Studierendenkonferenz Soziale Arbeit 2021

1. Online-Tagung des Bachelorstudiums Soziale Arbeit der FH Campus Wien

Montag, 21. Juni 2021, 18.00-20.00 Uhr
Mittwoch, 23. Juni 2021, 09.00-20.30 Uhr

Was erwartet mich?

Die Studierendenkonferenz ist eine Online-Veranstaltung für Studierende, Lehrende, Absolvent*innen und Sozialarbeitende aus der Praxis. Studierende des Bachelors Soziale Arbeit geben einen Einblick in ihre Forschungstätigkeit, stellen ihre Ergebnisse vor und diskutieren darüber mit dem interessierten Fachpublikum und den Teilnehmer*innen der Konferenz.

Kontext der Studierendenkonferenz

Im 3. und 4. Semester ihres Studiums forschen Studierende des Bachelor Soziale Arbeit in Kleingruppen zu Themen ihrer Wahl. Dabei greifen sie aktuelle Themen der Sozialer Arbeit auf und beleuchten sie aus der Perspektive von Theorie, Praxis und Forschung.
Die Studierenden haben sich im letzten Jahr eine Forschungsfrage überlegt und ihr Forschungsdesign entwickelt, dabei konnten sie quantitative wie qualitative Methoden wählen. Sie führten Untersuchungen und Befragungen online oder persönlich durch und werteten sie aus. Dabei wurden sie pro Panel von je einem*r forschungserfahrenen Lehrenden und Coach aus der Praxis begleitet, die jeweils thematisch in das Panel einführen werden.

Programm

Folgende Panels aktueller studentischer Forschung können Sie beim Event erleben und mit den Vortragenden diskutieren.

Programm 23. Juni 2021

09.00-09.15 Uhr: Begrüßung

09.15-11.15 Uhr: Panel 1

Die Panels finden parallel statt, bitte wählen Sie eines der beiden aus.

Franz Kolland, Martin Schenk

Wo sind meine Freunde?
Carolin Lang, Eva Kirchner, Claire Jungblut

Einsamkeit ist ein Thema was jede Altersgruppe betrifft und während der Corona-Pandemie verstärkt aufkam, so auch bei den Kleinsten unserer Gesellschaft. Ziel unserer Forschung ist es herauszufinden ob Kindergartenkinder durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verstärkt ein Einsamkeitsgefühl verspüren und ob die Sozial Arbeit im Kindergarten eine unabdingbare Ressource gewesen wäre, um während der Krise die Kinder und die Familien zu unterstützen und zu begleiten. Es wurden fünf online Expert*innen-Leitfadeninterviews geführt, mit zwei Elementarpädagog*innen, zwei Müttern und einer Kindergartensozialarbeiterin.  Die Interviews wurden transkribiert und anhand einer Inhaltsanalyse ausgewertet. Diese ergab, dass Kinder sich verstärkt einsam fühlen, da all ihre gewohnten Tagesstrukturen wegfallen und sozial Distancing sie genauso trifft. Zudem wurden Veränderungen des Verhalten der Kinder wahrgenommen, die teilweise zu Verhaltensauffälligkeiten geführt haben bzw. führen können. Diese Forschung erhofft mit den Ergebnissen das Berufsfeld der Sozialarbeit in den Kindergärten zu erweitern und die Notwenigkeit zu beleuchten.

 

700 Freund*innen und trotzdem einsam?
Anna-Maria Renzhofer, Karoline Schreiber, Paula Augustin, Sara Brunnmair, Sona Grant

Die Nutzung Sozialer Medien steigt bei Jugendlichen durch die zunehmende Digitalisierung immer weiter an. Dabei stellen sich die Fragen, wie sich die Art und Dauer der Nutzung Sozialer Medien auf das Einsamkeitsempfinden Jugendlicher auswirken und welche Rolle die Jugendsozialarbeit bezüglich Einsamkeitsprävention einnehmen kann. Zwischen März und April 2021 wurde eine Online-Befragung mit (voll-)standardisiertem Fragebogen und einer offenen Frage bei Jugendlichen im Alter von 10-19 Jahren durchgeführt (n=88). Zudem führten wir drei qualitative Interviews mit Sozialarbeiter*innen der Offenen Jugendarbeit, um die Ergebnisse abzurunden. Dabei zeigt sich unter anderem, dass Korrelationen zwischen der passiven, intensiven Nutzung Sozialer Medien und Einsamkeit bestehen und dass die digitale Jugendarbeit insbesondere in Zeiten von Corona eine wichtige Ressource für die Jugendlichen bildet, vor allem für jene, welche kaum nahestehende Kontakte innerhalb der Familie haben.

 

Flucht in die Einsamkeit?
Flora Nagy, Magdalena Seidl, Julia Meidl, Magdalena Musek

Bestehende theoretische Modelle zu Flucht und Integration beschreiben unterschiedliche Phasen nach dem Eintreffen im Ankunftsland. Das Interesse dieser Arbeit gilt insbesondere dem subjektiv empfundenen Einsamkeitsgefühl volljähriger Menschen mit Fluchterfahrung im Laufe dieser Phasen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Veränderung des Gefühls innerhalb der ersten Jahre des Aufenthalts in Österreich gesetzt. Um herauszufinden, welche Faktoren in Korrelation mit dem Gefühl von Einsamkeit stehen, wurden sechs qualitative Leitfadeninterviews mit Menschen mit Fluchterfahrung durchgeführt. Die kategorisch ausgewerteten Ergebnisse bilden ein hoch komplexes Zusammenspiel aus diversen lebensweltlichen Ereignissen und sozialen Dynamiken ab, welche hemmend oder verstärkend auf das Einsamkeitsempfinden wirken. Individuelle Bewältigungsstrategien und die Hilfe von Netzwerken rücken in den Fokus der Studie. Folglich lässt sich der Stellenwert der Soziale Arbeit ableiten und es wird ein Entwurf über Bedarf und Verbesserung der Praxis der entsprechenden Arbeitsfelder diskutiert.

