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30.04.2015

Award des Steirischen Vulkanlandes für Arbeit über Burnout bei LehrerInnen

Burnout im LehrerInnenberuf – dieses aktuelle Thema griff Christina Mogg in ihrer Dissertation an der Universität Wien auf. Für ihre wissenschaftliche Leistung erhielt die Lehrende im Fachbereich Gesundheits- und Krankenpflege nun den BISi-Award 2015 des Steirischen Vulkanlandes.

Christina Mogg machte es sich zur Aufgabe, die Arbeitssituation und -zufriedenheit von LehrerInnen an verschiedenen österreichischen Schultypen theoretisch und qualitativ-quantitativ empirisch zu erforschen. „Jeder redet über Burnout – um jedoch Veränderungen initiieren zu können, braucht es wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Ursachen. Quantitative Forschungsmethoden und wissenschaftliches Arbeiten sind Gegenstand meiner Lehrveranstaltungen im Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege und in den Masterlehrgängen Advanced Nursing – Practice, Education und Counseling. Was in der Theorie so trocken wirkt, erweist sich als hochspannend in der Anwendung.“

Wer oder was ist schuld am Burnout von LehrerInnen?

Im Zuge der qualitativen Interviews führten die LehrerInnen ihre Belastung überwiegend auf die Unterfinanzierung des Schulsektors und deren Folgen zurück – etwa hohe SchülerInnenanzahl pro Klasse und fehlende Fördermöglichkeiten vor allem von MigrantInnen. Die quantitative Analyse zeigt, dass das Burnoutrisiko weniger von Geschlecht oder Alter, sondern von Persönlichkeitsmerkmalen abhängt. Besonders wichtig ist, wie Betroffene mit schwierigen Situationen umgehen.

Der BISi-Award 2015 wird vom Steirischen Vulkanland, der Saubermacher AG und weiteren SponsorInnen für hervorragende und innovative wissenschaftliche Arbeiten verliehen.