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28.11.2013

Angewandte Elektronik: Bachelorarbeit mit INiTS Award ausgezeichnet

Seine Arbeit über die Entwicklung eines tragbaren EKG-Geräts brachte Patrick Fuchs, BSc, Absolvent des Bachelorstudiums Angewandte Elektronik, den ersten Platz in der Kategorie „Life Sciences“ des INiTS Awards 2013. Mit dem Preis zeichnet das universitäre Gründerservice wissenschaftliche Arbeiten aus, die besonders großes Potenzial für eine erfolgreiche Unternehmensgründung haben.

Die Bachelorarbeit trägt den Titel „Entwicklung eines portablen Gerätes zur Aufzeichnung von Elektrokardiogrammen im Rettungsdienst“ und wurde von FH-Prof. DI Dr. Gernot Kucera betreut. Im Rahmen der Arbeit entwickelte Patrick Fuchs einen Prototypen, mit dem es möglich ist, die elektrische Aktivität des Herzens eines Patienten direkt und in Echtzeit auf einem integrierten Display anzuzeigen.

Zielgruppe des Geräts sind sogenannte First-Responder, also ausgebildete SanitäterInnen, die in ihrer dienstfreien Zeit auf Abruf bereit stehen. In der Regel verfügen sie über einen Notfallrucksack mit wichtigen Utensilien wie Sauerstoffflasche, Stethoskop und Verbandmaterial. Ein Gerät zur EKG-Diagnose fehlt auf Grund der hohen Kosten und des erhöhten Platzbedarfs.

Genau hier setzt der entwickelte Prototyp an: Er verfügt über integrierte Elektroden und eine äußerst kompakte Bauweise. Die Abmessungen sind vergleichbar mit denen eines Smartphones. Das EKG-Gerät lässt sich einfach anwenden und ist schnell einsatzbereit. Der wesentliche Nutzen dieser Entwicklung ist also, bei NotfallpatientInnen rasch und unkompliziert eine Schnelldiagnose der Herztätigkeit durchführen zu können.

Die Preisverleihung fand Mitte November im Festsaal der TU Wien statt. Die Gewinnerinnen und Gewinner in drei Kategorien konnten sich über ein Preisgeld im Gesamtwert von 24.500 Euro freuen. „Mit dem INiTS Award wollen wir dazu animieren, nicht nur Wissen zu produzieren, sondern auch innovative Produkte und Dienstleistungen“, erklärt INiTS-Geschäftsführerin Dr. Irene Fialka. „Wir zielen darauf ab, dass sich die Studierenden Gedanken zu Markt, Wettbewerb und Patentierung machen. Die Jury bewertet nicht nur die technologische Basis, sondern vor allem die Qualität der wirtschaftlichen Überlegungen“, so Fialka.