 

Gemeinsam einsam?
Lea Elisa Feitl, Marlene Landstetter, Hannah Radl, Elisabeth Strasser

Mit Einsamkeit sind in unserer Gesellschaft viele konfrontiert. In Zeiten der Covid-19 Pandemie sind davon vermehrt Bewohner*innen von Pflegeeinrichtungen betroffen, da diese stark unter den neuen Maßnahmen leiden. Die aktuelle Situation ist aber auch für die Mitarbeiter*innen sehr herausfordernd. Diese stehen täglich vor der Frage, welche Methoden sie anwenden können, um Bewohner*innen weiterhin gut vernetzen und unterstützen zu können. Im Zuge der vorliegenden Forschungsarbeit wurde sich, basierend auf 6 Interviews, die telefonisch oder per Videokonferenz stattgefunden haben, mit Mitarbeiter*innen verschiedenster Professionen in Pflegeeinrichtungen Wiens, mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich, dass Einsamkeit auch vor der Pandemie ein großes Thema in Pflegeeinrichtungen war. Unter den aktuellen Maßnahmen und Restriktionen leiden jedoch vor allem gut vernetzte Bewohner*innen, deren Leben sich durch die Besuchseinschränkungen stark verändert hat. Ein Fokus der Interviews lag auch auf der sozialen Arbeit, ihren Aufgaben und Tätigkeiten und auf ihrer Relevanz in diesem Setting. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Wahrnehmung dieser Relevanz in den Einrichtungen sehr unterschiedlich verhält.

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Richard Krisch, Martin Himmelfreundpointner

09.15 Uhr

Was hat die aktuelle Covid-19-Krise bei den Aneignungs- und Vergesellschaftungsformen von Jugendlichen verändert?

Tina Stögerer, Marlene Sirucek, Denise Gligor, Aleksandar Stamenkovic, Philippe Biver

In der Betrachtung der Bewältigungs- und Vergesellschaftungsformen von Jugendlichen hat sich die jugendliche Raumaneignung in der Covid-19 Krise verändert. Kommunikation, soziale Integration und Freundschaften haben sich durch die Einschränkungen der letzten Zeit gewandelt.

Diese Veränderung wird auf Basis von Befragungen der Jugendlichen im öffentlichen Raum unter Zuhilfenahme von strukturierten Leitfadeninterviews untersucht.

Aufgrund der durch den Lockdown terminlich sehr eng bemessenen Zeit werden die Forschungsergebnisse zurzeit gesammelt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es bildet sich aber schon jetzt ab, dass die Möglichkeiten von Geselligkeit Jugendlicher im öffentlichen Raum drastisch reduziert sind und die Jugendlichen in Nischen ausweichen, um sich als peergroup zu erleben.

 

09.45 Uhr

Aneignungs- und Vergesellschaftungsformen Jugendlicher während der Covid-19-Pandemie

Nadine Gaugusch, Bernhard Pauli, Yasmin Rabel, Stephanie Unterberger

Der öffentliche Raum und die Aneignungsprozesse Jugendlicher in eben diesem haben sich im Hinblick auf die veränderte Situation durch die Covid-19-Krise stark verändert. Insbesondere der digitale Raum erlangt in dieser besonderen Zeit einen zentralen Stellenwert.Er macht heute einen großen Teil der Kommunikation und der Gruppenprozesse Jugendlicher aus. Diese aktuelle Entwicklung wird auf Basis von Befragungen der Jugendlichen im öffentlichen Raum unter Zuhilfenahme von strukturierten Leitfadeninterviews und qualitativer Inhaltsanalysen der Gespräche untersucht. Aufgrund der durch den Lockdown sehr eng bemessenen Zeit für die Durchführung der Interviews werden die Forschungsergebnisse zurzeit gesammelt und ausgewertet. Es bildet sich aber schon jetzt ab, dass der Verlust von jugendtypischen Treffen in peergroups und zunehmende Bedeutung von Sozialen Medien den Alltag der Jugendlichen prägt.

 

10.15 Uhr

Mädchen in der Aneignung ihrer Umwelt
Marie-Lousie Gerlinger, Lara Gründling, Ester Stauffer, Lisa Klinglmair

Die Aneignungs- und Vergesellschaftungsformen von Mädchen im öffentlichen Raum zeigen spezifische Charakteristika. Insbesondere die Nutzungsformen von Räumen, ihre Abgrenzung zur vermeintlichen Dominanz von Burschen und die Ausweitung der Mobilität sind Merkmale, die in dieser Forschungsarbeit beleuchtet werden.
Die Vergesellschaftungsformen von Mädchen werden auf Basis von Befragungen und Beobachtungen im öffentlichen Raum unter Zuhilfenahme von strukturierten Leitfadeninterviews und anschließender inhaltsanalytischen Auswertung untersucht.

Aufgrund der durch den Lockdown terminlich sehr eng bemessenen Zeit für die Durchführung der Interviews werden die Forschungsergebnisse zurzeit gesammelt und ausgewertet. Es bildet sich aber schon jetzt ab, dass aufgrund der Covid19 Krise Mädchen noch weniger im öffentlichen Raum anzutreffen sind.

 

10.45 Uhr

Der institutionelle Blick auf Jugendliche in Alterlaa
Lina Drev, Lilia Maria Grohe, Anna Lena Himmelbauer, Herbert Schachner

In dieser Forschung wird beleuchtet, wie Jugendarbeit und Jugendliche in ihren Aneignungsprozessen im öffentlichen Raum des Stadtentwicklungsgebietes Alterlaa von Institutionen wahrgenommen werden und wie diese die Qualität des Stadtteils für Jugendliche beurteilen. Es soll auch der Frage nachgegangen werden, wie sich der Kontakt zu den Jugendlichen in den Lockdowns verändert hat. Dafür wurden ortsansässige Institutionen in Expert*inneninterviews befragt.

Aufgrund der COVID-19-bedingten eng bemessenen Zeit für die Durchführung der Interviews, werden die Forschungsergebnisse zurzeit transkribiert und inhaltsanalytisch ausgewertet. Anzunehmen ist, dass die Covid-19 Regelungen sich als Barrieren zu den Zielgruppen im Sozialraum erweisen und die Nutzung des Sozialraumes für die Jugendlichen erschwert wird.

