News

24.02.2014

Campus Innovation Lab präsentiert Forschungsprojekte

Messen und Veranstaltungen wie BeSt, Yo!Tech und Open House sind gute Gelegenheiten, unsere Fachhochschule einem breiten Publikum näher vorzustellen. Neben dem vielfältigen Studienangebot mit über 50 Studien- und Lehrgängen sollen in Zukunft auch verstärkt Forschungsaktivitäten sichtbar und erlebbar werden.

Campus Innocation Lab © Cox Orange/www.uschioswald.at

Als Forum dafür dient das Campus Innovation Lab, das auf der Yo!Tech seine Premiere hatte. Auf der BeSt von 6.-9. März in der Wiener Stadthalle zeigen die Departments Technik und Gesundheit im „Lab“ fünf spannende Projekte und laden die MessebesucherInnen zum Nachfragen und Mitmachen ein.

Print your body

Ein kurze Operation und ein präzise angepasstes Implantat – der Wunsch vieler Chirurgie-PatientInnen. Die Studiengänge Radiologietechnologie und High Tech Manufacturing forschen gemeinsam in der virtuellen Operationsplanung und ihrer Übertragung in Rapid Prototyping-Biomodelle. Dazu kombinieren sie Computertomographie mit 3D-Druck. Mittels eines speziellen Programmes werden Körperteile gescannt und die gewonnenen dreidimensionalen Daten ausgewertet, um am 3D-Drucker Kunststoffmodelle für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie herzustellen. Die Messe-BesucherInnen können Körperscans und Beispiele der virtuellen Operationsplanung am Computer betrachten und bearbeiten sowie einzelne „Bausteine“ am 3D-Drucker aus Kunststoff herstellen.

Minisegway

Ein Roboter, der auf zwei Rädern aufrecht durch einen Parcours fährt und sein Gewicht laufend so verlagert, dass er nicht umfällt? Der Minisegway, dem Studierende und ForscherInnen das beigebracht haben, ist ein Versuchssystem zur Ausbildung in den Studiengängen Angewandte Elektronik und Informationstechnologien und Telekommunikation. Ziel war die aufrechte Stabilisierung eines Roboters, der ferngesteuert einen Parcours abfährt. Die verwendeten Bauteile wurden direkt an der FH gefertigt, die Regelung übernimmt ein STM32 Discovery EvalBoard der Firma ST. Die BesucherInnen können die Fernbedienung mittels W-LAN testen. Im Studium wird an Erweiterungen gearbeitet: Geplant ist etwa, dass der Roboter mit Hilfe eines integrierten Bildverarbeitungssystems autonom navigieren lernt.

Campus Race

Was haben Smartphone-Apps und „Carrera-Bahn“-Kindheitserinnerungen gemeinsam? Im Projekt Campus Race der Studiengänge Angewandte Elektronik und Informationstechnologien und Telekommunikation wurde die Ansteuerung einer Slotcar-Rennbahn mittels App realisiert. Dazu wurde die Software auf einem STM32F4 Discovery EvalBoard der Firma ST umgesetzt und die notwendigen elektronischen Schaltungen aufgebaut. Die Fahrzeuge regeln ihre Geschwindigkeit selbstständig oder können von Messe-BesucherInnen manuell gesteuert werden. Die Rennbahn erkennt die Position der Fahrzeuge und modifiziert die farbige Beleuchtung der Strecke. Im Studium arbeiten die Studierenden an Apps für Tablets und Smartphones, Kommunikation über verschiedene Übertragungswege (Stromschiene, WLAN, Bluetooth) und mögliche Erweiterungen wie dem Einbau einer Kamera und einem Programm zur Kollisionsvermeidung.

BewEct

Wie kann die Beweglichkeit von Physiotherapie-PatientInnen objektiv gemessen werden, um die richtige Therapie zu finden? Der Studiengang Health Assisting Engineering präsentiert dazu das Projekt BewEct. Physiotherapeutisches und technisches Know-how fließen zusammen, um die Anwendung des Microsoft Kinect-Systems in der Bewegungsanalyse von älteren, in ihrer Beweglichkeit eingeschränkten Personen zu prüfen. Die Projektbeteiligten vergleichen die Anforderungen geriatrischer Assessments mit den technischen Möglichkeiten des Kinect-Kamerasystems, um Lösungsansätze für den therapeutischen Alltag zu finden. Ziel ist ein kostengünstiges und mobiles Alternativsystem zu herkömmlichen Bewegungsanalysemethoden.

OS.Car

Im selbst gebauten Auto auf Formel 1-Strecken unterwegs sein? Formula Student ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb zwischen Studierenden unterschiedlicher Hochschulen. Ziel ist es, einen Formel-Rennwagen innerhalb eines Jahres zu designen, konstruieren, berechnen und zu bauen. Der Rennwagen soll sehr gute Fahreigenschaften bei geringen Fertigungskosten aufweisen. Beim internationalen Rennevent am Red Bull Ring im August 2014 möchte sich das OS.Car Racing Team der FH Campus Wien mit dem Rennwagen OS.Car CR-113 mit über 40 Formula Student Teams messen. Im Campus Innovation Lab zeigen die Studierenden den aktuellen Stand der Konstruktion und Fertigung.