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14.10.2014

Mit Masterlehrgang Safety and Systems Engineering der FH Campus Wien zum Safety Director

Die FH Campus Wien startete erstmals im Studienjahr 2014/15 in Kooperation mit der TÜV AUSTRIA Akademie den Masterlehrgang Safety and Systems Engineering. Studierende profitieren von einer in Mitteleuropa einzigartigen akademischen Ausbildung für ein innovatives Berufsfeld, in dem sie für die Sicherheit immer komplexer werdender technischer Systeme verantwortlich sind. Als Safety ManagerInnen oder IngenieurInnen haben sie damit Aufstiegschancen bis zum Safety Director.

Zu den schlimmsten Folgen von fehlerhaften Systemen zählen Flugzeugabstürze, Auto-, Zug- oder Reaktorunfälle. Der Masterlehrgang vermittelt einen Überblick über die wichtigsten Safety Normen vor allem für Automotive, Railway, Aviation und Prozessindustrie. Neben forschungsgeleiteter Lehre und Know-how-Transfer aus dem FH-eigenen Vienna Institute for Safety & Systems Engineering (VISSE) bietet der Masterlehrgang viel Praxisbezug. Regelmäßige Fachveranstaltungen wie Safety Days und Safety Lounges informieren über aktuelle Trends und laden zur Vernetzung mit ExpertInnen aus Unternehmen ein. Ideal als Zulassungsvoraussetzung zum Studium ist die fachliche Expertise von System-, Hard- und Software-EntwicklerInnen oder Anforderungs-, Test-, Projekt-, Qualitäts- und ProzessmanagerInnen. "Um den Anforderungen an die Systemsicherheit gerecht zu werden, bieten wir ein Studium an, das über die traditionellen Engineering-Disziplinen hinausgehend sowohl die Engineering- als auch die Management-Ebene zum Thema Functional Safety und System Safety abdeckt", so Lehrgangsleiter Hans Tschürtz. Dass das aus ethischer, rechtlicher und vor allem aus wirtschaftlicher Sicht geboten ist, legt Reinhard Preiss, Leiter International Business Management, TÜV AUSTRIA HOLDING AG so dar: "Komplexe technische Systeme können gesundheitliche Auswirkungen, Umweltschäden sowie hohe wirtschaftliche Folgekosten verursachen. Dazu zählen Primärschäden, Reparatur- und Ausfallkosten, Imageschäden und Schadenersatzkosten".

Weiterbildung als Wachstumsfaktor für Unternehmen

Der Masterlehrgang richtet sich als Weiterbildungsoption für MitarbeiterInnen auch unmittelbar an sicherheitsaffine Unternehmen. Diese implementieren so Know-how über aktuelle EU-Normen und Safety-Standards im Unternehmen und sind in der Lage, Normen und Standards des eigenen Unternehmens weiterzuentwickeln. Weitere Vorteile liegen in der zu erwartenden Produktivitätssteigerung und in der Reduktion von Haftungsfällen, die das in der Weiterbildung erworbene Safety-Know-how der MitarbeiterInnen mit sich bringt. Studierende eröffnen ihren ArbeitgeberInnen darüber hinaus einen Zugang zum Vienna Institute for Safety & Systems Engineering (VISSE) der FH Campus Wien, einer einzigartigen Safety-Wissensdrehscheibe.

Studium kombiniert Safety-Know-how mit Projekt-, Prozess- und Qualitätsmanagement

Auf Basis des an der FH Campus Wien entwickelten integrativen Safety Prozesses ISa-Pro® erwerben Studierende interdisziplinäre Kompetenzen in den Bereichen Safety and Systems Engineering, Risikomanagement, Projekt- und Prozessmanagement und Betriebswirtschaft. Wesentlich sind die integrative Betrachtung von Standards, systematische Vorgangsweisen und umfangreiches Methoden- und Normenwissen. Diese Basis ermöglicht es, die auch auf europäischer Ebene zunehmende Anzahl an Safety-Normen einzuhalten, und zwar in ihrem Zusammenspiel und in Übereinstimmung mit den geforderten Standards und Prozessreifegradmodellen der Industrie sowie standardisierten Methoden des Qualitäts- und Projektmanagements.

Kooperation mit TÜV AUSTRIA Akademie

Die FH Campus Wien verbindet im gemeinsam entwickelten und durchgeführten Masterlehrgang die Kompetenz der Fachhochschule in Forschung und Lehre mit der Praxiskompetenz in Industrie und Technik der TÜV AUSTRIA Akademie zu einer einzigartigen postgradualen Ausbildung. AbsolventInnen haben die Möglichkeit, ohne zusätzliche Kurse, gegen gesonderte Zertifizierungsgebühren vier Zertifizierungsprüfungen bei der TÜV AUSTRIA Akademie abzulegen und die entsprechenden Personenzertifikate der TÜV AUSTRIA CERT GMBH zu erwerben.