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11.15-11.30 Uhr: Pause

11.30-13.30 Uhr: Panel 2

Diese Panels finden parallel statt, bitte wählen Sie eines der beiden aus.

Persson Perry Baumgartinger, diverse Expert*innen

Die Gesundheit der "Anderen"
Ahmad Lare, Enser Laura, Karakaya Dilan, Kiesling Alexandra, Schwarz Elisabeth

Im Diskurs rund um Covid-19 spielt Gesundheit eine zentrale Rolle. Doch was bedeuten "gesund sein" und Gesundheit eigentlich? Vermitteln die Medien zur Zeit der Pandemie ein klares Bild, was Gesundheit und der Umgang damit zu heißen hat?

Diese Vortrag setzt sich damit auseinander, wie über Gesundheit in österreichischen Tageszeitungen berichtet wurde, welche Aspekte bzw. Personengruppen (nicht) erwähnt wurden und ob sich der Kontext der Berichterstattung im Laufe der Zeit verändert hat. Konkret werden die drei Zeiträume März, November und Dezember 2020 untersucht. Die Analyse zeigt, dass Themenbereiche der Sozialen Arbeit aus dem Diskurs weitgehend ausgeklammert werden.

 

Belastet, ausgegrenzt & unsichtbar? Die Repräsentation von Adressat*innen psychiatrischer Abteilungen in österreichischen Tageszeitungen
Alexandra Eitzinger, Eva Felbermayr, Lukas Tuschl, Markus Humer

Krisen wirken sich auf marginalisierte Gruppen besonders stark aus und verschärfen bestehende Missstände, während die Herausforderungen von Minderheiten in der Berichterstattung meist untergehen. Das führt dazu, dass marginalisierte Menschen unsichtbar gemacht werden. Nachdem gerade die psychische Auswirkung auf die Bevölkerung durch die aktuelle Situation in den Medien immer mehr Beachtung findet, haben wir uns mit den Fragen beschäftigt: Wie werden Adressat*innen psychiatrischer Abteilungen in Tageszeitungen repräsentiert? Finden Sie im aktuellen Diskurs Erwähnung und wie wird ihre Situation dargestellt?

 

Häusliche Gewalt in Zeiten von Covid-19
Matteo Gadner, Julia Gstöttenmayr, Moritz Kölbl, Magdalena Marie Unterbusch

Diskurse determinieren maßgeblich unser Wissen und unsere Realität. Zu Beginn der Covid-19-Pandemie legten verschiedenste Quellen nahe, dass es durch die Maßnahme des Lockdowns zu einer Steigerung und Häufung von häuslicher Gewalt kommen könnte. Dieses Phänomen hat unsere Forschungsgruppe mittels der kritischen Diskursanalyse empirisch erforscht. Anhand des Printmediums "Der Standard" zeigen wir auf, wie häusliche Gewalt in den Medien vorkommt. Welche Akteur*innen dürfen sprechen und über wen wird gesprochen? Welche Aspekte werden ausgeklammert?

 

Alles ein Komplott? Verschwörungstheorien im Diskurs rund um Covid-19.
Andrea Beltrame, Ariane Ebm, Stephan Philipp, Friedrich Vösenhuber

Dieser Vortrag setzt sich mit Verschwörungstheorien rund um Covid-19 als gesellschaftliches Phänomen auseinander. Mit der kritischen Diskursanalyse wird die mediale Berichterstattung ab März 2020 anhand von vier österreichischen Printmedien untersucht. Der Fokus liegt insbesondere auf folgenden drei Fragen: Welche konkreten Verschwörungstheorien werden im medialen Diskurs thematisiert? Wie wird auf diese referiert? Welches Bild von Verschwörungstheoretiker*innen wird dabei konstruiert? Abschließend werden mögliche Handlungsstrategien dargelegt und erläutert, wie die Soziale Arbeit durch einen konstruktiven und adäquaten Umgang dazu beitragen kann, Verschwörungstheorien zu entkräften.

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Christine Würfl, Barbara Schörner

11.30 Uhr

Handlungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit bei häuslicher Gewalt
Helen Pecina, Daniela Fachleitner, Dominic Ackerl, Shake Hovhannisyan

Häusliche Gewalt wird gesellschaftlich tabuisiert und stellt einen Eingriff sowohl in das Kindeswohl als auch in die Kinderrechte dar. Hierbei nimmt die Institution Schule eine wichtige Meldefunktion ein. Ziel dieser Arbeit ist es herauszuarbeiten, welche Tools Schulsozialarbeiter*innen zur Verfügung stehen, um Betroffenheit von häuslicher Gewalt zu erkennen, sowie deren Vorgehensweisen bei einem Verdachtsfall darzulegen. Hierfür wurden auf Basis von leitfadengestützten, qualitativen Expert*inneninterviews die konkreten Erfahrungswerte und Interventionsmöglichkeiten von Schulsozialarbeiter*innen erhoben. Eine Erkenntnis ist, dass den Schulsozialarbeiter*innen bereits ein weites Spektrum an Handlungsoptionen zur Verfügung steht. Innerhalb des rechtlichen Rahmens besteht eine umfassende Entscheidungsfreiheit bezüglich der Interventionen, die gesetzt werden.

 

12.00 Uhr

Effekte der COVID-19 Pandemie auf die Wiener Schulsozialarbeit
Clemens Feichter, Klaus Lehrner, Laura Kalny, Johannes Obruca, Daniel Raczka

Die österreichweiten Einschränkungen des Schulbetriebes auf Grund der COVID-19 Pandemie beeinflussen die schulischen Supportsysteme in allen Bereichen, wodurch sich Fragen der in diesen Rahmenbedingungen möglichen Formen von Unterstützung von Schüler*innen durch die Schulsozialarbeit stellen. Die vorliegende empirische Arbeit analysiert daher mithilfe leitfadengestützter Expert*inneninterviews die fachlichen Wahrnehmungen der Veränderungen des Praxisfeldes Schulsozialarbeit von Expert*innen des ÖZPGS. Auf Grundlage der qualitativen Inhaltsanalyse konnten neun Kategorien abgeleitet werden. Als zentrales Ergebnis der Praxis der Schulsozialarbeiter*innen kristallisierte sich heraus, dass sich während der Pandemie der Bedarf an Schulsozialarbeit auf die gesamten Lebensbereiche der Schüler*innen ausgeweitet hat.

