Bild: 3D-Grafik FH Cmapus Wien

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Master Talk bereits zum fünften Mal im Rahmen des Infotags

© FH Campus Wien, Doris Link, Roman Weigl, Walter Hörmann, Christoph Muss
Zum fünften Mal fand im Rahmen des Infotags auch die Veranstaltungsreihe Master Talk statt. Zu Gast waren ExpertInnen und AbsolventInnen aus Wirtschaft, Industrie und Forschung, die zu den neuen Masterangeboten „Health Assisting Engineering“, „Technische Gebäudeausstattung“ und „High Tech Manufacturing“ aus Praxissicht Stellung nahmen.

Im Interview mit den StudiengangsleiterInnen wurde transparent, welche Erwartungen an AbsolventInnen gestellt werden und welche Jobperspektiven sich durch ein Masterstudium eröffnen können. Anhand zahlreicher Projektbeispiele machten die anwesenden ExpertInnen deutlich, dass jene Branchen zukunftsweisend sind, die Technologien weiterentwickeln und Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Disziplinen nutzen. Dazu gehört u. a. die Gebäudeausrüstung mit einem Schwerpunkt auf regenerativen Systemen und Umwelttechnologien, die zu den innovativsten Bereichen der Baubranche zählt.

 

Know-how über nachhaltige Gebäudeausrüstung wird nachgefragt

BautechnikerInnen und ArchitektInnen erwerben bis dato haustechnisches Know-how in ihrem Studium nur ansatzweise. Die FH Campus Wien bietet daher einen dreisemestrigen Masterlehrgang, der in acht Modulen die Grundlagen der Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Elektro- und Regelungstechnik vermittelt und den Bezug zu den Schnittstellen Bauphysik, Architektur und Projektmanagement herstellt. Dazu gehört auch, die Gebäudeausstattung auf Niedrigenergie- und Passivhausstandard zu planen und ökonomisch umzusetzen. FH Prof. DI Dr. Doris Link, Leiterin des Departments Bautechnik stellte im Master Talk gleich drei der zukünftigen Modulverantwortlichen vor: DI (FH) Walter Hörmann, MSc MSc, von Siemens Energy Automation Systems (Modul elektrische Gebäudeausrüstung), Ing. Roman Weigl, MSc, Vorstand der Fachgruppe Wien der Ingenieurbüros (Modul Heizung, Lüftung, Klima) und DI Christoph Muss, Inhaber einer technischen Büros für thermische Gebäudesimulation und Gebäudeklimakonzepte (Modul Integrale Planung und Projektierung). „Die Ausbildung ist ein ausgezeichneter Zusatz zur Grundausbildung der Architektur oder des Bauingenieurwesens und deckt ein Berufsbild ab, das der Markt dringend benötigt“, so Muss.

 

© FH Campus Wien, Markus Vincze, Tanja Stamm, Omer Matthijs, Agnes Sturma


TechnikerInnen und GesundheitsexpertInnen lernen mit- und voneinander

Besonders vielversprechend sind auch Verbindungen von Gesundheit, speziell Handlungswissenschaft mit Technik. Die Kombination stellt sicher, dass Technik sich an Bedürfnisse der NutzerInnen anpasst und nicht umgekehrt – in der Produktentwicklung, aber auch bei Therapieanwendungen oder Bewegungsanalysen. Diesen Anforderungen wird im neuen Studiengang Health Assisting Engineering Rechnung getragen, der im Herbst 2012 an der FH Campus Wien startet*. Das Studium ist angesiedelt an der Schnittstelle von Technik, Gesundheit, Therapie, klinischer Tätigkeit und Forschung. Wissen über Informatik und Elektronik kombiniert mit Wissen über Handlungs- und Bewegungswissenschaft ermöglicht nutzerInnenorientierte Anwendungen. Die Einsatzgebiete für AbsolventInnen sind vielfältig: Bei Herstellern Medizin(technischer)-, Sport-, Spiel- und Therapiegeräte, in F&E-Abteilungen von Unternehmen, in Rehabilitations- und Geriatriezentren, wie auch z. B. in Abteilungen für AAL Ambient Assisted Living und Initiativsysteme. Zu Gast bei Masterlehrgangsleiterin Dr.in Tanja Stamm waren Omer Matthijs, ScD, PT von der IAOM Österreich, Agnes Sturma, Absolventin des Bachelorstudiengangs Physiotherapie und Studentin Technische Physik, aktuell tätig am Christian Doppler Labor zur Wiederherstellung von Extremitätenfunktionen sowie ao. Prof. Markus Vincze vom Automation & Control Institute TU Wien.

 

© FH Campus Wien, Wolfgang Meyer



Fundiertes Grundlagenwissen und Neugierde über den Tellerrand hinaus.

In der industriellen Produktion ist das Zusammenspiel von technologischem Fortschritt und sozialen Systemen ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit. Welche Anforderungen an AbsolventInnen des Masters High Tech Manufacturing gestellt werden, wurde am Beispiel der Papierindustrie aufgezeigt. DI (FH) Wolfgang Meyer, Head of Process IT bei der Mondi Frantschach AG erlaubte einen „Blick“ in die Produktionsprozesse einer integrierten Papier- und Zellstofffabrik bevor er seine Empfehlung an AbsolventInnen ganz simpel zusammenfasste: Ein Zusammenspiel von Können (Beherrschung der Grundlagen), Wissen und Lernen durch Tun. Dabei beschrieb er Wissenserwerb als permanentes Weiter-Lernen gepaart einer Neugierde, die über den Tellerrand hinausreicht. Bei Mondi schätze man initiative Persönlichkeiten, die Entscheidungen treffen können und Dinge zu Ende führen. „Die Bereitschaft zum Umgang mit Unterschieden sind heute ebenso Anforderung wie Offenheit für Entwicklung.“ ergänzt Meyer im Interview mit FH Prof. DI  Andreas Posch, Departmentleiter Technik FH Prof. DI Dr. Gernot Kucera, Lehrender im Fachbereich High Tech Manufacturing. Die Basis stellen weiterhin die technischen Grundlagen dar. Am Beispiel von Process IT erklärt Meyer, wie breitbandig diese gefordert sind: Von Prozessleit-Technologien und Regelungstechnik über Programmierung und System-Technik bis hin zu Chemie und Physik-Basics werden vorausgesetzt.

 

*vorbehaltlich der Genehmigung durch den FHR

 

Weitere Informationen zu den Studienangeboten finden Sie unter:

Technische Gebäudeausstattung

Health Assisting Engineering High Tech Manufacturing