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17.06.2014

Clinical Engineering Fachtagung „Future OP“ zu Gast an der FH Campus Wien

Am 4. und 5. Juni 2014 fand in der FH Campus Wien die Tagung „Future OP“ statt. Gut 100 Fachleute aus Krankenhausmanagement und -technik informierten sich über Neuerungen und Trends in Operationssälen. Mit dem Bachelorstudium Clinical Engineering ist die FH Campus Wien eine bedeutende Nachwuchsschmiede für Krankenhaustechnik.

Clinical Engineering Fachtagung „Future OP“ © Management Forum Starnberg

Zwölf ExpertInnen sprachen an den zwei Veranstaltungstagen über strategische Kennzahlen im OP, Prozessoptimierung im OP der Zukunft, Kompetenzentwicklung und Vergütung, Simulation und Logistikkonzepte.

Univ.-Doz. Dr. Alex Blaicher, MBA referierte zum Thema „Der Schnellste gewinnt – wie ein OP sich selbst organisiert“. Dr. Silvia Bodi, MSc widmete sich der Frage, wie bei einem Neubau ein optimales OP-Konzept an zwei Standorten zu realisieren ist und diskutierte dabei sowohl die baulichen Konzepte als auch die Umsetzung neuer Prozesse. In seinem Referat „Hybrid-OP in modularer Bauweise“ brachte Stefan Boeckly viele Beispiele zu Grundrissen, Ausstattung und Referenzprojekten und stellte ein Projekt des Kaiser-Franz-Josef-Spitals in Wien vor. Viele innovative Aspekte umfasste der Vortrag von Christina Imholz zu „Neuen, unerwarteten Wegen für das OP-Management“ hinsichtlich Personalmangel, Prozessoptimierung und Arbeitsaufteilung im OP. Mag. David Pötz, MSc stellte die Tagesklinik im Orthopädischen Spital Speising vor, die vorbildliche Antworten auf die veränderte strategische Rahmenbedingungen für Krankenhäuser gefunden hat.

Anschließend besichtigten die TeilnehmerInnen der Fachtagung das neue, kurz vor der Eröffnung stehende OP-Zentrum des Kaiser-Franz-Josef-Spitals.

Der zweite Seminartag begann mit einem Vortrag von Dipl.-Ing. Arch. Alexander Deutschmann zu zukunftsfähigen OP-Konzepten und deren Umsetzung. Prof. Thomas Busse und Ing. Dipl.-Ing. Herbert Kogler, MSc referierten über den Einfluss von Kennzahlen auf die strategische Steuerung von OP-Bereichen in Theorie und Praxis. Mag.(FH) Lukas Schober und Dr. Thomas Werner-Mathienz folgten mit Erläuterungen zu „OP-Simulation: Optimale Nutzung der Infrastruktur“. Den Abschluss der Tagung bildete der Vortrag „Die Logistik im OP, samt Planungsgrundlagen, Umsetzung und Inbetriebnahme“ von Mag. Dr. Bernhard Kadlec.

Bachelorstudium Clinical Engineering

25 Studierende pro Jahr haben im sechsemestrigen, berufsbegleitenden Bachelorstudium Clinical Engineering die Chance, sich umfassend zu KrankenhaustechnikerInnen auszubilden. Ohne das perfekte Zusammenspiel vieler technischer Systeme ist das Gesundheitswesen nicht mehr denkbar. Gesundheitseinrichtungen benötigen daher ExpertInnen, die mit hohem Qualitäts- und Kostenbewusstsein technische Systeme konzipieren, den Betrieb kontrollieren und deren Sicherheit gewährleisten. Die Ausbildung vermittelt technisches Know-how, angepasst an die spezifischen Ansprüche von Gesundheitseinrichtungen und umfasst auch medizinische sowie wirtschaftliche Grundkenntnisse. Die Studierenden erwerben die Fähigkeit zur Teamarbeit mit dem medizinischen und betriebswirtschaftlichen Fachpersonal bei Definition, Wartung und Weiterentwicklung der technischen Infrastruktur.

Das interdisziplinäre Studium verschränkt die beiden Wachstumsbereiche Technik und Gesundheit. In zahlreichen Laborübungen während des Studiums wird an Fallbeispielen aus der Berufspraxis gearbeitet. In Projektteams konzipieren die Studierenden beispielsweise die technische Versorgung einer Arztpraxis oder einer Krankenhausabteilung. Geplant werden Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen ebenso wie Informationstechnologien und die medizintechnische Ausstattung.

Das Bachelorstudium Clinical Engineering ist österreichweit die erste akademische Ausbildung für die Koordination von technischen Systemen im Gesundheitswesen. Die AbsolventInnen sind am Arbeitsmarkt besonders gefragt, sowohl in Gesundheitseinrichtungen als auch in Technik-, Industrie- und Bauunternehmen, die für die Gesundheitsbranche tätig sind. Die Bewerbungsfrist für den Studienstart im Wintersemester 2014/15 läuft noch bis 30. Juni.