 

12.30 Uhr

Aufgabenprofil der Wiener Schulsozialarbeit
Emilia Gaffrey, Christian Herzog, Anna Schmuck, Joline Stangl, Jasmin Vela

Mannigfache Aufgaben charakterisieren das Praxisfeld der Wiener Schulsozialarbeit. Daher scheint es wichtig, das Aufgabenprofil aus Sicht der Schulsozialarbeiter*innen empirisch zu erfassen. Hierfür wurden anhand von leitfadengestützten Interviews, Expert*innen des ÖZPGS befragt. Mit dieser Forschungsarbeit soll zur Konkretisierung und Vereinheitlichung des Aufgabenprofils der Wiener Schulsozialarbeit beigetragen werden. Aus der Untersuchung geht hervor, dass sich das empirische Aufgabenprofil größtenteils mit den theoretisch definierten Aufgaben von Schulsozialarbeit deckt. Dennoch stellt die Umsetzung der Aufgaben für die Schulsozialarbeiter*innen aufgrund von fehlenden Ressourcen, den vorherrschenden Strukturen im System Schule und einschränkenden Rahmenbedingungen eine Herausforderung dar.

 

13.00 Uhr

Sozialarbeiterischer Umgang bei Gewaltvorfällen im Kontext Schule
Heidenreich Hanna, Hölscher-Mönnich Hannah, Riegler Katharina, Schoissengeyer Martha

Im Schulalltag stellen Gewaltvorfälle zwischen Schüler*innen im Alter von 10 bis 14 Jahren eine Realität dar. Das Ziel der Forschungsarbeit ist das Erfassen von schulsozialarbeiterischen Interventionsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Gewaltformen unter Schüler*innen in der Sekundarstufe I. Aus diesem Grund wurden qualitative Interviews mit acht Schulsozialarbeiter*innen aus der Wiener Schulsozialarbeit durchgeführt. Das Resultat der Arbeit gibt Aufschluss über die verschiedenen Formen von Gewalt und diesbezügliche Unterstützungsmöglichkeiten der Schulsozialarbeit. Dabei gelten Cybermobbing als große Herausforderung und Schüler*innengespräche im Einzelsetting als zentrale Interventionsform.

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13.30-14.00 Uhr: Pause

14.00-16.00 Uhr: Panel 3

Die Panels finden parallel statt, bitte wählen Sie eines der beiden aus.

Irene Messinger, Karin Rowhani-Wimmer

14.10 Uhr

Möglichkeiten und Herausforderungen in der Beziehungsarbeit im Peer-Counseling im Handlungsfeld Migration
Annika Engstler, Johannes Ge, Viviane Kreutzer

Empathie, Wertschätzung und Authentizität zählen zu den wesentlichen Voraussetzungen für den erfolgreichen Beziehungsaufbau im Beratungssetting. Ebenso können auch andere Aspekte wie Erfahrungswissen im Peer-Counseling eine Rolle spielen. Das Ziel war die Erforschung der Relevanz von Identifikationsmerkmalen in Bezug auf Sprache, Herkunft, Religion und Diskriminierungserfahrung.

Die qualitative Auswertung der Expert*inneninterviews mit Peer-Counselors hat ergeben, dass die Fluchterfahrung als Identifikationsmerkmal positive und negative Auswirkungen auf den Beziehungsaufbau aufweist. Erfahrungen im Bereich Flucht und Migration sind nicht ausschließlich ausschlaggebend dafür. Je mehr Identifikationsmerkmale vorhanden sind, desto konstruktiver gestaltet sich der Beziehungsaufbau. Zusätzlich spielen persönliche, soziale und methodische Kompetenzen der Peer-Counselors eine Rolle.

 

14.30 Uhr

Ausbildung zum Peer im neunerhaus: Möglichkeiten und Rahmenbedingungen des Berufseintiegs in der Wiener Wohnungslosenhilfe
Samuel Dorninger, Samantha Obstmayer, Anika Schulreich

Seit 2019 bietet die Sozialorganisation "neunerhaus" den inzwischen vierten Zertifikatskurs "Peers der Wiener Wohnungslosenhilfe" für (ehemals) obdachlose und wohnungslose Menschen an. Unsere Forschungsarbeit stellt den Aufbau des Lehrgangs dar und untersucht, wie der Kurs das Leben der Peers verändert. Der Fokus liegt darauf, ob den Absolvent*innen nach dem Kurs der Umstieg in ein Angestelltenverhältnis ermöglicht wird, und wie dieses gestaltet wird. Mittels qualitativer Sozialforschung wurden Expert*inneninterviews mit Peers und der Kursleitung geführt und ausgewertet. Durch die Untersuchung wird deutlich, dass die Peer-Arbeit eine durchaus positive Wirkung auf die Beziehungsarbeit in der Institutionen hat, und die Soziale Arbeit nicht nur entlastet, sondern auch das Angebot der Einrichtungen erweitert

 

14.50 Uhr

Peers im Wohnungslosenbereich Wien: Empirische Forschung zu professioneller Nähe und Abgrenzung.
Johanna Burgholzer, Dennis Greif, Julia Höretzeder, Hannah Schrattbauer, Sarah Wallraff

Obwohl die Entwicklung im österreichischen Peerbereich verglichen mit internationalen Standards eher schleppend voranging, wird das professionalisierte Erfahrungswissen von Peers nun seit 2018 auch im Wiener Wohnungslosenbereich als Ressource erkannt. Denn eben dieses Erfahrungswissen stellt eine besondere Chance für die Beziehungsgestaltung zu den Klient*innen dar. Doch wie gehen die Peers damit um und welche erlernten und selbst erarbeiteten Strategien wenden sie dabei an?

In diese Frage- und Problemstellung geben praktizierende Peers in Leitfadeninterviews Einblick. Die Ergebnisse zeigen die Bedeutung von professioneller Nähe und Distanz für den Arbeitsalltag. Dabei kristallisiert sich jedoch auch heraus, dass die Peerarbeit nicht mit den Maßstäben der Sozialen Arbeit gemessen werden kann, sondern ganz andere Herangehens- und Denkweisen erfordert.

