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Neue Broschüre „Gehaltsverhandlungstipps für Frauen“
Viele Frauen verkaufen ihre Leistung unter ihrem Wert. Männer fordern durchschnittlich einmal im Jahr eine Gehaltserhöhung, Frauen hingegen nur alle zwei bis drei Jahre. Häufig verlangen Frauen auch weniger Gehalt als männliche Kollegen oder geben sich mit weniger zufrieden. Wie viel sie eigentlich verdienen könnten, ist vielen nicht bekannt. Frauen scheuen öfter vor entsprechenden Verhandlungen zurück und haben weniger Übung damit.
Gemeinsame Sache: „Gehaltsverhandlungstipps für Frauen“
Auf Initiative von Frauenstadträtin Sandra Frauenberger hat nun die Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) in Kooperation mit der Abteilung Gender & Diversity Management der FH Campus Wien die Broschüre „Gehaltsverhandlungstipps für Frauen“ veröffentlicht. Die Inhalte wurden gemeinsam mit Ute Riedler-Lindthaler, Trainerin für Verhandlungsführung- und Konfliktmanagement, erarbeitet und beinhalten wichtige Tipps inklusive Checklisten und Literaturhinweise für die erfolgreiche Gehaltsverhandlung.
Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern haben strukturelle Ursachen
Frauenstadträtin Sandra Frauenberger betonte bei der Präsentation der Broschüre am 7. September 2011 wirkungsvolle Mechanismen für mehr Einkommensgerechtigkeit: "Das geringere Einkommen von Frauen hat hauptsächlich gesellschaftlich-strukturelle Hintergründe.
Die gerechtere Verteilung der unbezahlten Arbeit, die Herstellung von Gehaltstransparenz, Quoten für Führungsetagen oder gezielte Qualifizierungsprogramme für Frauen sind wichtige Säulen im Kampf gegen die Einkommensschere.
Aber auch die einzelne Frau selbst hat - oft ungenützte - Möglichkeiten, um ihr Einkommen zu verbessern. Die Gehaltsverhandlungstipps für Frauen zeigen Handlungsspielräume auf und ermutigen Frauen, diese für sich zu nutzen."
Ulrike Alker, Leiterin der Abteilung Gender & Diversity Management der FH Campus Wien, wies auf die Wichtigkeit von Transparenz hin und ermutigt Frauen, aktiv zu werden: "Wo es keine transparenten Gehaltsschemata gibt, sind Frauen gefordert, für sich selbst gut zu verhandeln. Mit dieser Broschüre motivieren wir Frauen dahingehend, sich anhand von konkreten Tipps und weiterführenden Links optimal auf erfolgreiche Gehaltsverhandlungen vorzubereiten".

© Alexandra Kromus / PID
Tipps gegen innere und äußere Widerstände
In der "Broschüre" werden verschiedene Aspekte beleuchtet, die Frauen von Gehaltsforderungen abhalten. Oftmals sind es innere Widerstände, die Frauen daran hindern, Forderungen zu stellen. Fragen wie "Darf ich überhaupt etwas fordern? Macht das nicht schlechte Stimmung? Riskiere ich meinen Job? Wie viel steht mir denn eigentlich zu?" entmutigen Frauen.
Oftmals stoßen Frauen aber auch auf äußere Widerstände, sobald sie Forderungen stellen. Sätze wie "So jemanden wie Sie kann ich auch billiger bekommen! Was können Sie konkret vorweisen, ehe Sie Forderungen stellen? Der Firma geht es gerade so schlecht!" sind typische Beispiele.
Die neue Publikation hilft mit konkreten Tipps und Hintergrundinformationen. Handlungstipps für die Wahl des richtigen Zeitpunkts und den optimalen Ablauf sind für die Vorbereitung ebenso hilfreich wie das konstante Führen eines Leistungstagebuchs und die beigefügten Checklisten für Bewerbungsgespräch und Gehaltsverhandlung.
Bestellung
Die "Gehaltsverhandlungstipps für Frauen" können bei der Frauenabteilung der Stadt Wien (MA 57) unter der Telefonnummer +43 1 4000-83518 und per E-Mail frauen@ma57.wien.gv.at
kostenlos bestellt werden.
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