Der Arbeitsplatz der Zukunft

Technik-Studierende bei der Future Work Challenge der Wiener Stadtwerke

Bei der Future Work Challenge der Wiener Stadtwerke reichen Schüler*innen und Studierende ihre Ideen zur zukünftigen Gestaltung der Arbeit ein. Die besten Ideen werden ausgewählt und die Einreicher*innen zur Future Work Academy im Herbst eingeladen. Dort haben sie die Gelegenheit, ihre Ideen zu verfeinern, einen Pitch vorzubereiten und vor einer Fachjury zu präsentieren. 

„Um die Vielfalt des Wiener Stadtwerke-Konzerns für Studierende der FH Campus Wien erlebbar zu machen, ist es uns außerordentlich wichtig, dass sie uns kennenlernen. Die Future Work Challenge bietet eine gute Möglichkeit, den Stadtwerke-Konzern kennenzulernen und gemeinsam mit Expert*innen über künftige Formen der Arbeit nachzudenken.“, so Cornelia Schörkhuber-Dysdale von der Personalentwicklung der Wiener Stadtwerke.

Natalia Gemovic und Lukas Haider, beide Technik-Studierende an der FH Campus Wien, nutzten bereits diese Gelegenheit und reichten ihre Projekte ein. Im Interview beantworten sie unsere Fragen zur Challenge.

© Wiener Stadtwerke/APA-Fotoservice/Hörmandinger
Natalie Gemovic (3.v.l.) und Lukas Haider (2.v.l.) bei der 70-Jahr-Feier der Wiener Stadtwerke

Was hat euch bei der Future Work Challenge am meisten angesprochen? Warum macht ihr mit? 

Natalie: Ich fand das Angebot, den Arbeitsplatz der Zukunft mitzugestalten, sehr verlocken – daher habe ich mich entschieden, mitzumachen. Es ist hochspannend, einen Einblick in die Wiener Stadtwerke zu bekommen.

Lukas: Da wir beide Familie haben, war es uns ein besonderes Anliegen, die Themen Work-Life-Balance und Flexibilität des Arbeitsorts in unserem Projekt zu bearbeiten. Wir stehen außerdem kurz vor dem Berufseinstieg und wenn wir da selbst aktiv mitgestalten können, ist das sehr verlockend.

Die Wiener Stadtwerke planen für Ende September eine Future Work Academy. Was erwartet euch dort und was erhofft ihr euch?

Natalie: Wir hoffen, mit unserer Idee ins Finale zur Future Work Academy eingeladen zu werden. Dort können wir die Idee dann verfeinern und verbessern. In Workshops und Coachings erweitern wir unsere Fähigkeiten und bereiten uns auf den abschließenden Pitch vor.

Lukas: Bei der Academy haben wir außerdem die Möglichkeit, uns ein Bild von den tatsächlichen Arbeitswelten bei den Wiener Stadtwerken zu verschaffen. Dazu gibt es Exkursionen zu den Konzernunternehmen wie Wiener Linien oder Wien IT. Schließlich soll unsere Idee am Ende auch umsetzbar sein, denn dies ist ein wesentliches Kriterium für die Prämierung des Gesamtsiegers.

Welche Ideen und Anregungen habt ihr als potentielle Mitarbeiter*innen für die Wiener Stadtwerke? 

Natalie: Man sollte auf die Möglichkeiten zur flexiblen Einteilung der Arbeitszeit und des Workloads achten. Als alleinerziehende Mutter ist mir Zeit mit meiner Tochter extrem wichtig, sodass ich mir bezüglich Einteilung der Arbeitszeit und in Hinblick auf Teilzeitmodelle zahlreiche Varianten wünsche. Unterstützt durch moderne Technik muss Arbeit nicht mehr ortsgebunden stattfinden.

Lukas: Da kann ich nur zustimmen. Als Vater von zwei kleinen Jungs ist für mich die Zeit mit den Kindern sehr wertvoll. Ein moderner Arbeitgeber, sollte jedenfalls Technologie als Hebel zur Einbindung der Mitarbeiter*innen nutzen. Startups machen das schon vor. Wie genau, dazu machen wir uns ausführlich Gedanken in unserem Projekt.

Bei eurem Projekt geht es um die Zukunft der Arbeitswelten. Wie denkt ihr, werdet ihr in zehn Jahren arbeiten? 

Wir meinen, dass sich einiges bewegen wird. Ein kurzes Brainstorming für unser Projekt hat uns schon auf ein paar Ideen bzw. Wunschträume gebracht:

  • Mobiles Arbeiten wird auf einer neuen Ebene stattfinden: Als Manager*in verschiedener Produktionsstandorte kann ein autonom fahrendes Fahrzeug als Büro dienen. Bisher unproduktive Reisezeit wird so effizient genutzt.
  • Virtuelle Meetings: Durch die Möglichkeiten von Virtual Reality kann man sich „persönlich“ treffen, ohne lange Reisen machen zu müssen.
  • Augmented Reality und Virtual Reality werden beim Planen mit virtuellen Modellen sehr viel stärker eingesetzt – z.B. Hologramme, die ein haptisches Feedback ermöglichen, ein fühlbarer digitaler Zwilling, quasi.
  • Interdisziplinarität in Teams wird eine überragende Rolle spielen, um als Unternehmen schnell auf Veränderungen in der Umwelt reagieren zu können.