 

15.10 Uhr

Peerarbeit: Eine Bereicherung für den ambulanten psychiatrischen Bereich und die damit einhergehenden Herausforderungen
Sarah Adler, Tobias Bilek, Sarah Holzinger, Annika Weisbrodt

Der Einsatz von Peerarbeiter*innen wirkt sich auf unterschiedliche Personengruppen aus: Klient*innen, Professionist*innen und die Peers selbst. Die Grundannahme, dass die Peerarbeit im ambulanten psychiatrischen Bereich gut eingesetzt werden kann und für alle Beteiligten mehr Vorteile als Nachteile mit sich bringt, hat sich durch Expert*inneninterviews mit Peers ohne beziehungsweise mit Ausbildung bestätigt. Peers können Klient*innen Hoffnung, Mut und Zuversicht geben und als Brückenbauer*innen zwischen Klient*innen und Professionist*innen dienen.
Es hat sich herausgestellt, dass professionell ausgebildete Peerarbeiter*innen im ambulanten psychiatrischen Bereich in Wien kaum tätig sind. Zudem zeigen sich auch Schwierigkeiten in der Team-Zusammenarbeit, da Peers oftmals nicht ausreichend wertgeschätzt und in ein professionelles Team miteinbezogen werden.

 

15.30 Uhr

Beitrag der Ausbildung Peer-Streitschlichtung zu mehr "Selbstbestimmt Leben"
Cornelia Mayerhofer und Oksana Shut

Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben wird nicht nur in der UN Menschenrechtskonvention festgehalten, sondern ist ein wichtiger Bestandteil der Sozialen Arbeit, um die Selbstwirksamkeit der Klient*innen zu stärken und zu fördern. Ziel dieser Forschungsarbeit war die Wirkung der Peer-Ausbildung auf das selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderungen zu analysieren. In Expertiseinterviews mit den Peers der Drehscheibe Streitschlichtung sowie Projektbegleiter*innen der Agentur Sonnenklar wurde deren Erfahrungswissen erhoben, wobei besonders auf die Selbstorganisation und Inklusion der Peers geachtet wurde. Die positiven Veränderungen bei den Absolvent*innen des Jahrgangs 2019/20 reichten von größerer Selbständigkeit im Alltag bis zum Schritt in den ersten Arbeitsmarkt und der damit verbundenen Unabhängigkeit.

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Gabriele Kronberger, Walther Hohenbalken

Interventionsbereitschaft bei häuslicher Gewalt: Förderliche und hinderliche Faktoren für die Interventionsbereitschaft von Nachbar*innen im Wiener Gemeindebau.
Antonic Moritz, Gärtner Victoria, Matzka Nina, Oblasser Johanna, Reithofer Josef

Ziel dieser Arbeit ist die Erforschung der Faktoren, die die Interventionsbereitschaft von Nachbar*innen bei häuslicher Gewalt im Wiener Gemeindebau beeinflussen. Die quantitative Forschung wurde mittels einer Online-Umfrage durchgeführt. Hierbei standen die Wahrnehmung von Gewalt und die möglichen Arten der Intervention im Falle des Auftretens von Gewalt im Vordergrund.

Hinderliche und förderliche Faktoren der Interventionsbereitschaft im nachbarschaftlichen Kontext wie Alter, Sicherheitsgefühl oder nachbarschaftliche Beziehungen werden analysiert. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, diese in Zukunft zu fördern. Die Umfrage befasst sich deswegen neben der individuellen Interventionsbereitschaft auch mit der Wahrnehmung von Gewalt und der Definition von Nachbarschaft.

Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass physische Gewalt schneller als solche wahrgenommen wird als psychische und dass es einen Zusammenhang zwischen der Interventionsbereitschaft und dem subjektiven Sicherheitsgefühl gibt.

 

Gewalt in den eigenen 4 Wänden. Bedeutet häusliche Gewalt für alle Menschen dasselbe?
Korosec Kirsi, Lener Antonia, Moritz Lydia, Weiß Denise

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der unterschiedlichen Wahrnehmung und Bewertung häuslicher Gewalt von volljährigen Wiener Gemeindebaubewohner*innen. Geforscht wurde hierbei quantitativ mittels Online-Fragebogen, die Auswertung erfolgte deskriptiv.

Ziel der Forschung ist es, herauszufinden, ob häusliche Gewalt in Abhängigkeit von Merkmalen wie Geschlecht, Alter oder Wohnsituation unterschiedlich bewertet und wahrgenommen, bzw. inwiefern bei vermuteter häuslicher Gewalt in der Nachbarschaft eingegriffen wird.

Die Ergebnisse zeigen, dass häusliche Gewalt keinesfalls für alle Menschen dasselbe bedeutet. Unterschiede im Sinne einer früheren Wahrnehmung von Handlungen als Gewalt, können vor allem in den Kategorien Geschlecht und höchste abgeschlossene Ausbildung beobachtet werden. Beim Unterbrechen gewalttätiger Situationen in der Nachbarschaft zeigen sich altersspezifische Unterschiede.

 

Häusliche Gewalt und Gemeinwesen: wohnpartner als Ressource bei Vorfällen von häuslicher Gewalt in Wiener Gemeindebauten
Ausserhofer Hannah, Dimic Michelle, Grohmann Alice, Österreicher Birgit, Schulz Anna

Die Betreuung der in den Wiener Gemeindebauten lebenden Menschen obliegt den wohnpartner-Mitarbeiter*innen. Sie unterstützen Nachbar*innen im Alltag, bei Konflikten sowie bei der Entstehung und Weiterentwicklung von Bewohner*innen-Initiativen. Ein wiederkehrendes Thema in der Zusammenarbeit ist häusliche Gewalt. Welche institutionellen und individuellen Ressourcen wohnpartner-Mitarbeiter*innen mitbringen, um im Falle von Partnergewalt zu agieren und die Nachbarschaftshilfe zu aktivieren, steht im Mittelpunkt dieser Forschung. Mittels einer Onlinebefragung der wohnpartner-Mitarbeiter*innen (n=46) konnte gezeigt werden, dass persönliche und institutionelle Ressourcen, sowie die Gemeinwesenarbeit und die Aktivierung der Nachbarschaftshilfe fördernde Faktoren sind, um Vorkommnissen von häuslicher Gewalt im sozialen Nahraum von Betroffenen auf ganzheitlicher Ebene zu begegnen.

