Interview mit Claudia Link

Der Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen – Baumanagement bildet Allround-Bauingenieurinnen und -Bauingenieure aus, die in der Praxis gefragt sind. Im Interview spricht Studiengangsleiterin Claudia Link über die Schwerpunkte, das Aufnahmeverfahren und die Schaffenskraft des Berufes.

Wo liegen die Schwerpunkte des Studiums?

Das Studium Bauingenieurwesen – Baumanagement bildet Allround-Bauingenieurinnen und -Bauingenieure aus, die vornehmlich im operativen Bereich als Bauleiterinnen und Bauleiter tätig werden. Schwerpunkte der Ausbildung sind daher neben dem bautechnischen Fachwissen betriebswirtschaftliches Know-how, Controlling, Englisch und Führungskompetenzen.

Mit welchen Stärken und Interessen ist man beim Studium Bauingenieurwesen – Baumanagement richtig?

Wichtig sind ein konstruktives Interesse, Freude an Mathematik, die Fähigkeit logisch zu denken und einen Willen zur Planung und Umsetzung von Bauprojekten. Der Beruf der Bauingenieurin bzw. des Bauingenieurs ist getragen von Gestaltungs- und Schaffenskraft und verändert die Umwelt nachhaltig. Dies bedeutet, eine besondere Verantwortung wahrzunehmen, denn die Sünden, die heute an der Umwelt begangen werden, müssen später einmal unsere Kinder und Kindeskinder ausbaden.

Worauf sollen Interessierte bei der Bewerbung besonders achten?

Das Aufnahmeverfahren besteht aus in einem einstündigen Computertest und einem Bewerbungsgespräch mit der Studiengangsleitung. In diesem wird vor allem die Motivation für das gewählte Studium hinterfragt, also, warum ist die Wahl auf das Studium des Bauingenieurwesens gefallen? Wenn hier jemand andere Interessen bekundet, ist das ein deutlicher Hinweis dafür, dass die- oder derjenige sich noch nicht wirklich darüber im Klaren ist, wohin der weitere Ausbildungs- bzw. Berufsweg wirklich gehen soll. Im Bewerbungsgespräch soll ein Bild gewonnen werden, warum die Bewerberinnen und Bewerber sich für dieses Studium entschieden haben.

Welche Berufsfelder stehen Absolventinnen und Absolventen nach dem Studium offen?

Die Einsatzgebiete sind vielfältig, sie befinden sich hauptsächlich im Bauhaupt- und Baunebengewerbe. Das heißt, es steht der gesamte Planungsbereich in der Bauindustrie offen, also Technik- und Ingenieurbüros, die Baustoffindustrie oder große Unternehmen: So haben etwa große Handelsketten wie Billa, Bipa oder Intersport eigene Baubüros, die die Baubelange von Filialen organisieren und durchführen. Ein wichtiges weiteres Einsatzgebiet stellt der öffentliche Sektor dar: Die Baubehörden der Länder und Gemeinden sind hier ebenso eine Option, z. B. die Wiener Linien, die Asfinag oder die ÖBB. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass vor allem in den Betrieben der Bauindustrie die Hälfte der Studierenden später auch in Auslandseinsätzen tätig wird – in unseren englischen Lehreinheiten werden sie darauf optimal vorbereitet.

Wovon profitieren Studierende eines bautechnischen Studiums an der FH Campus Wien?

Das Department Bauen und Gestalten bildet Allrounder für die Baubranche aus, dies schafft vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die Absolventinnen und Absolventen. Die ausgezeichnete Vernetzung mit der Wirtschaft bewirkt, dass die Studierenden keine Probleme haben, interessante Praktikumsplätze zu bekommen. Das Förder- und Mentoring-Programm „Start Your Career“ soll den Studierenden zusätzliche Chancen eröffnen, indem sie bereits während des Studiums führende Unternehmen des österreichischen Baumarkts kennenlernen können.

Sind Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs derzeit am Arbeitsmarkt gefragt? Wie wird sich die Nachfrage in Zukunft entwickeln?

Wie vom Arbeitsmarktservice erhoben wurde, darf mit großem Stolz gesagt werden, dass in der Regel alle Absolventinnen und Absolventen einen Job finden.

Warum empfehlen Sie Interessierten, sich für das Studium zu entscheiden?

Es gibt strukturierte Stundenpläne und Prüfungen, die ein Studium in der Regelstudiendauer garantieren. Diese gute Organisation des Studiums erntet sehr viel positives Feedback seitens der Studierenden. Dazu kommt im Vergleich zu anderen Institutionen eine ungemein praxisorientierte Ausbildung. Viele Lehrende kommen aus der Praxis, die Studierenden absolvieren Praktika und sammeln schon während des Studiums Berufserfahrung. Mich persönlich fasziniert die Schaffenskraft des Berufes. Es gibt nichts Schöneres, als an einem Objekt vorbeizufahren, das man selbst maßgeblich mitentwickelt hat. Das ist etwas Spezielles. Man wirkte an etwas mit, was Beständigkeit hat.

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