Open Call | Kunstprojekt an der FH Campus Wien

Veränderung

Wir laden Künstler*innen ein, sich mit sich mit dem Thema VERÄNDERUNG auseinanderzusetzen und diese im Kontext von Verantwortung zu hinterfragen: Technologischer Fortschritt, Digitalisierung, Globalisierung, Migration, Wertewandel und demografischer Wandel stellen die Gesellschaft vor große Herausforderungen. Und verändern sie auf allen Ebenen: immer schneller, immer dynamischer, immer komplexer. Bildung und Kunst nehmen in diesen Prozessen des Wandels sehr wichtige Funktionen ein.

Wir suchen Werke, die das Thema VERÄNDERUNG künstlerisch aufgreifen und hinsichtlich der Verantwortung, die den Veränderungsprozessen innewohnen (sollten), reflektieren. Die Werke sind Teil einer Ausstellung in den Räumen der FH Campus Wien von Mai 2019 bis Mai 2020. Die Ausstellung ist eingebettet in die Zukunftsgespräche der FH Campus Wien, die einen Fokus auf die Veränderungen der Arbeitswelt, Bildung und Privatsphäre setzen werden. Die Fragestellungen, die die Zukunftsgespräche aufgreifen werden, können (müssen aber nicht) eine Orientierung für die künstlerische Auseinandersetzung sein und finden sich im Anhang zur Ausschreibung.

Was, wann und wo einreichen?

Wir suchen vor allem Kunstwerke, die wir an den Wänden hängen können und die ein an das Thema gebundenes Gesamtkonzept für den Raum verfolgen. Die von der Jury ausgewählten Künstler*innen sollen die Möglichkeit erhalten, eine großflächige Präsentation ihrer Arbeiten zum Thema zu zeigen. Daher ist zwingend, dass der Einreichung ein anschauliches und ergiebiges Konzept beiliegt, dass der Jury ausführt, wie das Thema künstlerisch bearbeitet und die zur Verfügung stehende Fläche bzw. der Raum bespielt werden.

Die FH Campus Wien stellt dafür etwa 70 Laufmeter Ausstellungsfläche (weiße Wand, Schienenoberkante beträgt mehrheitlich: 214 cm) mit Hängevorrichtung im Eingangsbereich der Hochschule zur Verfügung. 

Darüber hinaus können im Ausstellungsbereich etwa 10-20 m2 Fläche für robuste dreidimensionale Arbeiten genutzt werden. Rauminstallationen sind nur möglich, sofern sie robust sind und es keinen großen Aufwands bedarf, sie zu entfernen ohne sie zu beschädigen.

Projektionen, Videoarbeiten oder Screens sind räumlich und lichtbedingt nicht möglich. 

Einreichungen enthalten: 

  • Aktueller Künstler*innen CV (Adresse, Kurzlebenslauf, Ausstellungen/künstlerisches Portfolio, Preise, Stipendien etc.). Bei Kollektiven bitte sowohl die Leistungsnachweise des Kollektivs als auch jene der Künstler*innen ausweisen.
  • Ausstellungskonzept sowie Beschreibung zum Vorhaben bzw. Einzelheiten zu den eingereichten Arbeiten, inkl. Angabe der benötigten Gesamtfläche bzw. der Größe der eingereichten Arbeiten
  • Abbildungen oder Visualisierungen Ihrer Arbeiten, die an der FH Campus Wien gezeigt werden könnten. Maximal 20 Arbeiten

Einreichungen, die die angegebenen Unterlagen nicht enthalten, werden nicht berücksichtigt.

Alle Einreichungen bitte ausschließlich elektronisch bis 31. Oktober 2018 an kunstprojekt@fh-campuswien.ac.at als eine pdf-Datei, max. Dateigröße 5 MB. Bitte geben Sie Ihre Telefonnummer für Rückfragen an.

Ausstellungsfläche

Lageplan der Ausstellungsfläche (PDF)

Die FH Campus Wien hat 25 Rahmen (50 x 65 cm, Natur) die für die Ausstellung zur Verfügung stehen.

Besonderheiten

Mit dem Erfahrungshintergrund der bisherig sehr erfolgreich verlaufenen Ausstellungen können wir bekannt geben, dass Bilder ein Mindestmaß von 50 cm bei serieller Hängung und 100 cm bei Präsentation eines Einzelwerkes benötigen, um eine gute Wirkung im Raum zu erzielen. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass die Räumlichkeiten lichtdurchflutet sind und die Werke ein Jahr hängen werden. Daher ist darauf zu achten, dass die verwendeten Materialien für diese Bedingungen geeignet sind. Die FH Campus Wien übernimmt keine Haftung für Schäden, die in Zusammenhang mit den Raum-/Lichtbedingungen stehen.

Kostenübernahme

Sofern Ausstellungskonzepte und Künstler*innen ausgewählt werden, die auf einer größeren Fläche mehrere Arbeiten im Sinne eines Gesamtkonzepts ausstellen, übernehmen wir Kosten bis zu € 800,– gegen Vorlage von Rechnungen für entstandene Aufwände (Material-/Produktionskosten, Transport, Zoll)

Für einzelne Werke, die allenfalls ausgewählt werden, übernehmen wir keine Reise-, Projekt-, Transport- oder Rahmungskosten.