 

Projekt "Stadtteil ohne Partnergewalt". Bewertung und Annahme des StoP - Projekts durch Bewohner*innen des Wiener Gemeindebaus
Barth Elena, Bruckner Claudia, Gassenbauer Shereen, Kellner Jana, Stangl Hanna

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Thema häusliche Gewalt im Gemeindebau am Beispiel des gewaltpräventiven Projekts "Stadtteil ohne Partnergewalt" im 5. Wiener Gemeindebezirk. Die Daten wurden mittels Online-Fragebogen erhoben und deskriptiv ausgewertet.

Das Ziel unserer Forschung ist, die Bewertung und Annahme des StoP-Projekts aus Sicht der im Gemeindebau lebenden Teilnehmer*innen zu eruieren.

Die Auswertung zeigt, dass nur sehr wenige Mitglieder des Projekts erreicht werden konnten, da auch Personen, welche nicht in einem Gemeindebau in Margareten wohnen, aktiv an dem Projekt teilnehmen können. Die Ergebnisse zeigen, dass das StoP–Projekt bei den Teilnehmer*innen positiv angenommen wurde, da diese eine starke Veränderung in Bezug auf häusliche Gewalt durch das Projekt erkennen konnten. Diese positive Annahme zeichnet sich durch das Intervenieren der Befragten in Gewaltsituationen aus.

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Meeting-ID: 996 8581 0971
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16.00-16.15 Uhr: Pause

16.15-18.15 Uhr: Panel 4

Stefanie Mayer, Andreas Schadauer

Frauen*armut im Fachdiskurs der Sozialen Arbeit
Teresa Kristandl, Thomas Rassinger & Quilla Villca Vincenti

Bei armutsbetroffenen Frauen* handelt es sich um eine besonders vulnerable Klient*innengruppe der Sozialen Arbeit, welche häufig intersektionalen Benachteiligungsfaktoren ausgesetzt ist. Armutsbetroffene Frauen* sind zudem mit Stigmatisierungen und stereotypen Zuschreibungen konfrontiert. Auf Basis theoretischer Armutskonzepte, geschlechtsspezifischer Armutsrisiken und dem fachlichen Selbstverständnis der Sozialen Arbeit wird in dieser Forschungsarbeit mittels vier Expert*inneninterviews und einem Fachtext die sozialarbeiterische Perspektive zum Fachdiskurs Frauen*armut beforscht. Ziel der Arbeit ist es, Problemlagen armutsbetroffener Frauen zu verorten, sowie Lücken in der sozialarbeiterischen Praxis zu identifizieren. Erste Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse zeigen, dass Symptome zwar behandelt werden, die Bekämpfung der strukturellen Ursachen frauen*spezifischer Armut jedoch stagniert.

 

Antimuslimischer Rassismus in Österreich: Handlungsstrategien im Umgang mit Antimuslimischem Rassismus
Johanna Rauch, Marlene Speta & Mislav Vulelija

Dieses Forschungsprojekt baut auf der Annahme auf, dass Antimuslimischer Rassismus in der Gesellschaft allgegenwärtig ist, jedoch von der Mehrheitsgesellschaft wenig wahrgenommen wird. Um in Erfahrung zu bringen, wie Antimuslimischer Rassismus wirkt, wie Handlungsstrategien dagegen aussehen können und wer in den Diskurs miteinbezogen wird, wurden Expert*inneninterviews mit Personen aus der rassismuskritischen Arbeit, sowie problemzentrierte Interviews mit von Rassismus betroffenen Personen geführt. Spürbar wird Antimuslimischer Rassismus für Betroffene auf verschiedenen Ebenen wie z.B. im Schulsystem, am Arbeits- und Wohnungsmarkt sowie im öffentlichen Raum. Dieses Wissen kann Sensibilisierungsarbeit sowie Zivilcourage in der Mehrheitsgesellschaft fördern.

 

Strukturelle Herausforderungen für gehörlose Studierende
Veronika Auly, Romina Christian & Christina Hobitsch

Obwohl die Barrierefreiheit im österreichischen Universitätsgesetz verankert ist, zeigt sich der Zugang zum Hochschulstudium für gehörlose Personen beschwerlich. Mithilfe von qualitativen Interviews sollen strukturelle Herausforderungen - mit Exkurs auf die Covid-19-Situation - für gehörlose Studierende aufgezeigt werden. Die Erhebung wird anhand der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Interviews mit gehörlosen Studierenden und Mitarbeiter*innen der entsprechenden Anlaufstellen führen uns vorläufig zu folgenden Erkenntnissen: deutliche Erschwernisse zeigen sich im primären und sekundären Bildungssektor, weswegen der tertiäre Bildungsweg nur bedingt eingeschlagen werden kann. Weitere Barrieren sind dadurch gegeben, dass finanzielle Förderungen und organisatorische Unterstützungen derzeit auf Wiener Hochschulen beschränkt sind. Wie kann dieser Benachteiligung entgegengewirkt werden?

 

Situation des Aufnahmegesprächs von Wohneinrichtungen in der Be_hindertenhilfe
Michaela Detzlhofer, Imre Facchin & Viktoria Kriesel

Das Ziel der Forschungsarbeit ist darzustellen, inwiefern Menschen mit Be_hinderung im Aufnahmeverfahren für eine Wohneinrichtung die Möglichkeit haben, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu äußern und inwiefern diese von den Angehörigen und dem Personal der Be_hindertenhilfe wahrgenommen und umgesetzt werden. Es handelt sich in der Forschungsarbeit, um einen qualitativen Forschungszugang, wobei sie sich auf die Methode der Grounded Theory stützt. Die konkrete Forschungsfrage lautet "Wie sieht die Aufnahmesituation in Wohneinrichtungen aus und wie gestalten sich ihre Dynamiken?", die mit Hilfe von Leitfadeninterviews, die mit Bewohner*innen von Wohneinrichtungen geführt werden, beantwortet werden soll. Zusätzlich werden auch Leitfadeninterviews mit dem Personal dieser Einrichtungen durchgeführt, um ein möglichst umfassendes Ergebnis zu erhalten.

