterschiedlicher Modalitäten, wie zum Beispiel der Computertomografie (CT) oder der Magnetresonanztomografie (MR), mittels Software und -algorithmen, Untersuchungsprotokollen und Workflow-Analysen in der bildgebenden radiologischen Diagnostik, Nuklearmedizin und der Strahlentherapie aus radiologietechnologischer Perspektive untersucht. Ein Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Schnittbilddaten zur Visualisierung und Virtualisierung (Navigation und Planung) operativer Eingriffe im Gesichts- und Schädelbereich. Ein weiterer Fokus liegt auf der Optimierung von radiologietechnologischen Methoden. Es werden Qualitätsanforderungen neuer technologischer Anwendungen, insbesondere in der bildgebenden Diagnostik, entwickelt und evaluiert.

Ausgewählte, insbesondere heimische Holzarten werden in diesem Schwerpunkt hinsichtlich ihrer antimikrobiellen Wirkung untersucht. Anhand standardisierter und reproduzierbarer Testverfahren wird das Wachstum ausgewählter Krankenhauskeime beobachtet und Einflussfaktoren wie Keimart, Holztyp, Holzform, Schnittrichtung, Holztrocknung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit sowie UV-Bestrahlung (Holzalterung) und Desinfektionsverhalten analysiert. Somit werden Erkenntnisse zur Verwendung von Holz in hygienisch sensiblen Bereichen wie Rehabilitationseinrichtungen und Krankenhäusern gewonnen.

Die globale Prävalenz von Adipositas, definiert als BMI über 30 kg/m2, hat sich seit 1980 nahezu verdoppelt. Mit mindestens 2,8 Millionen Menschen sterben jährlich mehr Menschen an den Folgen von Übergewicht und Adipositas als an den Folgen von Mangelernährung. Das Metabolische Syndrom bezeichnet eine ungünstige Kombination von mindestens drei der folgenden Risikofaktoren: erniedrigtes HDL-Cholesterin, Bluthochdruck, Hyperglykämie / Insulinresistenz, erhöhte Triglyceride und Adipositas. Aktuelle Forschungsprojekte versuchen  Regulatorgene der Adipogenese/Entzündung zu identifizieren und deren Einfluss auf das Metabolische Syndrom zu untersuchen.

Fortschritte im Bereich der Gensequenzierung und Systembiologie eröffnen neue Anwendungsbereiche in der Erforschung des menschlichen Mikrobioms, welches bei Erwachsenen etwa 2-3 kg wiegt. Global beschäftigen sich Forschungsprojekte in diesem Zusammenhang vor allem mit dem Darm-Mikrobiom, früher auch als Darmflora bezeichnet. Der Studiengang Biomedizinische Analytik arbeitet an der Diagnostik gynäkologischer Infektionen, welche zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter gehören. Mittels Next Generation Sequencing und biostatistischer Auswertungen können auch nicht kultivierbare Mikroorganismen nachgewiesen und Indikatorkeime vaginaler Infektionen identifiziert werden.


Forschungsteam

Ansprechperson

Forschende

Projekte und Aktivitäten


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Leitung: Simone Luschin, MA, Mag.a Silke Gruber, MMSPhty, Thomas Christl

Publikationen


Studiengänge

Biomedizinische Analytik

Bachelorstudium, Vollzeit

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Biomedizinische Analytik

Masterlehrgang, berufsbegleitend

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Health Assisting Engineering

Masterstudium, berufsbegleitend

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Physiotherapie

Bachelorstudium, Vollzeit

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Radiologietechnologie

Bachelorstudium, Vollzeit

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Radiologietechnologie

Masterlehrgang, berufsbegleitend

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