Von der Auswahl zur Hängung

Die Auswahl der Arbeiten trifft eine Jury aus profilierten schweizerischen und österreichischen Kurator*innen.

  • Karin Mairitsch, bildende Künstlerin, Co-Präsidentin der visarte zentralschweiz, bis 2016 Vorstandsmitglied der Kunsthalle Luzern 
  • Günther Oberhollenzer, Kurator für das neue Kunstmuseum in Krems, der Landesgalerie Niederösterreich
  • Katharina Moser, Galeristin, loft8 Galerie für zeitgenössische Kunst, 1030 Wien
  • Jutta Garbe, Leiterin Unternehmenskommunikation FH Campus Wien

Eine Begründung für die Ablehnung eingereichter Konzepte/Werke erfolgt nicht. 

Ankauf

Die FH Campus Wien verfügt über ein Ankaufsbudget von € 7.500,-. Mit diesem Budget sind wir bestrebt, 2 – 3 Werke der ausgewählten Künstler*innen anzukaufen und diese damit in ihrem Werdegang zu unterstützen.

Nutzungsrechte

Nur relevant für die ausgewählten Kunstwerke.

Mit der Hängung des Kunstwerks erhält die FH Campus Wien das Recht, Fotos vom Kunstwerk für PR-Zwecke in Print und online uneingeschränkt unter Nennung der Künstler*in zu nutzen. Die FH Campus Wien erhält das Recht, Kaufinteressent*innen an die Künstler*innen weiterzuvermitteln. Im Rahmen der Zukunftsgespräche ist die Hängung in den Räumen der FH Campus Wien von Mai 2019 bis Mai 2020 geplant. 

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Hochschule frei zugänglich. Die Hochschule hat die Ausstellung versichert. Allfällige Transportversicherungen werden von der FH Campus Wien nicht übernommen.

Termine auf einen Blick

Besichtigung der Räumlichkeiten per sofort zu den angegebenen Öffnungszeiten (ohne Anmeldung und Begleitung) möglich.

31. Oktober 2018: Deadline für Einreichungen, Maileingang bis spätestens 23:59 Uhr Ortszeit
November: Bekanntgabe der ausgewählten Einreichungen
November bis Ende April: Produktion der Ausstellung durch die Künstler*innen, Möglichkeit zur Einreichung seitens Künstler*innen bei Institutionen und Stiftungen zur Unterstützung des Vorhabens
2. Mai 2019: Abgabe der Kunstwerke an der FH Campus Wien
6. bis 10. Mai 2019: Hängung durch Jutta Garbe, eine*n Juror*in und FH Campus Wien
voraussichtlich 15. Mai 2019: Vernissage
voraussichtlich 16. Mai 2019: Präsentation der Kunstwerke in den Räumen der FH Campus Wien, Bekanntgabe der Prämierungen
Mai 2019 bis Mai 2020: Ausstellung, zugänglich zu den Öffnungszeiten der FH Campus Wien

Rückfragehinweis
kunstprojekt@fh-campuswien.ac.at

Thematische Ausrichtung der Zukunftsgespräche 2019

Ob Bildung, Arbeit oder Privatsphäre – kein Stein bleibt auf dem anderen. Unsere Gesellschaft wandelt sich von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft und das verändert unsere ARBEITSWELT ebenso grundlegend wie der demografische Wandel und die zunehmende Automatisierung: Während auf der einen Seite die Nachfrage nach Fachkräften in den Bereichen Gesundheit und Pflege weiter ansteigt, wird auf der anderen Seite menschliche Arbeit da, wo sie von Maschinen erledigt werden kann, verschwinden. 

  • Ist das das „Ende der Arbeit“?
  • Was und wie werden wir in Zukunft arbeiten?
  • Welche Rolle wird der Mensch in der Arbeitswelt von morgen spielen?

In einer Wissensgesellschaft, in der Wissen in immer größerer Menge und dank digitaler Medien immer leichter verfügbar ist, wird BILDUNG zum Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg und sozialen Aufstieg. Dazu braucht es ein völlig neues Verständnis von Bildung: Bildung wird zum permanenten, d.h. lebensbegleitenden, Kompetenzerwerb, der digitalisiert auf neuen Kanälen stattfindet. 

  • Welche Kompetenzen braucht es in einer Wissensgesellschaft künftig?
  • Wie können wir Bildung so ausrichten, dass sie optimal auf die Anforderungen einer digitalisierten Welt abgestimmt ist?

Mit zunehmender Digitalisierung und Vernetzung wird es immer schwieriger, unsere eigenen Daten zu schützen und zu kontrollieren. PRIVATSPHÄRE im herkömmlichen Sinne ist in unserer heutigen digitalen Gesellschaft so gut wie nicht mehr umsetzbar. Öffentlich und privat verschwimmen zunehmend, es herrscht totale Transparenz und aus den Datenspuren, die wir – bewusst oder nicht – im Netz hinterlassen, kann mithilfe künstlicher Intelligenz unsere Persönlichkeit rekonstruiert und unser Verhalten vorhergesagt werden.

  • Wie können wir uns vor Überwachung durch digitale Technologien schützen? 
  • Wie ein Mindestmaß an Privatsphäre sicherstellen, ohne die Vorteile einer digitalen Gesellschaft aufgeben zu müssen?

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