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18.15-18.30 Uhr: Pause

18.30-20.30 Uhr: Panel 5

Die Panels finden parallel statt, bitte wählen Sie eines der beiden aus.

Anna Fischlmayr, Lina Daniel

Kooperation zwischen Wiener Kinder- und Jugendhilfe und Mutter-Kind-Einrichtungen. Förderung des Kindeswohls im Kontext von Wohnungslosigkeit
Catalina Dagach, Rana Gökdal, Matthias Stuefer

Das Ziel der Forschungsarbeit ist es, die Gestaltung und beeinflussende Faktoren in der Kooperation zwischen Wiener Kinder- und Jugendhilfe und Mutter-Kind-Einrichtungen mit Fokus auf das Kindeswohl zu untersuchen. Es wurden jeweils zwei qualitative Interviews mit Mitarbeiter*innen aus beiden Fachbereichen auf Grundlage eines teilstrukturierten Interviewleitfadens geführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gestaltung der Kooperation von der jeweiligen institutionellen Verantwortung, der Arbeitsteilung und den verfügbaren Ressourcen beeinflusst wird. Außerdem nehmen Transparenz in der Kommunikation und Beziehung zu Klient*innen eine bedeutsame Rolle ein. Eine gelungene Kooperation ist essentiell, um wohnungslose Mütter und ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen und das Kindeswohl zu fördern.

 

Gesundheitliche Herausforderungen weiblicher Wohnungslosigkeit im Alter
Jaqueline Hahn, Lisa Höferl, Armin Schrötter, Dana Schwarzmann, Sandra Weidinger

Diese Forschungsarbeit setzt sich mit den gesundheitlichen Herausforderungen wohnungsloser Frauen* ab 50 und den daraus resultierenden Anforderungen an die Soziale Arbeit, ihre Mitarbeiter*innen und deren Einrichtungen auseinander. Im Theorieteil wurden relevante Aspekte weiblicher Wohnungslosigkeit in Bezug auf das Altern, die Gesundheit, Pflegebedarf und strukturelle Benachteiligungen beleuchtet, sowie die Angebote der Wiener Wohnungslosenhilfe dargestellt. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden fünf Expert*inneninterviews in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Wien geführt. Ableitend daraus lässt sich erkennen, dass in der Gruppe der älteren wohnungslosen Frauen* psychische Erkrankungen und ein erhöhter Pflegebedarf in allen Einrichtungen als herausfordernd, sowie der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben als zentral wahrgenommen werden.

 

Auswirkungen der Maßnahmen gegen die Covid-19 Pandemie auf die Beziehungsarbeit mit wohnungslosen Frauen. Eine explorative Studie
Nathalie Feichtinger, Lena Kienzer, Mira Novy, Florian Scheiterbauer

Ziel dieser explorativen Forschung war es, die Auswirkungen des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) auf die Beziehungsarbeit in der Sozialen Arbeit mit wohnungslosen Frauen, aus Sicht von Sozialarbeiter*innen, zu erforschen. Hierfür wurden fünf Interviews mit Sozialarbeiter*innen durchgeführt, welche anhand der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass der MNS die Arbeit mit Klientinnen zwar beeinflusst, sich aber auch andere Maßnahmen gegen die Covid-19 Pandemie auf die Beziehungsarbeit von Sozialarbeiter*innen mit Klientinnen auswirken. Es hat sich gezeigt, dass sich die Beziehungsarbeit mit Klientinnen aufgrund der Maßnahmen schwieriger und distanzierter gestaltet. Dabei war auffallend, dass es bei den Interviewpartner*innen unterschiedliche Wahrnehmungen in Bezug auf die Auswirkungen der Maßnahmen auf die Beziehungsarbeit gibt.

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Alexander Brunner, Julia Pollak    

Vom Motiv zur Berufsidentität. Biografische Motive zur Aufnahme eines Studiums der Soziale Arbeit und ihrer Bedeutung für die aktuelle Berufsidentität von Sozialarbeiter*innen.
Claudia Genger, Benjamin Gstöttner, Maike Heinrich, Julian Stockinger, Lydia Zeller

Im Rahmen eines qualitativen Forschungsdesigns, wurden mittels leitfadengestützte Interviews Sozialarbeiter*innen zu ihrer ursprünglichen Motivation Soziale Arbeit zu studieren sowie ihrer aktuellen Berufsidentität befragt. Die Interviews wurden methodisch mit qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und mit Rückbezug auf Theorie und Forschungen zu Motivation, Berufsidentität und Sozialer Arbeit interpretiert. Auffallend ist, dass die Motivationen, die am Anfang des Studiums standen, sich bei fast allen Interviewpartner*innen wenig verändert haben. Verändert hat sich allerdings bei den meisten, ihr persönliches Bild von Sozialer Arbeit.

 

Berufsidentität von Sozialarbeiter*innen in Österreich. Zusammenhänge und Unterschiede in Abhängigkeit von Art der Ausbildung und Dauer der Berufszugehörigkeit.
Andrea Bachler, Markus Dietl, Lena Fleischhacker, Mona Stich, Leena Strobl

In Bezug auf Berufsidentität wurden im Rahmen qualitativer Forschung leitfadengestützte Interviews mit Fokus auf Art der Ausbildung und die Dauer der Berufserfahrung geführt. Die Daten wurden methodisch mit qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet und mit Rückbezug auf Theorie und Forschungen zu beruflicher Sozialisation, Berufsidentität und Sozialer Arbeit interpretiert. Laut der Befragten werden in der Ausbildung vor allem Grundhaltungen, Werte und ein Verständnis der Sozialen Arbeit vermittelt. Als wichtig werden neben anderen Faktoren vor allem Praktika gesehen. Eine Festigung (und Veränderung!) der Berufsidentität vollzieht sich erst mit der Zeit und der Berufserfahrung.

