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02.12.2014

FH Campus Wien verleiht "FH-Professorin" an Biotechnologin

Die FH Campus Wien zeichnete im November Univ.Doz.in Dr.in Ines Swoboda aus dem Department Applied Life Sciences mit dem Titel FH-Professorin aus. Swoboda hat sich im Zuge zahlreicher F&E-Projekte in der Allergieforschung einen Namen gemacht. Rektor Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Arthur Mettinger führte durch den Festakt und nahm die Verleihung vor, mit der die besonderen Leistungen in Lehre und Forschung an der FH Campus Wien anerkannt werden.

Ines Swoboda arbeitet seit 2011 hauptberuflich in Lehre und Forschung der FH-Studiengänge der Molekularen Biotechnologie am renommierten Life Sciences-Standort Campus Vienna Biocenter, einem der vier Standorte der FH Campus Wien. Davor lehrte und forschte sie vier Jahre lang an der University of Melbourne, Australien und danach mehr als zehn Jahre am Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der Medizinischen Universität Wien, wo sie sich 2004 im Fach Allergologie habilitierte. An der FH Campus Wien leitet Swoboda im Fachbereich Biotechnologie die Arbeitsgruppe Immunologie. Diese geht derzeit - gefördert vom FWF und von der Stadt Wien, MA 23 - den Geheimnissen von Nahrungsmittelallergien auf den Grund. Einen besonderen Schwerpunkt stellt dabei die Erforschung von Fleischallergien dar. Da die heute für diagnostische Fleischallergie-Hauttests verwendeten Extrakte meist von ungenügender Qualität sind, werden Fleischallergien auf diesem Wege häufig nicht erkannt. Künstlich hergestellte Einzelmoleküle statt Gesamtextrakte sollen zukünftig eine verlässlichere Diagnose ermöglichen. MedUni Wien, BOKU und das Floridsdorfer Allergiezentrum zählen zu den inländischen KooperationspartnerInnen. Weiters forscht die FH-Arbeitsgruppe auch im Bereich respiratorischer Allergien. Sie untersucht in Zusammenarbeit mit drei Wiener Krankenanstalten, welche Rolle die Zellen der Atemwege, die als erste mit Allergenen in Kontakt treten, bei der allergischen Immunantwort spielen. Das F&E-Projekt wird von der Stadt Wien, MA 23, gefördert. Auf den Dialog mit der Öffentlichkeit legt Swoboda großen Wert. Deshalb hat sie zuletzt gemeinsam mit Open Science bei der Wissenschaftsausstellung "Wirkungswechsel" die Station "Total allergisch" gestaltet. Die vom ScienceCenter-Netzwerk organisierte dreidimensionale Ausstellung wandert derzeit durch die Bundesländer.