 

Berufsidentitätsbildende Faktoren von Sozialarbeiter*innen in Österreich mit besonderem Augenmerk auf Aus-, Fort- und Weiterbildung und Berufserfahrung
Sandra Brandstetter, Nadia Hami, Karla Kames, Johanna Pesch

In einer quantitativen Onlinebefragung wurden mittels Fragebogen ca. 4000 Personen, die in der Sozialen Arbeit tätig sind, adressiert. Insgesamt 523 verwertbare Fragebögen wurde mit deskriptiver Statistik ausgewertet und mit Rückbezug auf theoretische Vorüberlegungen interpretiert. Zur Ausbildung, konnte erhoben werden, dass 87% der Befragten der Meinung sind, dass sich berufliche Identität schon in dieser entwickelt. Bezüglich Berufserfahrung wurde deutlich, dass ein Großteil schon vor dem Studium Berufserfahrungen sammelte, die die berufliche Identität geprägt haben. Vielfältige Fort- und Weiterbildung, die von 85% absolviert wurden, zeigen ebenfalls Auswirkungen auf die berufliche Identität.

 

Die Auswirkung des Handlungsfeldes in der Sozialen Arbeit auf die Berufsidentität.
Sofie Gruber, Patrizia Mohr, Sebastian Ritzberger

In einer quantitativen Onlinebefragung wurden mittels Fragebogen ca. 4000 Personen, die in der Sozialen Arbeit tätig sind, adressiert. Insgesamt 523 verwertbaren Fragebögen wurde mit deskriptiver Statistik ausgewertet und mit Rückbezug auf theoretische Vorüberlegungen interpretiert. Die Befragung zeigt, dass sich zwei Drittel als Sozialarbeiter*innen definieren und ein Drittel als Expert*innen in ihrem Handlungsfeld. Berufsidentität wird in unterschiedlicher Gewichtung für die Soziale Arbeit allgemein, das Berufsfeld und die persönliche Identität als wichtig oder sehr wichtig empfunden. Unterschiede bezüglich Berufsidentität werden von den Befragten zwischen Sozialarbeiter*innen und jenen die sich als Expert*innen in ihrem Handlungsfeld definieren, wahrgenommen.

Der OBDS lädt Sie zur Präsentation der Ergebnisse der Forschungswerkstatt - Berufsidentitäten von Sozialarbeiter*innen in Österreich ein:

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Kontakt

Bei Fragen zum Event wenden Sie bitte sich an sozialearbeit@fh-campuswien.ac.at, mit dem Betreff: Studierendenkonferenz. Sollten Sie für Ihre Teilnahme etwas Bestimmtes benötigen, z. B. eine*n Gebärdensprach-Dolmetscher*in, geben Sie dies bitte rechtzeitig bekannt.

Studiengänge

Soziale Arbeit

Bachelorstudium, berufsbegleitend

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Soziale Arbeit

Bachelorstudium, Vollzeit

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Programm 21. Juni 2021

18.00-20.00 Uhr

18.00-20.00 Uhr: UNDOK

Lehrender: Markus Griesser Coach: Karin Jović

(Selbst-)Organisierung un(ter)dokumentiert arbeitender Migrant*innen in Österreich: Ressourcen, beteiligte Akteur*innen, Prozesse
Alma Ahmetovic, Elisabeth Bendl, Anna Craik, Jelena Stastka

Unterschiedlichste Aufenthaltstitel im Zusammenhang mit Beschränkungen des Zugangs zum österreichischen Arbeitsmarkt gehen häufig mit un(ter)dokumentierter Arbeit einher. In diesem Kontext sind Migrant*innen vielfach von massiver Arbeitsausbeutung betroffen. (Selbst-)Organisierung bietet hier eine Möglichkeit, um sich zur Wehr zu setzen. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die Frage, was für Prozesse der (Selbst-)Organisierung notwendig ist und wie externe Akteur*innen dabei unterstützen können, und soll somit eine Orientierungshilfe für un(ter)dokumentiert arbeitende Migrant*innen sowie für unterstützende Akteur*innen bieten. Für die Studie wurden leitfadengestützte Interviews mit Expert*innen geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass unter anderem Wissen, der Faktor Zeit und die Vernetzung mit anderen Akteur*innen wichtig sind.


Drittstaats-Studierende in der Gastronomiebranche – ungewollt und undokumentiert
Bozorgmehr Iousoufi, Meena Miakhel, Ana Sarcevic

Studierende aus Drittstaaten sind neben anderen Hürden mit hohen finanziellen Anforderungen konfrontiert. Zugleich ist ihr Zugang zu Erwerbarbeit in Österreich stark eingeschränkt. Um dieses Problem zu lösen, arbeiten viele undokumentiert in der Gastronomiebranche. Ausgehend von der dargestellten Problemlage setzt sich die Arbeit mit der Frage nach der sozialen, politischen und rechtlichen Situation dieser Studierenden auseinander. Dabei wurden leitfadengestützte Interviews mit Expert*innen aus Gewerkschaften und NGOs zu diesem vielschichtigen Thema durchgeführt und mithilfe einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, wie sich die prekäre Lage der Studierenden historisch entwickelte, welche Alternativen die Studierenden haben und welche strukturellen und sozialpolitischen Veränderungen laut den interviewten Expert*innen zur Verbesserung ihrer Lage beitragen können.

 

Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung im Spannungsfeld institutioneller Zusammenarbeit
Lisa-Maria Binder, Sahar Haridy, Valerie Peer, Katharina Staininger

Menschenhandel stellt eine grobe Verletzung der Menschenrechte dar. Österreich spielt dabei als Transit- und Zielland eine wichtige Rolle. Der Kampf gegen dieses Verbrechen erfordert Verständnis für die Opfer und das Phänomen einerseits sowie die Kooperation vieler Institutionen andererseits. Dieser Forschungsbericht untersucht die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteur*innen zum Schutz und zur Unterstützung der von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung Betroffenen. Leitfadengestützte Interviews mit Expert*innen wurden durchgeführt und die erhobenen Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die interinstitutionelle Kooperation trotz teils unterschiedlicher Zielsetzungen zumeist positiv bewertet wird, vor allem die Betreuung der Opfer. Verbesserungsbedarf ist z.B. bei der Identifizierung der Opfer und der Vernetzung erkennbar.

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